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Volksfestkönigin Andrea Konn dankt ab

Majestät legt die Krone nieder: Amtszeit nach drei Jahren zu Ende - 01.09.2014 10:21 Uhr

Königin Andrea Konn liebt ihr Volksfest - auch ohne Krone. © Horst Linke


Frau Konn, sind Sie nicht ein wenig traurig, dass Sie nach dem diesjährigen Herbstvolksfest ihre Krone abgeben müssen?

Andrea Konn: Natürlich bin ich traurig. Es war eine unvergessliche Zeit. Aber auch die muss einmal zu Ende gehen, sonst weiß man sie nicht zu schätzen. Ich war drei Jahre im Amt, jetzt muss mal wieder ein neues Gesicht her. Und noch genieße ich es!

Gibt es ein Erlebnis, an das Sie besonders gerne zurückdenken?

Konn: Mein persönliches Highlight war meine allererste Volksfest-Eröffnung, als mich Moderator Bernd Händel auf die Bühne geholt hat und ich mein selbst geschriebenes Gedicht vortragen durfte. (Überlegt kurz). Und der Auftritt in der Staatskanzlei in München. Als ich reingegangen bin, haben mich ein Herr Söder und ein Herr Seehofer mit Namen begrüßt!

Was werden Sie jetzt mit all der freien Zeit machen?

Konn: Ich freue mich auch wieder auf meine Hobbys. Ich fotografiere wahnsinnig gerne, während meiner Amtszeit lag meine Kamera aber fast immer daheim. Und nur weil ich keine Krone mehr aufhabe, heißt es nicht, dass ich nicht mehr aufs Volksfest gehe!

Gibt es etwas, was Sie nach den drei Jahren anders sehen?

Konn: Das gibt es tatsächlich. Ich habe Schausteller schon immer toll gefunden, nachdem ich hinter die Kulissen sehen durfte, habe ich nun auch noch den allergrößten Respekt vor ihnen. Was hinter all dem hier an Arbeit steckt.

Nach dem nasskalten Wetter am Auftakt-Wochenende hoffen die Volksfest-Schausteller auf mehr Sonnenschein in den kommenden Tagen. © Michael Matejka


Haben Sie Tipps für die Damen, die sich für das Amt bewerben möchten?

Konn: Sie sollten das Nürnberger Volksfest lieben. Ich weiß nicht genau, was die Schausteller damals bewogen hat, mich als Oberbayerin zur Volksfestkönigin hier in Franken zu machen. Aber ich war mit ganzem Herzen dabei und habe damals bei der Bewerbung heruntergerattert, was am Nürnberger Volksfest alles besser als am Münchner Oktoberfest ist. Was absolut ehrlich gemeint war!

Weitere Ratschläge für ihre Nachfolgerin?

Konn: Sie sollte aufgeschlossen sein. Und sie sollte so viele Auftritte wie möglich wahrnehmen - man lernt nicht nur tolle Charaktere kennen, sondern lernt auch so wahnsinnig viel. Ich weiß jetzt nicht nur wie oft der Lebensmittelkontrolleur die Eisproduktion überwacht, sondern auch wie man Crêpes und Zuckerwatte macht (lacht)!

Haben Sie davon nach drei Jahren nicht genug?

Konn (etwas verblüfft, dann energisch): Nein! Von Zuckerwatte kann man niemals genug haben. Die Zeit als Volksfestkönigin war auch keine kulinarische Umstellung für mich - ich war schon vorher gerne auf Volksfesten unterwegs und habe gerne genascht. Und das werde ich auch in Zukunft tun.

Möchten Sie sich irgendwann wieder als Volksfestkönigin bewerben?

Konn: Man soll aufhören wenn es am schönsten ist. Die drei Jahre sind nicht zu toppen. Ich schau mir das alles nun von weitem an und genieße das Volksfest wieder in zivil! 

Interview: Ariane Maier

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