Montag, 18.11.2019

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Schleichweg zur Rollnerstraße bleibt erhalten

Stadt sieht keine Rechtsgrundlage für Sperrung der Wilderstraße — Beruhigung durch neue Erschließung - 31.12.2012 07:59 Uhr

Eine Sperre hätten die Anwohner gern in der Wilderstraße an der Rollnerstraße. Die Stadt hält zwar eine Gewichtsbegrenzung auf 7,5 Tonnen für machbar, um Lkw auszubremsen, aber kein Verbot für alle Fahrzeuge. © Gerullis


Der Baustellenverkehr zum Nordbahnhof-Gelände hat seit Monaten für heftige Proteste seitens der Anwohner in der Wilderstraße geführt. Wie berichtet, verstopften regelmäßig Schwerlaster die schmale Tempo-30-Zone. Nach Protestbriefen beschloss die Stadt ein Durchfahrtverbot der Wilderstraße für Fahrzeuge über 7,5 Tonnen Gewicht. Obwohl immer wieder Lkw-Fahrer dagegen verstoßen haben, sieht die Kommune die Polizei gefordert, die gezielt kontrollieren und Verstöße ahnden müsse.

Auf Antrag der CSU-Fraktion wurde im Verkehrsausschuss noch einmal ein umfassender Bericht vorgelegt. Baureferent Wolfgang Baumann verteidigte die gefundene Lösung. Eine weitere Gewichtsreduzierung wäre seiner Ansicht nach „unverhältnismäßig“ und rechtlich nicht durchsetzbar. Eine geforderte Einbahnregelung hält er für problematisch, weil sie wenig Entlastung brächte, dafür aber zum schnelleren Fahren verleiten würde, was mit Blick auf das Altenheim und den Kindergarten in der Wilderstraße nicht zu verantworten sei.

Baumann verspricht den Anwohnern, dass die Kommune den Verkehr weiter beobachten werde. Durch das im gültigen Bebauungsplan verankerte Verkehrskonzept erwartet er eine dauerhafte Beruhigung der Wilderstraße. Denn das nördliche Gebiet des Nordbahnhofs wird künftig über den Nordring von der durchgebauten nördlichen Kreulstraße erschlossen. Sie wird kurz vor der Wilderstraße unterbrochen, so dass Lkw wie Pkw nicht zur Grolandstraße fahren können.

Für SPD-Stadtrat Jürgen Fischer ist die Gewichtsreduzierung auf unter 7,5 Tonnen „der wichtigste Punkt“ gewesen. Sein CSU-Kollege Marcus König hält eine dauerhafte Beruhigung für wichtig, um die Kinder in der Wilderstraße zu schützen. Nötig seien dafür auch regelmäßige Tempo-Kontrollen.
 

j.s. E-Mail

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