Umbau der Fürther Straße könnte sich verzögern

8.2.2013, 07:00 Uhr
Die Fürther Straße soll einspurig werden, doch das stößt auch auf Skepsis.

Die Fürther Straße soll einspurig werden, doch das stößt auch auf Skepsis. © Michael Matejka

Rudert die SPD-Stadtratsfraktion, die den Umbau der Fürther Straße entlang des Justizgebäudes zur einspurigen Fahrbahn zusammen mit den Grünen bisher mit Leidenschaft vertreten hat, nun langsam zurück? Vize-Fraktionschef Thorsten Brehm verneint das deutlich. „Es wird an unserer Entscheidung nichts ändern.“ Doch der Zeitpunkt für die Umgestaltung der Fürther Straße könnte sich weiter nach hinten verschieben.

Die Ursache liegt einige Hundert Meter südlich. Während des Ausbaus des Frankenschnellwegs werden sich temporäre Teil- und Vollsperrungen laut Brehm nicht vermeiden lassen. Viele Autofahrer werden versuchen, die Großbaustelle zu umfahren. Nur, wohin sie ausweichen und welche Straßen besonders belastet sein werden, darüber lägen noch keine gesicherten Erkenntnisse vor, so Brehm. Die SPD-Fraktion will deshalb von der Verwaltung wissen, wie groß der Ausweichverkehr in etwa sein wird und wie er sich verteilt. Für den Verkehrsausschuss hat Brehm einen entsprechenden Antrag gestellt.

Etliche Autofahrer werden auf die Fürther Straße ausweichen. Aber: „Es wurde nicht ausreichend geprüft, ob eine einspurige Fürther Straße in der Lage ist, den zusätzlichen Verkehr aufzunehmen“, so Brehm. Diese Frage solle geklärt werden, bevor Fakten geschaffen werden. An den Verpflichtungen, die die Stadt der Datev gegenüber eingegangen ist, wolle die SPD jedoch nicht rütteln, betont Brehm.

  Die Datev  baut gegenüber dem Justizgebäude ein Entwicklerzentrum. In diesem Zusammenhang soll die Fürther Straße umgestaltet werden. Der Mittelstreifen wird mit Bäumen bepflanzt, stadtauswärts soll die Fahrbahn einspurig werden — Pläne, die bei Bürgern Riesenprotest hervorgerufen haben. „Damit haben wir nicht gerechnet“, räumt die SPD ein. Laut Stadtrat Brehm ist noch viel Aufklärung nötig. „Ich hoffe, dass die Leute vor Ort dann mitziehen.“

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