16°

Montag, 14.10.2019

|

zum Thema

VAG: Alle Tram-Haltestellen bekommen digitale Anzeigetafeln

Ausbau kostet rund 1,3 Millionen Euro - Die Hälfte trägt der Bund - 27.03.2019 17:14 Uhr

Helfen Fahrgästen bei der Orientierung: die digitalen Informationstafeln bei der VAG. © Günter Kögler


Der öffentliche Nahverkehr soll attraktiver werden. Mehr Menschen sollen die Bahn nehmen, anstatt mit dem Auto in die Stadt zu fahren. Um dieses Ziel zu erreichen, baut die Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) die sogenannten dynamischen Fahrgastinformationssysteme (DFIS) aus. Diese Anzeigen sind zum einen ein zeitgemäßer Service, aber zum anderen auch ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur sauberer Luft in der Stadt, erklärte Karl-Heinz Pöverlein, VAG-Vorstand für Personal.

Derzeit gibt es 35 Anzeigen im Stadtgebiet. Bis Ende des Ausbaus sollen 57 Monitore hinzukommen, sodass dann alle Straßenbahnhaltestellen in Nürnberg in mindestens einer Richtung mit einer DFIS-Anzeige ausgestattet sind – außer die wenig frequentierte Haltestelle am Luitpoldhain. Über die Monitore erhalten Fahrgäste Informationen über Abfahrten oder Störungen von Bahnen und Bussen in Echtzeit.

Insgesamt kostet Ausbau 1,3 Millionen Euro

Die VAG erhält nun für die derzeitige Ausbaustufe eine Förderung in Höhe von 650.000 Euro. Damit bekommt Nürnberg nach München die größte Fördersumme. Im Rahmen des Förderprogramms "Digitalisierung kommunaler Verkehrssysteme", das Teil des „Sofortprogramms Saubere Luft 2017-2020“ ist, überreichten die Bundestagsabgeordneten Sebastian Brehm (CSU) und Martin Buckert (SPD) den Förderbescheid an Tim Dahlmann-Resing, VAG-Vorstand für Technik und Marketing.

Der Bundestagsabgeordnete Sebastian Brehm, Tim-Dahlmann-Resing (VAG-Vorstand für Technik und Marketing), Abgeordneter Martin Burkert und Karl-Heinz Pöverlein (VAG-Vorstand für Personal) bei der Übergabe des Förderbescheids. © Claus Felix/VAG


Für die vorangegangene Ausbaustufe erhielt die VAG bereits eine 50-prozentige Förderung. Insgesamt kostet der Ausbau rund 1,3 Millionen Euro. Den Restbetrag, der nicht durch Förderungen gedeckt wurde, muss die VAG selbst bezahlen.

"Ohne staatliche Zuschüsse nicht umsetzbar"

Der Ausbau soll laut Verkehrsunternehmen sofort beginnen. Die Ausschreibungen laufen ohnehin bereits. Bis 2020 soll das Projekt fertiggestellt sein. "Eine solche Informationsoffensive wäre ohne staatliche Zuschüsse in dieser Zeit nicht umsetzbar", erklärt Dahlmann-Resing.

Digitalisierung wird bei der VAG auch in Zukunft eine große Rolle spielen. "Wir wollen die Zuverlässigkeit des Systems erhöhen." Demnächst sollen deshalb beispielsweise die alten Faltblattanzeigen der U1 ausgetauscht werden. Die Vorbereitungen für das 365-Euro-Ticket laufen ebenfalls bereits. Die VAG hat dafür zwölf neue Straßenbahnen und sieben U-Bahnen bestellt, die der steigenden Anzahl der Fahrgäste gerecht werden sollen.

Anna Käfer

13

13 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg