Sonntag, 15.12.2019

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Sternekoch Herrmann eröffnet Restaurant in Nürnberg

Sowohl Erdgeschoss als auch den ersten Stock des Gebäudes gepachtet - 16.06.2016 06:00 Uhr

"Nürnberg ist meine Stadt", sagt Alexander Herrmann. © Foto: Matejka


Der aus dem Fernsehen ("The Taste") und durch den nach ihm benannten "Palazzo" bekannte Koch Alexander Herrmann hat den Vertrag unterschrieben - in der Königstraße 70 plant er ein eigenes Lokal. Mitten in der Nürnberger Innenstadt. Wobei es noch mindestens bis Ostern 2017 dauern wird, bis sein neues Restaurant eröffnet. Genau genommen sind es zwei Lokalitäten, die Herrmann in dem im Jahre 1900 von Architekt Emil Hecht erbauten Sandsteinhaus unterbringen will.

Alte Substanz bewahren

Dem Eigentümer des Gebäudes, Siegfried Valentin aus Roth, war es wichtig, "dass hier keine Systemgastronomie oder Kette" einzieht. Sehr zufrieden ist er mit seinem neuen Pächter. Man habe dieselbe Vision.

Alexander Herrmann hat sowohl das Erdgeschoss als auch den ersten Stock gepachtet: "Oben soll ein urbanes Bistro entstehen, das nicht elitär sein will, sondern weltoffen und modern", erklärt er. Und, nein, einen weiteren Stern strebe er nicht an. Der Gast solle sich jedoch wie in einem Sterne-Lokal wohlfühlen. Die Küche? Soll fränkisch inspiriert sein sowie frisch, jung und international. Das Erdgeschoss wird dagegen eine Art offene Markthalle werden.

Bilderstrecke zum Thema

Einst Café-Haus, bald Herrmann-Restaurant: Das Haus an der Königstraße 70

Einst mit markantem Giebel, später vom Krieg gezeichnet: Das Haus in der Königstraße 70 beherbergte über 100 Jahre lang ein Café im Parterre. Eine Zeitreise durch die unterschiedlichen Stationen eines Nürnberger Baudenkmals.


Als Letztes war der "Beck" hier beheimatet, 2017 zieht Alexander Herrmann in die Königstraße 70. © privat


Die Königstraße war bereits Anfang des 20. Jahrhundert eine echte Gastronomiemeile mit vielen Hotels und Gaststätten. Dass die einstige Prachtstraße bis heute nicht zu den schönsten Ecken Nürnbergs gehört, stört Alexander Herrmann keineswegs: "Ich glaube an dieses Viertel! In den letzten Jahren ist doch schon einiges passiert. Außerdem will ich die nächsten 15 bis 20 Jahre hierbleiben. Dieses Eck hat es verdient, dass man investiert."

Für den Oberfranken war schon länger klar, dass er ein Restaurant in Nürnberg eröffnen will. Kurz stand der frühere "Deutsche Hof" am Frauentorgraben zur Debatte, aber das Projekt platzte. "Hamburg oder Berlin haben sicher nicht auf mich gewartet", sagt Herrmann. Der große Erfolg des "Palazzo" sei mit ausschlaggebend gewesen. "Ich fühle mich hier sehr willkommen. Die Nürnberger haben mich quasi in die Arme genommen."

Katja Jäkel

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