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Tiergarten Nürnberg: Gorilla Lena eingeschläfert

Die Behandlungsversuche scheiterten - 09.06.2020 18:14 Uhr

Am Dienstag musste im Tiergarten der Stadt Nürnberg das Gorilla-Weibchen Lena eingeschläfert werden, um ihr weiteres Leiden zu ersparen.

09.06.2020 © Dr. Helmut Mägdefrau / Stadt Nürnberg


Traurige Nachrichten aus dem Nürnberger Tiergarten: Nachdem Gorilla Lena sich die vergangenen zwei Wochen nur noch wenig bewegte, in den letzten Tagen so gut wie nichts mehr getrunken und gegessen hatte sowie Behandlungsversuche keine Besserung brachten, musste das Gorilla-Weibchen am Dienstag im Alter von 44 Jahren eingeschläfert werden.

Tagelang lag sie fast bewegungslos im Schlafbereich und reagierte nur noch auf Mitarbeiter, zu denen sie ein enges Verhältnis hatte. Alle Behandlungsversuche, auch unter Hinzuziehung von Humanmedizinern, brachten keine Besserung. Lenas Gewicht lag normalerweise zwischen 117 und 92 Kilogramm - in ihren letzten Tagen wog sie dann nur noch 80 Kilogramm.

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Lena stammt aus Kamerun, wo sie 1976 geboren wurde. 1977 kam das Gorilla-Weibchen in den Zoo von Saarbrücken. Am 9. April 1997 kam Lena dann auf Empfehlung des Erhaltungszuchtprogramms von Saarbrücken in den Tiergarten Nürnberg. Zunächst zeigte sie kein sexuelles Interesse an dem Gorillamännchen Fritz. Dann war dieser nicht mehr zeugungsfähig. Mit 44 Jahren gehörte Lena zu den acht ältesten noch lebenden Gorillas in Zoos weltweit.


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Um die Ursachen von Lenas schweren Erkrankung zu ermitteln, wird ihr Körper obduziert. Auch der Grundlagenforschung wird Lena nach ihrem Ableben noch dienen können. So erforscht das internationale Forschungsprojekt "Evolution of Brain Connectivity Project" mit Hilfe der sterblichen Überreste von Menschenaffen beispielsweise die Entwicklung von Sprache und Werkzeuggebrauch, um auch die Entwicklung des Menschen verstehen zu können.

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