"Terminal 90": Noch kein neuer Pächter - Aus für 80 Mitarbeiter

11.1.2020, 06:12 Uhr
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Feiern nach der Arbeit? Die "After-Work-Partys" im "Terminal 90" im Flughafen-Gebäude waren oft gut besucht. © Eduard Weigert

"So wie es derzeit aussieht, dürfen wir das Terminal 90 nicht weiterführen! Flughafen und Lammsbräu haben es so beschlossen", heißt es auf der Facebook-Seite der beliebten Party-Location. Und weiter: "Nun ist es soweit. Wir laden zur letzten Sause im Terminal 90 ... Wir alle verabschieden uns mit einer glorreichen Nacht aus dem Terminal und bedanken uns beim ganzen Team für acht Jahre Zusammenarbeit."

Der Betrieb müsse eingestellt werden, bestätigt Insolvenzverwalter Stefan Waldherr auf Anfrage. Noch ist nicht absehbar, wann und wie es dort weitergeht. Bislang gebe es kein neues Pachtverhältnis, fährt Rechtsanwalt Waldherr fort.

"Es wird einen neuen Pächter geben" 

Wie ausführlich berichtet, musste die Eat & Fly Airport Gastronomie GmbH, die das "Terminal 90" betreibt, Insolvenz anmelden. Trotzdem wäre der jetzige Betreiber gern an Bord geblieben. Geschäftsführer Ioannis Vogiatzis habe Interesse an einer Fortführung des "Terminal 90" geäußert, so dessen Rechtsanwalt Hans Müller aus Wiesentheid unlängst gegenüber dieser Zeitung.

Doch jetzt ist klar, dass Vogiatzis nicht weitermacht, wie auch Müller bestätigt. "Es wird einen neuen Pächter geben", vermutet der Jurist.

Offizielles Aus vor Mitarbeitern verkündet

Hauptmieter der Party- und Gastronomie-Location ist die Neumarkter Lammsbräu, die das Objekt an die Eat & Fly Airport Gastronomie GmbH untervermietet hat. Was die Brauerei nun mit den Räumen vorhat? "Wir befinden uns aktuell in Gesprächen mit dem Flughafen und potenziellen Neupächtern", sagt ein Sprecher der Lammsbräu. Die Pressestelle des Flughafens will sich aufgrund laufender Verhandlungen zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt nicht äußern.

Gestern Abend fand eine Mitarbeiterversammlung für die Beschäftigten des "Terminal 90" statt, auf der das offizielle Aus verkündet wurde. Von der Insolvenz sind rund 80 Beschäftigte betroffen, ein Teil von ihnen ist in Teilzeit angestellt oder geht einer geringfügigen Beschäftigung nach.

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