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Todesfall Maria Baumer: Verlobter verhaftet

Polizei entdeckte Spaten in der Nähe des Elternhauses des 28-Jährigen - 14.09.2013 15:10 Uhr

Am Donnerstagnachmittag vermeldete die Polizei die Verhaftung eines 28-jährigen Mannes, der im dringenden Verdacht steht, Maria Baumer getötet zu haben. Dabei handelt es sich um den Verlobten der 26-jährigen Frau. Nur wenige Kilometer vom Elternhaus des Verdächtigen wurden die sterblichen Überreste der Maria Baumer gefunden und ein Spaten entdeckt, der nun von der Spurensicherung ausgewertet wird.

Auch werden die Zeugenaussagen, die der 28-Jährige kurz nach dem Verschwinden seiner Verlobten zu Protokoll gab, überprüft. Er hatte damals angegeben noch zweimal mit ihr telefoniert zu haben, wobei sie in einem Telefonat von ihrem Plan eine "Auszeit" zu nehmen und einer Pilgerfahrt nach Santiago de Compostella machen zu wollen sprach.

Laut Polizei habe der Verdächtige aus Regensburg bislang keine Angaben zu den Vorwürfen gemacht. Der Ermittlungsrichter erließ am Donnerstag Haftbefehl wegen Totschlagverdachts.

Wie die Kripo am Mittwoch berichtete, hatte ein Pilzsammler am Sonntag nördlich von Regensburg ein Skelett im Wald gefunden. Die Untersuchung der Knochen habe ergeben, dass es sich um die Leiche der im Mai 2012 Verschwundenen handelte. Dort hätten bereits Ende Juli Bodenuntersuchungen und Grabungen stattgefunden, die jedoch zu keinen verwertbaren Ergebnissen führten. Maria Baumer war in dem Waldstück bei Bernhardswald (Lkr. Schwanstein) am Abend vor ihrem Verschwinden Reiten gegangen. Laut Polizei seien die genauen Todesumstände noch unklar.

Die Spur der 26-Jährigen führte die Ermittler zuletzt nach Nürnberg, wo sie am Pfingswochenende 2012 einen Gesprächstermin hatte. An diesem Wochenende verschwand sie jedoch ohne ein weiteres Lebenszeichen. Die Ausstrahlung des Falls in der Fernsehsendung "Aktenzeichen XY" im November 2012 brachte 50 Hinweise, die alle erfolglos blieben.

 

Dieser Artikel wurde am Samstag um 15.16 Uhr aktualisiert.

 

 

 

dpa / mst

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