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Ringer Fabian Schmitt holt Bronze bei den Zagreb Open

28-Jähriger gewinnt zwei von vier Kämpfen, Deniz Menekse scheitert früh - 19.01.2021 11:03 Uhr

International erfolgreich: Fabian Schmitt holte in Kroatien Bronze.

18.01.2021 © via www.imago-images.de, NN


Vom Frankfurter Flughafen ging es nach dem obligatorischen Corona-Test direkt an den Olympiastützpunkt nach Heidelberg – und dort erst einmal in Quarantäne. Als sich der 28-jährige Ringer am Montagnachmittag meldet, sitzt er in seinem Zimmer, das er erst wieder verlassen darf, wenn der PCR-Test negativ ausfällt.

Die Isolierung begreift Schmitt aber als willkommene Auszeit nach vier Kämpfen in zwei Tagen. Noch am Sonntag stand er in Zagreb auf der Matte, der Montag wäre ohnehin ein freier Tag gewesen. "Der Körper ist müde", sagt Schmitt, "deshalb bin ich froh, dass ich jetzt ein bisschen relaxen kann, auch nach dem Gewichtmachen für das Turnier."

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Als die deutsche Reisegruppe in Heidelberg ankam, stand das Essen schon bereit, das alle Sportler in ihren Zimmern zu sich nehmen mussten. Den Rest des Tages verbrachte Schmitt tatsächlich damit, einfach mal nichts zu tun. Im Laufe des Dienstags erwartet er das Ergebnis des Tests, bis zum Ende der Woche bleibt er noch am Stützpunkt, um mit den Kollegen der Nationalmannschaft zu trainieren. Als Profis dürfen die Athleten auch dieser Tage weiter ihrem Job nachgehen.


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Vor ein paar Wochen musste Fabian Schmitt erfahren, dass es aber selbst im kleinen, exklusiven Kreis der Nationalmannschaft "ganz schnell gehen" kann. Im Dezember war sein Traininingspartner während eines Lehrgangs in völliger Abgeschiedenheit "auf dem Herzogenhorn in 1400 Metern" positiv getestet worden, als Kontaktperson musste Schmitt sofort in Quarantäne – und verpasste deshalb die inoffizielle Weltmeisterschaft in Serbien. Es war ein kleiner Rückschlag, umso größer war die Vorfreude auf die "Zagreb Open" am vergangenen Wochenende, die unter strengen Sicherheitsvorkehrungen stattfanden. "Ich habe mich gut gefühlt und wollte zeigen, was ich kann", so Schmitt, der "ganz vorne mitringen" wollte.

Vier Kämpfe, zwei Siege

Kurz vor dem Turnier wurden in seiner Gewichtsklasse bis 55 Kilogramm im griechisch-römischen Stil noch zwei Usbeken gemeldet, die bei den Asienmeisterschaften auf dem Treppchen gestanden hatten. Schwere Gegner also, gegen die der 28-Jährige dann auf der Matte auch keine Chance hatte. "Im ersten Kampf habe ich taktisch nicht so klug gerungen", erinnert er sich, beim zweiten Kampf haderte er mit dem Ringrichter.

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Die beiden anderen Duelle gegen einen Italiener und einen Moldawier gewann Schmitt aber und durfte sich deshalb über die Bronzemedaille freuen. Für seinen ehemaligen Mannschaftskollegen bei den Johannis Grizzlys, Deniz Menekse, hingegen lief das Turnier nicht so gut. Nach einer Niederlage im Viertelfinale gegen den Olympiadritten aus Norwegen war sein internationaler Ausflug schon wieder vorbei. Schmitt freute sich trotzdem, dass sein guter Kumpel mal wieder dabei war. "Wir kennen uns ewig und wissen, was der andere vor dem Kampf braucht", sagt er. Die Quarantäne dürfen sie ebenfalls zusammen verbringen.


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Wie es danach weitergeht, ist noch offen. Die für Februar geplante Europameisterschaft in Polen wurde vorerst auf April verschoben, bis dahin wird Fabian Schmitt abwarten und sich weiter so gut es geht fithalten. "Den Trainern hat mein Auftritt gefallen", sagt er, "für mich war das Turnier jetzt wichtig, um zu sehen, wie meine Form ist."

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