Raupen-Invasion in Eibach: Anwohner sind hilflos

1.6.2016, 06:00 Uhr
So wie hier im Marmeladenglas (oben) schlängeln sich die Raupen durch Eibach.

So wie hier im Marmeladenglas (oben) schlängeln sich die Raupen durch Eibach. © Michael Matejka

Elisabeth Riedl ist verzweifelt. Schon seit jeher verbringt sie täglich viel Zeit damit, ihren Garten in Schuss zu halten. Und bis Pfingsten hatte sie auch keine Probleme. Plötzlich wurde ihr jedoch ein Strich durch die Rechnung gemacht: Sie stand in ihrem Garten und musste zusehen, wie unzählige Insekten ihre Buchsbäume in Kürze zerfraßen.

Eibach wurde von einer Ungezieferplage durch den ostasiatischen Buchsbaumzünsler heimgesucht. Die Raupen lassen sich, wie ihr Name schon sagt, ausschließlich in den Zierbäumen nieder. Und von diesen wimmelt es nicht nur in Riedls Garten - sondern in der ganzen Ortschaft.

"... und dann passiert so etwas"

"Jeder kümmert sich hier so liebevoll um sein kleines Stück Wohlfühloase und dann passiert so etwas", bedauert Riedl beim Besichtigen der zerfressenen Büsche in ihrem Garten. Denn nicht nur, dass die bis zu fünf Zentimeter großen Insekten sich in den Bäumen verpuppen. Sie fressen auch die Blätter des Gewächses ab und bringen es so zum Verwelken.

Um der Lage Herr zu werden, empfiehlt André Winkel vom Servicebetrieb Öffentlicher Raum empfiehlt ein biologisches Präparat. Verwendet werden können dabei die durch das Bakterium Bacillus Thuringiensis produzierten Toxine, welche in dem des Schädlingsbekämpfungsmittels "Xen Tari" enthalten sind.

Doch viele Buchsbäume mussten schon beseitigt werden, weil der Befall zu stark wurde. Edith Herlitz, Mitarbeiterin im Gartencenter Dehner, rät unter solchen Umständen doch zum Einsatz von Chemie. Durch ihre Kunden hat sie schon mehrfach mitbekommen, wie weitreichend der grün-gelbliche Zünsler die Buchsbäume zerstört.

Der Befall durch die Raupen ist schon lang kein Einzelfall mehr. Seine Ausbreitung erstreckt sich mittlerweile über die ganze Region. In Eibach ließ sich die Invasion durch das mühsame Aufsammeln der Raupen vorübergehend stoppen. Doch Herlitz warnt: "Eier wurden in der Zeit des Befalls bestimmt schon in die Büsche gelegt, auf einen weiteren Brutzyklus muss man sich auf jeden Fall einstellen."

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