Radweg verlegt: Sör entschärft Gefahrenstelle am Bahnhof

5.12.2014, 06:00 Uhr

© Ralf Rödel

Nach einem Entwurf des Verkehrsplanungsamts ist der Radweg an der Ausfahrt des Kurzzeitparkplatzes westlich des Haupteingangs verlegt worden. Dadurch sollen die Verkehrsströme entzerrt werden. Sör hat den Radweg von der Fahrbahn weg und in Richtung Bahnhofsgebäude verlagert. Jetzt sind Radweg und Straße voneinander getrennt.

Dies soll dazu führen, dass Autofahrer beim Abbiegen auf den Frauentorgraben nicht mehr gleichzeitig auf den Radverkehr aus beiden Richtungen und den Autoverkehr achten müssen. Sie haben künftig zunächst nur den Radweg im Blick; erst wenn sie ihn überquert haben, gerät der Verkehr auf dem Ring in den Blick.

Dass Radfahrer und Fußgänger wie bisher geradeaus fahren, sollen Absperrungen an der Ausfahrt verhindern. Sör hat jetzt die entsprechenden Markierungen angebracht und Verkehrsschilder montiert.

Durch den Umbau des Parkplatzes fallen vier der 35 Kurzzeitparkplätze weg. Die Änderung sei unabhängig von einer künftigen Umgestaltung des Bahnhofsplatzes, heißt es. Der Schlenker kostet 10.000 Euro, sie kommen aus dem Etat für den Straßenunterhalt.

ADFC forderte Umbau

An der Ausfahrt aus der Kurzparkzone am Hauptbahnhof war es in der Vergangenheit häufig zu Konflikten und auch Kollisionen zwischen Radfahrern, Fußgängern und Autos gekommen. Der ADFC hatte die Stelle nach einer Online-Umfrage als die gefährlichste in der Stadt bezeichnet, die entschärft werden müsste.

Bislang sind die Autofahrer beim Verlassen der Kurzparkzone nach rechts abgebogen. Dabei stießen sie auf den in beide Richtungen verlaufenden Rad- und Fußgängerverkehr. Dabei war es wiederholt zu den beschriebenen gefährlichen Situationen gekommen.

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