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Söder und Brehm wollen Volksbad wiederbeleben

Kosten für die Stadt Nürnberg: rund 10 Millionen Euro - 12.03.2014 15:32 Uhr

Insgesamt rechnet OB-Kandidat Brehm mit Kosten in Höhe von rund 30 Millionen, um das Volksbad wieder in alter Pracht glänzen zu lassen. © Eduard Weigert


Vier Tage vor der Kommunalwahl hat der Nürnberger CSU-Oberbürgermeisterkandidat Sebastian Brehm ein Konzept zur Wiederbelebung des Jugendstil-Volksbades vorgelegt. Das seit 20 Jahren geschlossene Hallenbad könne bis zum Jahr 2017 wiedereröffnet werden, sagte Brehm am Mittwoch in Nürnberg.

Die Kosten für die Sanierung und Erweiterung bezifferte er auf rund 30 Millionen Euro. Davon will der Freistaat bis zu 10 Millionen Euro übernehmen, wie Finanzminister Markus Söder (CSU) sagte. Ein weiteres Drittel müsse die Stadt zahlen und der Rest könne über eine Bürgerstiftung finanziert werden. „Ein kostendeckender Betrieb des Volksbades ist möglich“, sagte Brehm.

Das Volksbad mit seinen drei Becken soll demnach in städtischer Regie betrieben werden und sowohl als Schul- und Vereinsbad genutzt werden als auch als Heil- und Gesundheitsbad und als Familienbad. Wichtig sei, den profitablen Sauna- und Wellnessbetrieb nicht in private Hand zu geben, weil damit das Schulschwimmen finanziert werden könne, sagte Brehm.

Er rechnet mit 1,8 bis 2 Millionen Euro Betriebskosten im Jahr und mit mindestens 100.000 Besuchern. Der Eintrittsgeld soll gleich viel wie in den anderen Nürnberger Bädern kosten – das sind für einen Erwachsenen 4,20 Euro.

„Das Volksbad ist eine klaffende Wunde im Stadtbild“, sagte Söder. „Es ist eine Sünde, dass man so ein Jugendstilelement nicht nutzt. Ich möchte mithelfen, dass das Volksbad gerettet wird.“ Der Freistaat könne Geld aus dem kommunalen Finanzausgleich, der Denkmalpflege und der Landesstiftung bereitstellen. „Ich zapfe jeden Topf an, den es gibt“, sagte der Finanzminister. Das Volksbad sei ein Identifikationsmerkmal für Nürnberg und die Stadt brauche im westlichen Teil dringend ein Schwimmbad.

Söder sagte die 10 Millionen Euro auch für den Fall zu, dass die SPD am Sonntag den Oberbürgermeisterposten in Nürnberg verteidigen kann. Voraussetzung dafür sei jedoch, dass die Stadt die laufenden Kosten für das Bad übernehme und sich OB Ulrich Maly klar zum Volksbad bekenne.

Am Donnerstag will Söder auch über die Sanierung und Neukonzeption der Würzburger Festung Marienberg informieren.

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dpa

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