Dreharbeiten in Nürnberg

Spielzeugschätze aus Franken vor der Kamera

10.10.2021, 10:44 Uhr
Einem Nürnberger Sammler gehört dieses schnieke Aufzieh-Auto aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Von den
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Kleines Auto ganz groß

Einem Nürnberger Sammler gehört dieses schnieke Aufzieh-Auto aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg. Von den "Kunst + Krempel"-Experten Mathias Ernst (Mitte) und Anke Wendl konnte er erfahren, dass es die Nürnberger Firma Carette fertigte. Der Sammler ist ein alter Bekannter in der Sendung, er steuerte schon kostbare Vasen bei und war diesmal auch mit Gemälden vertreten. © Roland Fengler

Spielzeug-Experte Mathias Ernst nimmt die alte Limousine unter die Lupe. Die Sendung muss auf ihre früher üblichen Vorab-Einschätzungen wegen der Corona-Pandemie verzichten und kann sich bei der Auswahl nur auf schriftliche Bewerbungen mit Fotos stützen. Vor der Aufzeichnung können die Experten den Gegenstand nur wenige Minuten sehen. Signaturen, Datierungen, Beschädigungen oder Details:
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Genau hinsehen!

Spielzeug-Experte Mathias Ernst nimmt die alte Limousine unter die Lupe. Die Sendung muss auf ihre früher üblichen Vorab-Einschätzungen wegen der Corona-Pandemie verzichten und kann sich bei der Auswahl nur auf schriftliche Bewerbungen mit Fotos stützen. Vor der Aufzeichnung können die Experten den Gegenstand nur wenige Minuten sehen. Signaturen, Datierungen, Beschädigungen oder Details: "Vieles entdeckt man erst spontan, wenn man das Objekt in Händen hält", so Ernst. © Roland Fengler

Veronika Bauer (r.) und ihre Tochter haben etwas über ihren Teddybären Max erfahren: Er stammt wohl von einem Nürnberger Hersteller, der auf Nürnbergs erster Spielwarenmesse im Jahr 1950 ausstellte. Bauers Mutter, die bei einer Spielwarenfirma arbeitete, bekam ihn wie alle Mitarbeiter von ihrem begeisterten Chef geschenkt.
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Erinnerung an die erste Spielwarenmesse

Veronika Bauer (r.) und ihre Tochter haben etwas über ihren Teddybären Max erfahren: Er stammt wohl von einem Nürnberger Hersteller, der auf Nürnbergs erster Spielwarenmesse im Jahr 1950 ausstellte. Bauers Mutter, die bei einer Spielwarenfirma arbeitete, bekam ihn wie alle Mitarbeiter von ihrem begeisterten Chef geschenkt. "Jetzt darf er wieder zurück in den Puppenwagen zu den anderen Bären." © Roland Fengler

Volles Haus in der unteren Etage des Museums Industriekultur an der Äußeren Sulzbacher Straße: Mehr als 30 Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks zeichneten drei Tage lang auf.
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Kameras, Mikrofone, Scheinwerfer und Regiewagen

Volles Haus in der unteren Etage des Museums Industriekultur an der Äußeren Sulzbacher Straße: Mehr als 30 Mitarbeiter des Bayerischen Rundfunks zeichneten drei Tage lang auf. © Roland Fengler

In Einkaufstaschen, Aktenkoffern oder umgebauten Rasenmäher-Verpackungen brachten die Kandidaten ihre Schätze zu den Dreharbeiten ins Museum.
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Stars im Einkaufskorb

In Einkaufstaschen, Aktenkoffern oder umgebauten Rasenmäher-Verpackungen brachten die Kandidaten ihre Schätze zu den Dreharbeiten ins Museum. © Roland Fengler

Es dauerte lange, bis diesem Gnom eine Fernsehkarriere beschert war: Das Männchen aus der traditionsreichen Nürnberger Spielzeugfirma Schuco vom Anfang des 20. Jahrhunderts reiste zusammen mit einem wertvollen Teddybären an - die beiden bekamen sogar Einzelbegutachtungen.
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Zwerg erobert die Bildschirme

Es dauerte lange, bis diesem Gnom eine Fernsehkarriere beschert war: Das Männchen aus der traditionsreichen Nürnberger Spielzeugfirma Schuco vom Anfang des 20. Jahrhunderts reiste zusammen mit einem wertvollen Teddybären an - die beiden bekamen sogar Einzelbegutachtungen. © Roland Fengler

Ein Höhepunkt für die Spielzeug-Gutachter Mathias Ernst und Anke Wendl war diese Großvater-Puppe
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Großvater im schwarzen Anzug

Ein Höhepunkt für die Spielzeug-Gutachter Mathias Ernst und Anke Wendl war diese Großvater-Puppe "Foxy Grandpa". Ihnen war bis dato unbekannt, dass Steiff diese vor dem Ersten Weltkrieg nach einem US-amerikanischen Comic produzierte Figur auch mit schwarzer Bekleidung herstellte und nicht nur in Blau-Rot-Weiß. "Eine ganz wundervolle Figur, die man heute selten sieht. Hüten Sie diesen Schatz!", gaben sie den Besitzern aus Heidenheim mit auf den Weg und: "Geben Sie etwas Lavendel oder Zedernholz mit in die Vitrine, das schützt vor Motten." © Isabel Lauer

Der Klassiker bei
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Puppenküche für alle Eventualitäten

Der Klassiker bei "Kunst + Krempel" ist die unausgepackte Kiste auf dem Dachboden: Bei diesen Nürnbergern enthielt sie eine extrem gut erhaltene und gut ausgestattete rund 100 Jahre alte Puppenküche aus der Fabrikation von Bing. © Isabel Lauer

Jürgen und Elke Wöltjen aus Erlangen waren mit Teddybär
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Geliebter Teddy

Jürgen und Elke Wöltjen aus Erlangen waren mit Teddybär "Teddy" angereist. "Ich war es ihm schuldig, ihn ins Rampenlicht zu setzen", sagt Wöltjen, der den Bär von seiner Mutter übernahm und dem er in seiner Nachkriegskindheit in Bremen ein treuer Begleiter war. Die Experten konnten ihm nun endlich enthüllen, dass der Gefährte in Nürnberg entstanden war, eindeutig ein Fabrikat von Bing. "Er ist ein wunderbares Exemplar der 1920er Jahre und hat wirklich Charakter", sagten Anke Wendl und Mathias Ernst. "Bei Bären machen Spuren des Abgeliebtseins nichts." © Isabel Lauer

Marcus Neuner aus Lauf war begeistert von seiner Teilnahme: Er erfuhr, dass seine drei bunt bemalten Hampelmann-Musikanten von einer Oberammergauer Künstlerin namens Gesa Dedler aus den 1980er Jahren stammen könnten.
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Musikanten aus Oberbayern

Marcus Neuner aus Lauf war begeistert von seiner Teilnahme: Er erfuhr, dass seine drei bunt bemalten Hampelmann-Musikanten von einer Oberammergauer Künstlerin namens Gesa Dedler aus den 1980er Jahren stammen könnten. "Mir gefallen sie immer noch so gut. Ich sammle schon seit meiner Jugend Kunsthandwerk", sagt Neuner. "Heute gibt es so viele Dinge aus Massenproduktion, die keinen Bestand und Charme haben." © Isabel Lauer

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Eine ganz besondere Marotte

"Marotten haben" ist eine stehende Wendung im Deutschen. Eine Marotte ist allerdings auch eine Puppe, die, an einem Stab gedreht, als Spieluhr dient. Dieses Paar aus dem Erlanger Raum sammelt mechanische Musikinstrumente und konnte nur bei der Begutachtung endlich klären, was es mit dieser ungewöhnlich großen Marotte auf sich hat. Urteil der Experten: Der Kopf aus Biskuitporzellan stammt von 1912, aber der Rest ist vermutlich aus nicht originalen Teilen zusammengesetzt worden. "Jetzt sind wir schlauer, und für uns bleibt es trotzdem ein einmaliges Stück." Die in Nürnberg aufgezeichneten Folgen sind ab 6. November 2021, 19.30 Uhr, in loser Folge in den kommenden Monaten im Bayerischen Fernsehen zu sehen. © Isabel Lauer