13°

Dienstag, 20.04.2021

|

zum Thema

Stromtrasse durch Nürnberger Gebiet: Jetzt wehrt sich auch die Stadt

Thema sorgt weiter für ordentlich Diskussionen - 18.03.2021 09:47 Uhr

Es ist ein geharnischter Brief, den Nürnbergs Oberbürgermeister Marcus König gemeinsam mit seinen Amtskollegen Peter Reiß aus Schwabach, Jörg Kotzur aus Feucht, Markus Holzammer aus Schwarzenbruck und Werner Langhans aus Wendelstein an den Übertragungsnetzbetreiber TenneT schickt: Parteiübergreifend immer wieder vorgetragene Argumente und Bedenken gegen eine Nutzung der Trasse seien nicht berücksichtig worden. "Diese Vorgehensweise ist für uns nicht nachvollziehbar und nicht akzeptabel", heißt es.

Streit geht schon seit Jahren

Statt mit einer Spannung von bisher 220 Kilovolt soll Strom künftig mit 380 Kilovolt zwischen den Umspannwerken Raitersaich (Landkreis Fürth) und Altheim (Landkreis Landshut) fließen. In fünf Jahren soll es soweit sein. Über die Trassenführung und mögliche Varianten wird seit Jahren teilweise erbittert gerungen - ein Aktionsbündnis macht gegen die "P 53" mobil.

Bilderstrecke zum Thema

Geplante Stromtrasse: Anwohner protestieren gegen Juraleitung

"Komm, sonst kommt die Stromtrasse zu dir!" Unter diesem Motto hatte die Bürgerinitiative "Rettet das Schwabachtal" zu einem Aktionstag gegen die sogenannte Juraleitung eingeladen. Und trotz des regnerischen Wetters und Urlaubszeit waren mehrere hundert Menschen nach Gustenfelden im Landkreis Roth gekommen, um gegen den geplanten Ersatzneubau der Stromtrasse P53 zu protestieren.


Besonders heikel ist die Trassenführung in oder in der Nähe von dichter Wohnbebauung, aber auch von geschützten Naturflächen. Beides prägt auch den Nürnberger Süden zwischen Wolkersdorf und Wendelstein. Deshalb waren gerade hier verschiedene Varianten im Gespräch, neben der Bestandstrasse vor allem eine Linienführung in weitem Bogen südlich um Katzwang herum. Tennet favorisiert aber die Führung auf der Bestandstrasse, die eben auch durch den Nürnberger Ortsteil Katzwang führt.

Bilderstrecke zum Thema

Die schönsten Parks in Nürnberg, Fürth und Erlangen

In den Parks und Grünflächen in Nürnberg, Fürth und Erlangen kann man bei schönem Wetter am besten entspannen. In einigen Anlagen kann man teils auch grillen oder seinen Hund einmal frei laufen lassen. Wir stellen die schönsten Parks vor. Bitte beachten Sie: Aufgrund der Corona-Pandemie sind möglicherweise nicht alle Angebote in den Parks verfügbar.


"Wir Politikerinnen und Politiker haben in diversen Gesprächen mit der Bevölkerung und TenneT-Unternehmensvertreterinnen und -Vertretern deutlich gemacht, dass eine weitere Belastung der Bevölkerung im genannten Abschnitt nicht hinnehmbar ist", heißt es nun in dem Brief der Kommunalpolitiker, den auch Bundestagsabgeordneter Michael Frieser unterschrieben hat. "Wir stehen für die strikte Einhaltung eines Mindestabstands von 400 Metern zur Wohnbebauung."

Der Übertragungsnetzbetreiber plant den Bau einer 160 Kilometer langen Stromtrasse, die auch durch Mittelfranken führen soll. 

16.03.2021 © Julian Stratenschulte, NN


Auch die vorgesehene Erdverkabelung sei aus diversen naturschutzrechtlichen Gründen nicht durchführbar. Schwierig seien etwa die damit "verbundenen Eingriffe in den Boden und die damit verbundene Grundwasserabsenkung sowie die negativen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt des Rednitztals (Wässerwiesen)". Strikt abgelehnt wird auch der Zeitplan: TenneT will die Pläne im April 2021 ins Raumordnungsverfahren einbringen.


Verpassen Sie keine Nachricht mehr! In unserem täglichen Newsletter "Mittags um 12 - Zeit für die Region" erfahren Sie alles Wichtige über unsere Region. Hier kostenlos bestellen. Montags bis freitags um 12 Uhr in Ihrem Mailpostfach.

Vielen Dank! Wir freuen uns, dass Sie sich für unseren Newsletter interessieren.

Jetzt fehlt nur noch ein kleiner Schritt: Aus Sicherheitsgründen bitten wir Sie, Ihre Anmeldung zum Newsletter zu bestätigen. So gehen wir sicher, dass Sie sich selbst angemeldet haben und schließen einen Missbrauch durch Dritte aus.

In Ihrem E-Mail-Postfach finden Sie eine E-Mail (an: ) von uns mit einem Link, den Sie am besten sofort mit einem Klick bestätigen. Bitte sehen Sie in Ihrem Spam-Ordner nach, falls Sie in Ihrem Posteingang keine Bestätigungsmail finden. Sollten Sie gar nichts von uns erhalten, melden Sie sich bitte am besten kurz per E-Mail bei uns: newsletter@nordbayern.de

Offenbar wurde der Newsletter bereits für diese Mailadresse bestellt. Falls Sie keine Bestätigungsmail erhalten haben, wenden Sie sich bitte an newsletter@nordbayern.de

Sie haben den Newsletter bereits erfolgreich für diese Mailadresse abonniert. Falls Sie diesen nicht erhalten sollten, wenden Sie sich bitte an newsletter@nordbayern.de.


Auch die Nürnberger SPD hatte sich schon deutlich gegen die Pläne positioniert.

16

16 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg, Schwabach, Wendelstein