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Freitag, 23.08.2019

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Star Trek: Kenner beherrschen den "Vulkanischen Gruß"

Nürnberg-Fürther-Fan-Club trifft sich zum "Trek Dinner" in Eibach - 16.01.2019 10:51 Uhr

Großes Hallo: „Star Trek“-Fans aus Nürnberg, Fürth, Erlangen und Umgebung beim „Trek Dinner“ in der Gaststätte „El Muro“ in Eibach. Gezeigt wird mit den Fingern der berühmte „Vulkanische Gruß“ © Peter Romir


Nein, kostümiert sind die fast 30 Mitglieder des "Trek Dinners", die sich an diesem Abend im Eibacher Taco-Restaurant El Muro treffen, nicht. Auch wenn die meisten eine Sternenflotten-Uniform zu Hause im Schrank hängen haben. "Meine habe ich mir damals für 300 Mark schneidern lassen – denn Bestellungen über das Internet gab es noch nicht", erinnert sich Heidi. "Ich bin in Leipzig aufgewachsen und da konnten wir kein West-Fernsehen empfangen. Aber ein paar Kilometer weiter bei meiner Freundin ging es! Da bin ich dann immer hingeradelt, um Kirk und Co. zu sehen", erzählt sie weiter.

Seit 1966 liefen die Abenteuer von Raumschiff Enterprise im US-Fernsehen. Die „Star Trek“-Crew um Captain Kirk (re.), Mr. Spock (li.), Offizier Uhura (hinten li.) und Schiffsarzt Dr. McCoy (hinten re.) genießt bis heute Kultstatus. © F.: Sat 1/PR


Heidi ist seit Anfang der 90er Jahre beim Stammtisch dabei. Damals ist sie nach Nürnberg gezogen und kannte niemanden. Über eine Annonce in einer Fan-Zeitschrift erfuhr sie von dem Dinner. "Ich dachte mir, das ist eine gute Art, Menschen mit gleichen Interessen zu treffen", erzählt Heidi. Es funktionierte — und sie fand hier sogar ihren zukünftigen Ehemann.

Unterschied zu Star Wars

Die Gruppe trifft sich einmal im Monat an wechselnden Orten. Die Teilnehmer sind ganz unterschiedlichen Alters und haben – abgesehen von "Star Trek" – sehr unterschiedliche Interessen und Berufe. Melanie etwa arbeitet in der IT: "Ich hatte immer gedacht da hocken nur Nerds – doch ich wurde leider enttäuscht", lacht sie. "Viele meiner Kollegen können ,Star Trek’ nicht mal von ,Star Wars’ unterscheiden. Und wenn ich vom Live-Rollenspiel erzähle, schauen sie mich an, als sei ich verrückt geworden."

Das ist bei Hannes anders, er arbeitet beim Fraunhofer-Institut in der Forschung: "Da gehört es fast zum guten Ton, Science-Fiction zu mögen." Er selbst ist eigentlich "Star Wars"-Fan und heute zum ersten Mal beim "Trek Dinner" dabei: "Ich mag die optimistische Philosophie von ,Star Trek’. Als ich ein Kind war, sind die Menschen zum Mond geflogen und Kennedy war Präsident. Ich dachte: Alles ist möglich – wir können sogar die Sterne erreichen. Dieses Gefühl vermittelt ,Star Trek’. Heute dagegen wird immer nur die Gegenwart verwaltet. In der Politik fehlen die Visionen. Und wenn es einer versucht, wie Macron, dann wird er ausgebremst."

Aktuell sind natürlich alle gespannt auf die zweite Staffel der Serie "Discovery", die am 18. Januar auf Netflix startet, obwohl diese Reihe mit ihrer eher düsteren Grundstimmung und der Betonung auf Action bisher sehr ungewöhnliche Wege ging: "Die ersten drei Folgen waren für mich als Klassik-Fan schon harte Kost", sagt Heidi. "Aber inzwischen habe ich mich daran gewöhnt. Es ist gut, dass es wieder eine aktuelle Serie gibt, die auch junge Leute zu ,Star Trek bringt."

Stoff fürs nächste Treffen am 2. Februar

Natürlich geben die neuen Folgen wieder Gesprächsstoff für das nächste "Trek Dinner", das am 2. Februar stattfindet. Da trifft sich die Nürnberg-Fürther-Gruppe mit den Kollegen des Bamberger "Trek Dinners". Und der legendäre "Vulkanische Gruß" — mit abgespreiztem V zwischen Mittel- und Ringfinger — gehört natürlich auch dazu.

Kontakt: "Trek Dinner" Nürnberg Fürth, Infos unter www.tdnf.naa.net, E-Mail: info@trekdinner-nuernberg.de; die zweite Staffel von "Star Trek: Discovery" startet am 18. Januar auf Netflix. 

PETER ROMIR E-Mail

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