25°

Montag, 14.06.2021

|

zum Thema

Stiftung pflanzt 20 neue Bäume in Nürnberg

Auch der Stifterhain an der Wöhrder Wiese ist seit der Einweihung gewachsen - 11.05.2021 18:47 Uhr

Der Stifterhain liegt idyllisch in der Norikusbucht am Wöhrder See und bietet noch Platz für 33 Bäume, die durch Zustiftungen gepflanzt werden. 17 sind bereits vergeben.

28.04.2021 © Michael Matejka, NNZ


Mehr "Bäume für Nürnberg" hat sich die gleichnamige Stiftung mit ihrer Gründung im Oktober 2013 zum Ziel gesetzt. "Denn eine Stiftung, die sich mit dem Thema Umwelt beschäftigt, hat in Nürnberg noch gefehlt", erläutert Mathias Schmidt als Vorsitzender den Grund für das Engagement. "Da Nürnberg als besonders dichtbesiedelte Stadt Aufholbedarf in Sachen Grün hat, wollen wir im Rahmen einer Stiftung dazu beitragen, dass sich das ändert." Neben der Pflanzung und Pflege von Straßenbäumen gehören auch umweltpädagogische Maßnahmen zum Programm. Die Verwaltung obliegt der Stadt Nürnberg, mit der sehr eng zusammengearbeitet werde, wie Schmidt erläutert.


Mehr Bäume für die Stadt? In Nürnberg fehlt es an Grün


"Werden Sie zum Schattenspender": Vorsitzender Mathias Schmidt und Stiftungsleiterin Kerstin Stübs machen mit einem Plakat auf die "Bäume für Nürnberg"-Stiftung aufmerksam.

28.04.2021 © Tabea Mühlhaus


Lebkuchenbaum oder Balsam-Pappel?

So hat diese der Stiftung vor rund drei Jahren einen Bereich am Südufer des Wöhrder Sees zur Verfügung gestellt – den sogenannten Stifterhain. Dort ist Platz für 50 Bäume, gewidmet denjenigen Privatpersonen oder Unternehmen, die sich für eine Spende höher als 10.000 Euro beziehungsweise höher als 25.000 Euro entscheiden. Die Namen der Zustifterinnen und Zustifter werden auf einer Stahlstele verewigt.

Zur Einweihung des Hains im Mai 2018 waren bereits sechs Baumplätze vergeben, seitdem sind elf weitere hinzugekommen – vor allem von Privatpersonen. "Bei Vollendung des Hains werden dort zehn verschiedene Baumarten stehen", wie Mathias Schmidt ankündigt, "und zwar solche, die typisch sind für sehr wasserreiche Gebiete der Nordhalbkugel, sogenannte Auenwälder." Die Stifter können unter anderem zwischen dem Lebkuchenbaum, der Sumpf-Eiche, der Balsam-Pappel oder der kaukasischen Flügelnuss auswählen, die für bestimmte Standorte im Hain an der Norikusbucht vorgesehen sind.

Bilderstrecke zum Thema

Gefährlich für Wälder und Wiesen: Die größten Schädlinge der Region

Es fleucht und krabbelt im Frankenland. Doch Vorsicht: So wichtig Hummeln, Bienen und Waldameisen sind, so schädlich und gefährlich können ihre Artgenossen werden. Wenn die Sonne strahlt und der Regen ausbleibt, wird das Ökosystem Wald angreifbarer. Die Bedrohungen unserer Wälder und Wiesen im Überblick.


Auch die kleinen Beträge zählen

Das Hauptaugenmerk der Stiftung aber liegt auf der Pflanzung von Straßenbäumen in den besonders naturarmen Gebieten der Stadt – darunter vor allem die Weststadt. Zu den Hauptsponsoren der Stiftung gehören die Datev, die Sparkasse und die Arbeitsgemeinschaft der Bürger- und Vorstadtvereine in Nürnberg (AGBV). Doch nicht nur die großen Summen sind wichtig, wie Schmidt bekräftigt: "Wir sind eine Bürgerstiftung und versuchen, die gesamte Stadtgesellschaft anzusprechen. Wir freuen uns über einen Euro Spende genauso wie über 10.000 Euro. Wir bitten in breiten Kreisen der Bevölkerung um Unterstützung, da es ja auch um eine Sache geht, die allen Menschen hier in Nürnberg zugutekommen soll."


Klimawandel: Stehen im Reichswald bald Mittelmeer-Bäume?


20 Neuzugänge in diesem Jahr

Hierbei wird eng mit dem städtischen Servicebetrieb Öffentlicher Raum (Sör) zusammengearbeitet: Das zeigt sich auch in einem von Sör entwickelten Zuwendungskonzept. "Aus Eins mach Drei" nennt es Schmidt und erklärt: "Wenn wir 1000 Euro geben, legt Sör noch einmal 2000 Euro darauf. In der Praxis sieht das so aus, dass wir für zwischen 800 und 1200 Euro jeweils einen Straßenbaum finanzieren können." Denn deren Pflanzung ist teuer: "Rund 4000 Euro kostet ein Exemplar, wenn es sich um eine Neupflanzung im Straßenbereich handelt und die Straße dafür besonders hergerichtet werden muss." In der Summe enthalten ist zudem die Pflege und vor allem das Wässern des Baumes – das macht einen großen Teil des Preises aus.

Die Entscheidung, wo die Bäume gepflanzt werden sollen, wird dann ebenfalls gemeinsam getroffen: "Die Zahl der Bäume, die wir finanzieren können, teilen wir ein Jahr vorher mit und Sör macht uns dann Vorschläge für mögliche Standorte in der Kern- oder Weststadt." 2021 werden 20 Neuzugänge seitens der Stiftung in der Stadt gepflanzt – das ist eine gute Quote. "Die Anzahl der Bäume, die wir pro Jahr setzen können, schwankt sehr stark, aber wir steigern uns."

Nähere Informationen zu der Stiftung "Bäume für Nürnberg" erhalten Sie unter www.baumstiftung-nuernberg.de oder unter der Telefonnummer 0911 231 5902.


Der Tag, um Mama Danke zu sagen: Verschenken Sie zum Muttertag 4 Wochen Lesegenuss für nur 19,-€ und erhalten Sie für kurze Zeit einen 10,-€ Fleurop-Gutschein gratis dazu! Zum Angebot 

Katja Kiesel Volontärin Lokalredaktion E-Mail

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg