Mittwoch, 25.11.2020

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Rangierbahnhof-Siedlung: Alte Kegelhalle wird zum Supermarkt

Nahversorgung verbessert sich — Rewe hat Mietvertrag unterzeichnet - 29.04.2014 09:00 Uhr

Lorenz Gradl (li) und Franz Haubner, Vorstand der Baugenossenschaft, vor der alten Kegelhalle, die zum Supermarkt umgebaut werden soll.

22.04.2014 © Stefan Hippel


Letzte Woche brachte der Postbote der Baugenossenschaft des Eisenbahnpersonals ein lang ersehntes Paket. Inhalt war ein unterschriebener Mietvertrag mit der Firma Rewe über einen neuen großzügigen Verbrauchermarkt in der Rangierbahnhofsiedlung.

Vorstand Franz Haubner berichtet, dass sich die Probleme mit der Nahversorgung für die Menschen in der Rangierbahnhofsiedlung in den letzten Jahren deutlich verschärft haben. Zunächst kündigte der Pächter der Metzgerei altersbedingt und es konnte trotz großer Anstrengungen kein Nachfolger gefunden werden.

Zu wenig Fläche

Dann teilte auch noch der Betreiber des einzigen verbliebenen Lebensmittelmarktes in der Siedlung mit, dass er aus Altersgründen ebenfalls aufhören wird. Es sei nicht gelungen, für diesen Markt wieder einen Pächter zu finden, erklärt Haubner. „Bei einer Verkaufsfläche von nur rund 300 Quadratmetern und fehlenden Parkplätzen haben alle angefragten Lebensmittelhändler abgewunken.“

Guter Rat war teuer. Beim Vorstand der Baugenossenschaft entstand die Idee, die leerstehende frühere Bowlinghalle am Matthäus-Herrmann-Platz 2 komplett zu entkernen und in einen modernen Lebensmittelmarkt umzubauen. Über Monate wurden Konzepte erarbeitet und in zahlreichen Gesprächen und Ortsterminen mit der Firma Rewe abgestimmt. Das Ergebnis sei vielversprechend, verspricht Haubner.

Damit sei der erste wichtige Schritt zur langfristigen Verbesserung und Sicherung der Nahversorgung in der Rangierbahnhofsiedlung getan, freut sich Lorenz Gradl, SPD-Stadtrat und ebenfalls Genossenschaftsvorstand. Alle Beteiligten hoffen nun, dass der inzwischen eingereichte Bauantrag für die Nutzungsänderung der Halle in einen Verbrauchermarkt von der Stadt Nürnberg „bald und hoffentlich ohne große Überraschungen“, so Gradl, genehmigt wird. Erste Gespräche mit dem Leiter der Bauordnungsbehörde, Daniel Ulrich, seien positiv verlaufen.

CHRISTINE ANNESER

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