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U-Bahn bleibt unrentabel

Förderfähigkeit: Eine Verlängerung nach Stein ist fraglich - 09.07.2018 21:02 Uhr

"Eine erneute Untersuchung der Kosten und Nutzen führte leider zu keinem durchschlagendem Ergebnis", bedauert Nürnbergs SPD-Chef und Stadtrat Thorsten Brehm. Der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) hatte die bisherigen Untersuchungen der vergangenen Jahre noch einmal überprüfen lassen und zusammen mit den Städten Nürnberg und Stein gehofft, dass die steigende Entwicklung bei Einwohnern und Arbeitsplätzen zu besseren Werten führen würde.

"Leider übersteigen die gesamtwirtschaftlichen Kosten den jährlichen Nutzen um 4,4 Millionen Euro. Allerdings sind diese Werte Resultat einer aus unserer Sicht unzureichenden Bewertungsmethodik, die von den Zuschussgebern aus Bund und Land vorgegeben wird", kritisiert Brehm. Um die Wirtschaftlichkeitsberechnung zu verbessern, soll nun eine verkehrsmittelübergreifende Studie zur Entlastung der Ortsdurchfahrt Stein und zur Lösung der Verkehrsprobleme im Südwesten erstellt werden. Der Freistaat wird die entsprechenden Gutachterkosten zu 75 Prozent übernehmen.

Für die Stadt Stein gibt es bereits Pläne für eine Umgehungsstraße. Die Straße, die im Staatlichen Bauamt Nürnberg konzipiert wurde, würde etwa auf Höhe des Steiner Kreisels beginnen, mittels eines Tunnels den Wiesengrund Rednitztal unterqueren und am Nürnberger Hafen enden. Und selbst wenn die Straße bislang nur auf dem Papier existiert, hat sie doch Vorzüge. Sie ermöglicht es, dass Mittel für eine "intermodulare Verkehrsuntersuchung" vorhanden sind. Dabei wird dann nicht der Straßen- oder U-Bahnbau allein untersucht, sondern die Mobilität insgesamt.

Die SPD unterstützt dieses Vorgehen. "Es macht am Ende keinen Sinn, einen dreistelligen Millionenbetrag in eine Ortsumgehung für Stein zu stecken. Das Geld ist deutlich besser in einen U-Bahntunnel investiert. Wir bleiben deshalb so lange hartnäckig, bis sich endlich etwas bewegt", sagt Stadtrat Thorsten Brehm. In Nürnberg wird das Thema Umgehungsstraße kritisch gesehen, da der "Steiner Verkehr" damit durch Nürnberg fließen würde. 

STEFANIE TAUBE

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