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Stadtansichten: Stände am Hauptmarkt rasch wieder aufgebaut

Die Umgebung lag noch in Schutt und Asche - 31.03.2020 13:59 Uhr

Hauptmarkt

Auf dem Hauptmarkt hatten die Gemüsehändler ihre Stände bald wieder aufgebaut, während die Frauenkirche und die benachbarten Gebäude noch weitgehend Ruinen waren.

© Foto: Michael Matejka

© Foto: Michael Matejka

1945

2020

Am Hauptmarkt hatten die Gemüsehändler in den Trümmerjahren nach dem Zweiten Weltkrieg schon wieder ihre Stände aufgebaut. Währenddessen lagen die Frauenkirche und die benachbarten Gebäude noch weitgehend Ruinen waren oder in Schutt und Asche. Auf dem ersten Bild fehlen die Marktstände, weil am Hauptmarkt noch der Abbau der Christkindlesmarkt-Buden lief.

Im Umfeld fügen sich die Nachkriegsbuden mit ihren steilen Satteldächern weitgehend in das gewöhnte Altstadtbild. Und die Frauenkirche zieren längst wieder auch Uhr und das Männleinlaufen.

Hausmadonna

Auf beiden Bildern ist am Eckhaus Füll 15 die Hausmadonna des Bildhauers Veit Stoß (1447–1533) zu sehen. Sie überstand die Treffer durch die Fliegerbomben.

© Foto: Stadtarchiv Nürnberg

© Foto: Stadtarchiv Nürnberg

1946/1947

2020

Am Eckhaus Füll 15 ist die Hausmadonna des Bildhauers Veit Stoß (1447–1533) zu sehen. Das linke Bild entstand etwa um 1946/1947, als an dieser Stelle in der Sebalder Altstadt der Schutt zum Teil schon weggeräumt war und erstes Grün aus der Erde spitzte.

Die Treppe ist im Laufe der Jahre wieder deutlich verbreitert worden, während viele Sandsteinfassaden aufpoliert wurden. Und auch wenn man nicht alle Originalgebäude retten konnte: Das mittelalterliche Flair des Burgviertels ist bis heute erhalten geblieben.

Tucherschloss

Das Tucherschloss wurde im Zweiten Weltkrieg massiv zerstört. Außer der westlichen Hoffassade, der Fassade zur Straße und dem Erdgeschossgewölbe ist nichts übrig geblieben. Heute ist es ein Museum.

© Foto: Stadtarchiv Nürnberg, A39 III F H 59

© Foto: Stadtarchiv Nürnberg, A39 III F H 59

1946

2020

Das linke Foto zeigt den Komplex nach dem Zweiten Weltkrieg, wo 1946 mit den US-Streitkräften der "Americana Club" in den zum Teil zerstörten Komplex eingezogen war. Von 1973 bis 1997 residierte dort mit dem Komm ein selbstverwaltetes Kommunikationszentrum, das durch die spektakuläre "Massenverhaftung" vom 5. März 1981 überregional bekanntwurde. Bis 2002 entstand im Zuge des ersten Sanierungsabschnitts auf der Südkante mit einem modernen, gläsernen Kopfbau ein neuer Eingangsbereich.

Das Künstlerhaus - damals und heute

1946 war das Künstlerhaus in der Königstraße 93 ein amerikanischer Club. Heute hat es wieder zu seiner alten Funktion als Veranstaltungsort für Kunst- und Kulturliebhaber zurückgefunden.

© Eeva Anundi

© Gertrud Gerardi

1946

2020

 Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag das Burgviertel weitgehend in Trümmern. Neben vielen Wohn- und Geschäftshäusern war auch die Sebalduskirche schwer zerstört. Die Szenerie hat sich seit dem Wiederaufbau komplett gewandelt: Der Blick vom Ölberg unterhalb der Burg auf die Altstadt ist wieder eine Augenweide – man sieht die Landschaft aus steilen Satteldächern, die Kirchtürme und rechts am Horizont auch den Fernsehturm. Und ein paar Stufen nach unten lockt gleich die Gaststätte "Zum Waffenschmied".

Altstadt

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs lag das Burgviertel weitgehend in Trümmern. Neben vielen Wohn- und Geschäftshäusern war auch die Sebalduskirche schwer zerstört. Die Szenerie hat sich seit dem Wiederaufbau komplett gewandelt.

© Foto: Lala Aufsberg/Stadtarchiv

© Foto: Lala Aufsberg/Stadtarchiv

1945

2020

Was auch mit den geparkten Autos zu tun hat: Während Anfang der 60er Jahren noch der VW-Käfer dominierte (Bild links), parkt heute ein Audi am Straßenrand. Eine große Veränderung in der Marienstraße erfolgte im Herbst 1949 mit der Ansiedlung des Verlags Nürnberger Presse im früheren Gauleiterhaus auf der rechten Straßenseite. Direkt nebenan entstanden ab 1976 die neuen Redaktionsgebäude von NN und NZ. Und gegenüber wurde 1993 der Marienplatz in Willy-Brandt-Platz umbenannt.

Marienstraße

Die Marienstraße hat ihr Gesicht bis heute an vielen Stellen geändert. Eine große Veränderung in der Marienstraße erfolgte im Herbst 1949 mit der Ansiedlung des Verlags Nürnberger Presse im früheren Gauleiterhaus.

© Foto: Gertrud Gerardi

© Foto: Gertrud Gerardi

1950

2020

Ende 1964 wurde die Eichendorffstraße neu ausgebaut; die Bahnüberführung in Erlenstegen behinderte den Autoverkehr. Der Zebrastreifen ist inzwischen einer Ampel gewichen.

Eichendorffstraße

Ende 1964 wurde die Eichendorffstraße neu ausgebaut; die Bahnüberführung in Erlenstegen behinderte den Autoverkehr. Der Zebrastreifen ist inzwischen einer Ampel gewichen.

© Michael Matejka

© Foto: NN-Archiv

1964

2020

 Seinen Namen hat der Laufer Schlagturm der Schlaguhr zu verdanken, die in seinem inneren schlägt. Er ist einer der wenigen erhaltenen Türme in Nürnberg. Und so beherrschte er um 1870 den Blick auf die Äußere Laufer Gasse, ebenso wie heute. Vielen Nürnbergern ist die Gasse von einem Besuch des Einwohnermeldeamtes bekannt. Dabei hat sie auch sonst einiges zu bieten: Cafés, Imbisse, Bäcker, Fotostudios und ein Schuhgeschäft.

Laufer Schlagturm

Seinen Namen hat der prägende Laufer Schlagturm der Schlaguhr zu verdanken, die in seinem inneren schlägt. Er ist einer der wenigen erhaltenen Türme in Nürnberg. Und so beherrschte er um 1870 den Blick auf die Äußere Laufer Gasse.

© Michael Matejka

© Ferdinand Schmidt/ Stadtarchiv Nürnberg

1870

2020

Im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs wurde das historische Pellerhaus, von 1602 bis 1605 errichtet, weitgehend zerstört. Der Blick in den Pellerhof war 1945 ein sehr trauriger (Bild links). Ungeachtet der vielgelobten 50er-Jahre-Architektur des neuen Pellerhauses ist der Pellerhof seit 2006 auf Initiative der Altstadtfreunde rekonstruiert worden (Bild rechts). Das sorgt für besondere Einblicke.

Das Pellerhaus - damals und heute

Der Pellerhof wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Seit 2006 ist der Hof auf Initiative der Altstadtfreunde rekonstruiert worden.

© Michael Matejka

© NN Archiv

1945

2006

Auch die Ecke Luitpold-/Könistraße hat sich stark verändert: Das Café Corso befand sich einst im Erdgeschoss des Jugendstilgebäudes in der Königstraße 70, das im Zweiten Weltkrieg durch Bomben stark beschädigt wurde (Bild li.).

Wie die umliegenden Häuser, wurde es nach 1945 renoviert – und bis heute ist im Eckgebäude eine Gastronomie ansässig. Nach langen Jahren mit einer Beck-Filiale residiert dort seit Oktober 2017 Starkoch Alexander Herrmann mit den Lokalen "Fränk'ness" und "Imperial".

"Fränk'ness" statt Café Corso

Das Café Corso befand sich einst im Erdgeschoss des Jugendstilgebäudes in der Königstraße 70 (Bild li.). Seit Oktober 2017 residiert dort Starkoch Alexander Herrmann mit den Lokalen "Fränk’ness" und "Imperial" (Bild re.).

© Michael Matejka

© privat/NN-Archiv

1945

2020

Bilderstrecke zum Thema

Damals und heute: So sehr hat sich Nürnberg verändert

Bomben, Industrieaufschwung und eine glorreiche Vergangenheit: Kaum eine Stadt in Deutschland hat eine so bewegte Geschichte wie Nürnberg. Eine Geschichte, die das Erscheinungsbild der Stadt stetig verändert hat. Wir versuchen, sie sichtbar zu machen.


© Michael Matejka

© Stadtarchiv

1945

2020

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