Tiergarten-Direktor erteilt ProWal-Mitgliedern Hausverbot

13.5.2014, 11:37 Uhr
Von morgens bis abends hätten, so Direktor Encke,  Mitglieder der Tierschutzorganisation „ProWal“ rund um die Delfin-Lagune fotografiert und gefilmt. Encke erteilte deshalb Hausverbot.

Von morgens bis abends hätten, so Direktor Encke, Mitglieder der Tierschutzorganisation „ProWal“ rund um die Delfin-Lagune fotografiert und gefilmt. Encke erteilte deshalb Hausverbot. © News5

Hinter der Aktion steht die Tierschutzorganisation „ProWal“, sie kritisiert massiv die Haltung von Delfinen in Zoos. Auch der Nürnberger Tiergarten gerät immer wieder in den Fokus der Organisation. Doch aus Sicht von Zoo-Direktor Encke hat der Verein den Bogen jüngst überspannt.

Von morgens bis abends hätten Mitglieder, ausgerüstet mit Kameras, fotografiert und gefilmt. Doch nicht nur Delfine seien in der Lagune aufgenommen worden, sondern auch Tierpfleger. „Das Material wurde dann im sozialen Netzwerk Facebook verbreitet“, so Encke. Die Kommentare dazu seien alles andere als schmeichelhaft gewesen. Encke: „Das ist Psychoterror. Ich habe eine Fürsorgepflicht für meine Mitarbeiter.“ Also zog er die Reißleine und erteilte Hausverbote.

ProWal-Geschäftsführer Andreas Morlok nennt Enckes Verhalten „willkürlich“.

„Mit der Begründung, man würde Zoo-Mitarbeiter fotografieren, versucht er, unsere Dokumentationsarbeit über die vielen von uns aufgedeckten Missstände der Delfinhaltung zu behindern“, so der Geschäftsführer in einer Pressemeldung. Ihn selbst traf es auch: Obwohl Morlok eine gültige Eintrittskarte besessen habe, sei auch er vor die Tiergartentüre gesetzt worden.

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