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Vom 8. bis 10 Mai: Touren durch Nürnbergs Obstmarktbunker

In der 878 Quadratmeter großen Anlage drängten sich zeitweise 450 Menschen - 30.04.2015 06:00 Uhr

Der Förderverein Nürnberger Felsengänge bietet an drei Tagen 31 geführte Touren in die Unterwelt an. © Michael Matejka


Willkommen im "Bunkerhotel". So unvorstellbar es für Fünf-Sterne-verwöhnte Touristen von heute auch klingt, diente der lichtlose Komplex unter dem Obstmarkt von 1948 bis 1951 als Herberge für ausländische Besucher im zerstörten Nachkriegs-Nürnberg. Während der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs drängten sich in der 878 Quadratmeter großen Bunkeranlage sogar 450 Menschen.
Deutlich weniger, maximal 25 Personen auf einmal, dürfen am Wochenende vom 8. bis 10. Mai rein, wenn sich die Tore des sonst öffentlich nicht zugänglichen Obstmarktbunkers öffnen.

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Zeitreise: Tour durch Nürnbergs Obstmarktbunker

Zum 70. Jahrestag des Kriegsendes öffnet der Obstmarktbunker, der für einige Jahre als Hotel diente, ein Wochenende lang seine Tore für Besucher. Von 1948 bis 1951 diente er als Herberge für ausländische Besucher im zerstörten Nachkriegs-Nürnberg. Während der Luftangriffe des Zweiten Weltkriegs drängten sich in der 878 Quadratmeter großen Bunkeranlage sogar 450 Menschen.


Dann bietet der Förderverein Nürnberger Felsengänge an drei Tagen 31 geführte Touren in die Unterwelt an. Der Führungsmarathon, der als Gedenkwochenende zum 70. Jahrestag des Kriegsendes konzipiert ist und unter dem Motto "(Über)leben in einer Trümmerlandschaft" steht, wird in Kooperation mit dem Stadtmuseum Fembohaus veranstaltet. Dort starten nicht nur die Touren. Farbfotografien sowochenende zu sehen.

Ein Höhepunkt ist am Sonntag, 10. Mai, "Und weiter geht es doch - Trümmerjahre in Nürnberg". Nach dem Film, der um 11 Uhr im Museum zu sehen ist, stehen Regisseur Kurt Keerl und Zeitzeuge Hans Dobmeier für Gespräche bereit.

Die Führungen finden Fr., 8. Mai., 13 bis 17 Uhr, Sa., 9. Mai, 11 bis 17 Uhr und So., 10. Mai, 13 bis 17 Uhr halbstündlich statt. Eintritt: 6 Euro. Treffpunkt und Karten im Stadtmuseum Fembohaus, Burgstraße 15, oder vorab unter: www.felsengaenge-nuernberg.de.

  

Volkan Altunordu

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