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Radweg entlang der Oelser Straße: Planung läuft

Pläne für Lückenschluss sollen noch heuer in den Verkehrsausschuss - 14.03.2021 06:00 Uhr

Plötzliches Radweg-Ende in Moorenbrunn. Jetzt wird ein Lückenschluss an der Oelser Straße geplant.

03.03.2021 © Roland Fengler, NNZ


„Radweg Ende“. Ein kleines weißes Schild stoppt die flüssige Fahrt auf einem gut ausgebauten Weg, der von Altdorf kommend über Feucht in Richtung Nürnberg führt – und dann ziemlich plötzlich an der Stadtgrenze zur Noris an der Bregenzer Straße endet. Wer weiter Richtung Innenstadt möchte, muss über das Moorenbrunnfeld oder die Ortsstraßen in Altenfurt ausweichen.

Die direkte Weiterfahrt entlang der Oelser Straße, ist nicht empfehlenswert: Die Straße ist relativ eng und tagsüber sind viele Lastwagen unterwegs, viele Fahrzeuge halten sich auf der geraden Strecke nicht an das Tempolimit.

Den Lückenschluss hält Werner Miegl, Vorsitzender des Bürgervereins Südost, für enorm wichtig: „Es kann doch nicht sein, dass bei so einer wichtigen Verbindung ein Teilstück von etwas über einem Kilometer einfach fehlt. Warum das seit Jahren nicht klappt, ist unverständlich“, schimpft der BV-Vorsitzende. Bereits seit den 1980er Jahren setzen sich der Bürgerverein aber auch der SPD-Ortsverband Fischbach und der Fahrradclub ADFC für eine sichere Verbindung für Radler an dieser Stelle ein. Auch die CSU sprach sich für den Lückenschluss aus.


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Der Verkehrspolitische Sprecher der SPD-Stadtratsfraktion, Nasser Ahmed, bläst ins gleiche Horn: „Der Radweg Oelser Straße ist wichtig für das Radverkehrsnetz im Südosten der Stadt. Daher sollte die Stadtverwaltung den beschlossenen Mobilitätspakt und die Erhöhung der Mittel für den Radverkehr endlich zum Anlass nehmen, schnell zu handeln“, so Ahmed.

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Diskutiert wurde viel, auch im Stadtrat. Passiert ist lange nichts. Unter anderem weil Naturschutzfragen offen waren und die Abstimmung zwischen Stadt und Freistaat, der eigentlich die Verantwortung für Planung und Umbau trägt, nicht ganz einfach war. Die Oelser Straße ist nämlich eine Staatstraße, wie Frank Jülich vom städtischen Verkehrsplanungsamt berichtet. „Wir haben uns mit dem Staatlichen Bauamt vor Ort und mit dem Staatsministerium darauf verständigt, dass wir die Planung für den Radweg machen“, so Jülich.

Wie bei allen Planungs- und Bauprogrammen sei man auch hier mit dem „Runden Tisch Radverkehr“ im Austausch, in dem Parteien, Verbände und Institutionen sitzen. Weil es mittlerweile mehr Mittel für den Radwegebau, aber auch für Planungs-Personal gibt, könne man jetzt insgesamt mehr Projekte angehen.

Freistaat muss zahlen

Jülich hofft, dass die Baupläne für einen ersten Abschnitt zwischen Bregenzer und Liegnitzer Straße, also entlang des Moorenbrunnfelds, noch heuer fertig werden. Die Planungen seien jedoch aufwändig, weil die Stadt in diesem Fall nicht in kommunaler Planungsträgerschaft tätig sei und eine Vielzahl von zusätzlichen Planungsthemen abarbeiten müsse. Auch wenn die Stadt die Planung übernimmt: Bezahlen muss den Radweg am Ende der Freistaat.


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SPD-Mann Ahmed begrüßt es, dass die Verwaltung die vom Stadtrat aufgestockten Personalressourcen für Lückenschluss nutzt. Man erwarte, dass bald ein Beschlussvorschlag für den ersten Bauabschnitt im Verkehrsausschuss vorliegt, so der verkehrspolitische Sprecher der Genossen.

Anschließend steht noch ein zweiter Bauabschnitt von der Liegnitzer Straße bis zur Breslauer Straße an. Dieser wirft mehr Probleme auf, weil dort Bäume gefällt werden müssten. Dagegen protestieren Naturschutzverbände.

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Nasser Ahmed hofft auf eine Lösung, bei der der Eingriff in die Natur möglichst klein bleibt. Dennoch findet er: „Man darf Bäume nicht gegen klimaschützende Radwege ausspielen. Der Radweg ist wichtig, damit mehr Altenfurter und Moorenbrunner dauerhaft umsteigen. Das ist ein wichtiges klimapolitisches Ziel“, so der SPD-Politiker.

Keine Ausweichmöglichkeit

Für den Bürgerverein wäre genau dieser Abschnitt der wichtigere: „Im Gegensatz zum Moorenbrunnfeld haben Radler hier überhaupt keine Ausweichmöglichkeiten“, erklärt Werner Miegl. Er ist überzeugt davon, dass man den Weg so planen könnte, dass nur wenige wertvolle Bäume gefällt werden müssen.

Der Bund Naturschutz Nürnberg unterstützt die Verbesserung ganzjährig nutzbarer Radverbindungen von und nach Feucht grundsätzlich, spricht sich aber für Alternativrouten aus. „Der geplante Neubau stellt in dem geplanten Umfang jedoch einen nicht vertretbaren Eingriff in das überregional bedeutende Sandmagerrasenbiotop Moorenbrunnfeld dar. Der Bund Naturschutz befürwortet die Verbesserung des bestehenden Wegenetzes durch den Ausbau vorhandener Wege, Schaffung von Querungsmöglichkeiten und Anbringung einer intuitiven Beschilderung“, so Martin Wolff, Sprecher des Arbeitskreises Verkehr.

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