Viel Stau-Ärger in Nürnberg: Eine Stadt steht still

10.11.2020, 19:03 Uhr
Die Sanierung der Adenauerbrücke sorgt schon seit Frühjahr 2019 für Verkehrsbehinderungen.  

Die Sanierung der Adenauerbrücke sorgt schon seit Frühjahr 2019 für Verkehrsbehinderungen.   © Roland Fengler

André Winkel vom Servicebetrieb öffentlicher Raum (Sör) räumt durchaus ein, dass es momentan viele Baustellen im Stadtgebiet gebe. Aber um manche Arbeiten komme Sör eben auch nicht herum. "Wir versuchen es jedoch schon so zu gestalten, dass die Leute damit leben können", sagt Winkel. Zudem strebe der städtische Eigenbetrieb, der für die Straßenreparaturen zuständig ist, Synergieeffekte an. Wenn in einem Stadtteil Baumaßnahmen anstehen, werde versucht, kleinere Arbeiten im Umfeld der betroffenen Straße gleich mitzuerledigen. Das führe zu einer zeitweiligen Bündelung der Verkehrsbehinderungen und der Einschränkungen, aber dann sei der Spuk eben auch wieder vorbei.

Großer Baustellendruck in Wöhrd

Aktuelles Beispiel für eine solche Vorgehensweise sind Winkel zufolge die Arbeiten in Wöhrd. "Dort ist der Baustellendruck derzeit sehr groß", sagt Winkel. Am Wöhrder Talübergang ist die Adenauerbrücke noch bis Ende 2020 einseitig gesperrt, zudem laufen und liefen Sanierungsarbeiten an der Wöhrder Hauptstraße und der Bartholomäusstraße. Ab Montag wird nun die Kreuzung Bauvereinstraße/Georg-Strobel-Straße saniert, diese Arbeiten finden bis 18. Dezember statt. Ab dem 23. November ist die Kreuzung bis zu jenem 18. Dezember komplett gesperrt, auch für den Fuß- und Radverkehr. Umleitungen werden für alle Verkehrsteilnehmer ausgeschildert. Laut Sör werden während der Vollsperrung "Bordsteine gesetzt, die gesamte Kreuzung wird gepflastert und die Fahrbahndecke wird angepasst".

Tempo 30, Rechts vor Links

Im Anschluss an die Vollsperrung werden die Gehwege rund um die Kreuzung hergestellt und die Ampeln abgebaut. Künftig gilt dort "Rechts vor Links", zudem wird die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der Bauverein- und der Bartholomäusstraße auf Tempo 30 begrenzt. Im Frühjahr 2021 sollten auch diese Maßnahmen abgeschlossen sein, dann haben die Bürger in Wöhrd wieder ihre Ruhe. "Natürlich ärgert man sich, wenn man im Stau steht", sagt Winkel. Und mitunter hätten die Bürger auch das Gefühl, dass nichts vorangehe, sagt der Sör-Sprecher. Ein Beispiel sei die Bayernstraße, auf der zwischen der Münchener Straße und der Jitzhak-Rabin-Straße jeweils eine Fahrbahn gesperrt ist. "Dort können wir momentan nicht weiterarbeiten, weil N-Ergie und SUN (der Stadtentwässerungsbetrieb, Anm. d. Red.) Leitungen verlegen." Die Arbeiten an der Bayernstraße werden denn auch noch bis 2022 dauern.

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