10°

Mittwoch, 08.04.2020

|

zum Thema

VAG verzeichnet drastische Einbrüche bei Fahrgastzahlen

Nur noch die Hälfte an Fahrgästen in Bussen und Bahnen unterwegs - 27.03.2020 19:17 Uhr

Die meisten U-Bahnhöfe sind verlassen. Wo sich sonst zu bestimmten Zeiten Fahrgäste an den U-Bahn-Stationen drängen, herrscht jetzt gespenstische Leere vor. © Michael Matejka


Doch wenn man weitgehend leere Straßenbahnen oder nur schwach besetzte Busse vorbeifahren sieht, fällt es nicht schwer sich vorzustellen , dass die Fahrgastzahlen weiter kräftig eingebrochen sind. Wohin sollen die Menschen in der jetzigen Situation auch fahren? Das Flanieren in der Fußgängerzone fällt aus und die Fahrt zur Arbeit erledigen viele Nürnberger aus Vorsorge mit dem eigenen Pkw.

Bilderstrecke zum Thema

48 Stationen: Die Ein-und Aussteiger an den U-Bahnhöfen in Nürnberg und Fürth

Insgesamt 48 Stationen fahren die Linien U1, U2 und U3 der Nürnberger U-Bahn an. Dabei transportieren sie jeden Tag Hunderttausende Menschen - doch wie viele Fahrgäste genau nutzen eigentlich welchen U-Bahnhof? Wo steigen am meisten Leute ein und aus, wo am wenigsten? In dieser Bildergalerie gibt es die Antworten.


Zusätzliche Reinigungen

Dabei bemüht sich die VAG, die Möglichkeit zur Ansteckung mit dem gefährlichen Virus klein zu halten. Seit einigen Tagen gibt es zusätzliche Reinigungen an häufig berührten Flächen, berichtet VAG-Pressesprecherin Stefanie Dürrbeck: Fahrerstände, Haltestangen und Öffnungstaster in den Fahrzeugen werden gesondert gesäubert. Bei der bisher üblichen Reinigung sei man bereits schon "gut aufgestellt" gewesen, betont sie.


Fahrkartenautomat abgeleckt: Mann will Coronavirus verbreiten


Wegen der geringeren Fahrgastzahlen ist es leichter möglich, den geforderten Abstand von anderthalb Metern zueinander einzuhalten. Und die VAG-Benutzer tun dies auch meistens, so ihre Beobachtung.

Ausgedünnter Fahrplan

Um einer Ansteckung mit dem Coronavirus vorzubeugen: Provisorische Schilder machen überall im Stadtgebiet auf den Mindestabstand von anderthalb Metern aufmerksam. © Michael Matejka


Schon vor einer Woche haben die Verkehrsbetriebe erste prophylaktische Maßnahmen getroffen, um der Virus-Gefahr zu begegnen. Tickets kann man seither nicht mehr beim Fahrer erwerben, sondern nur mehr online oder am Fahrkartenautomaten. Bei den Bussen öffnet die vordere Tür vorübergehend nicht mehr, um den Fahrer vor einer Infektion zu schützen. Zugestiegen wird hinten.
Die Türen werden bei Bussen und Bahnen an jeder Haltestelle automatisch geöffnet, so dass Fahrgäste nicht mehr den Drücker benutzen müssen. Da dies trotzdem noch häufig passiert, werden die Knöpfe zusätzlich gesäubert. Weil die Fahrzeuge nun nach dem Samstagsfahrplan verkehren, sind nur mehr gut 80 Prozent des VAG–Fahrpersonals im Einsatz.


Corona-Krise: Aktuelle Entwicklungen im Live-Ticker


"Wir haben saisonbedingt Krankheitsfälle, andere Beschäftigte bauen ihre Überstunden ab", erklärt Dürrbeck, "Kurzarbeit ist bei uns jedoch kein Thema." Die Kunden würden in der ungewohnten, neuen Situation sehr verständnisvoll reagieren. Ihre häufigste Frage lautet: "Welche Linie fährt wann?"


Was soll ich tun, wenn ich selbst den Verdacht habe, an dem Virus erkrankt zu sein? Hier haben wir häufig gestellte Fragen zum Coronavirus zusammengestellt. Bayern hat wegen des Coronavirus den Katastrophenfall ausgerufen - das hat weitreichende Konsequenzen. Unter anderem fallen viele Großveranstaltungen in Franken aus oder werden verschoben.

Außerdem gelten bei . Sollte man beim Einkaufen überhaupt noch mit Scheinen und Münzen zahlen? Ein Experte klärt auf, ob Corona auch über Geld übertragen werden kann.

Ein bisschen Abwechslung gefällig? Wie viele Millionen andere Deutsche arbeitet auch unsere Redaktion nun von Zuhause. Im Live-Blog berichten die Kollegen live aus der Homeoffice-Hölle! Hier finden Sie derweil nützliche Tipps, die Sie gegen die Langeweile Ihrer Kinder unternehmen können.


Wir informieren Sie ab sofort mit unserem täglichen Corona-Newsletter über die aktuelle Lage in der Coronakrise, geben ihnen Hinweise zum richtigen Verhalten und Tipps zum alltäglichen Leben. Hier kostenlos bestellen. Immer um 17 Uhr frisch in Ihrem Mailpostfach.

Sie bevorzugen Nachrichten zur Krise im Zeitungsformat? Erhalten Sie mit unserem E-Paper-Aktionsangebot immer die wichtigsten Corona-News direkt nach Hause: Ein Monat lesen für nur 99 Cent! Hier gelangen Sie direkt zum Angebot.


Sie wollen in der Corona-Krise helfen: Dann sind Sie in unserer Facebookgruppe "Nordbayern hilft" genau richtig!

Bilderstrecke zum Thema

Von Wuhan in die Welt: Die Chronik der Corona-Pandemie

Anfang Dezember 2019 ging es in China los - eine unbekannte Lungenentzündung stellt die Ärzte vor Rätsel. Mitte März ruft Bayern den Katastrophenfall aus - was ist in der Zwischenscheit geschehen? Ein Überblick.


20

20 Kommentare

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Nürnberg