Vom Kaiser zu König: Die Oberhäupter der Stadt Nürnberg

29.3.2008, 20:38 Uhr
Die ehemalige Freie Reichsstadt Nürnberg blickt auf eine fast tausendjährige Geschichte zurück. An ihrer Spitze standen schon Kaiser und Könige. Seit Mitte des 13. Jahrhunderts besorgte der Innere Rat die Geschäfte der Stadt bis zur Eingliederung Nürnbergs in das Königreich Bayern 1806. Der Polizeikommissar Christian Wurm übernahm danach bis 1818 die Kontrolle über Nürnberg mit weitreichenden Machtbefugnissen. Das alte Patriziat empfand den von Bayern eingesetzten Wurm als Usurpator und weigerte sich, ihn zu unterstützen. Der Unmut war derart groß, dass Wurm 1809 kurze Zeit eingesperrt wurde. Da es ab 1818 zivile Bürgermeister in der Stadt gab, wurde sein Amt überflüssig und Wurm verließ Nürnberg.
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Christian Wurm (1771-1835)

© Pastell - Gemälde von Lorenz Kreul

Christian Gottfried Lorsch war das erste zivile Stadtoberhaupt der Noris, welches nach dem Übergang der alten Reichsstadt Nürnberg an das Königreich Bayern gewählt wurde. Sein offizieller Titel lautete
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Christian Gottfried Lorsch (1773-1830)

© Repro Schmidtpeter

Jakob Friedrich Binder war Zeuge einer Reihe von wichtigen Ereignissen in der Noris, die bis heute ihr Bild bestimmen. Während seiner Amtszeit, welche von 1821 bis 1853 dauerte, wurde der Kettensteg und der Nürnberger Hauptbahnhof errichtet. Binder liebte den Zugverkehr. Er sorgte deshalb dafür, dass der Goldene Adler als erste Eisenbahn Deutschlands in Nürnberg und nicht andernorts fuhr. Als das berühmte Findelkind Kaspar Hauser nach Nürnberg kam, besuchte Binder den mysteriösen Knaben persönlich. Aufgrund seines ausschweifenden Lebenswandels und zahlreicher Bettgeschichten, welche auf viel Kritik stießen, trat das Stadtoberhaupt 1853 von seinem Amt zurück.
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Jakob Friedrich Binder (1787-1856)

© Lithographie von A. Weber

Maximilian von Wächter lenkte von 1854 bis 1867 die Geschicke der Stadt. Ein besonderes Verdienst von ihm war es, dass er im Deutschen Krieg von 1866 Zerstörungen in Nürnberg verhinderte. Er setzte durch, dass Nürnbergs Rolle als Festung vom bayerischen König aufgehoben wurde, wodurch eine Besetzung durch die Preußen ohne Kampfhandlungen vonstatten ging. In seine Amtszeit fällt auch der Erwerb von Gleisbühl und dem Gebiet, auf welchem sich heute der Stadtpark befindet.
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Maximilian von Wächter (1811-1884)

© Stadtarchiv Nürnberg

Mit Otto Stromer von Reichenbach kehrte ein Vertreter eines der bedeutendsten Patriziergeschlechter der reichsstädtischen Zeit an die Spitze der Noris zurück. Der Bürgermeister setzte sich für ein tolerantes Klima zwischen den Konfessionen und Religionen ein und hielt deshalb bei der Gründung der Synagoge am Hans-Sachs-Platz eine Ansprache. Stromer führte in seiner Amtszeit einige Neuerungen ein. Als Vorläufer der Straßenbahn nahm die Pferdebahn ihren Betrieb auf, die Kanalisation wurde ausgebaut und der Zentralfriedhof angelegt. Trotz seines Interesses für Geschichte wollte er die Stadtmauer abreißen lassen, um den Verkehr zu erleichtern. Die Verteidigungsanlage galt in seiner Zeit als überflüssiger Zweckbau, nicht als erhaltenswertes Bauwerk.
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Otto Stromer von Reichenbach (1831-1891)

© Festschrift "100 Jahre Fischereiverein Nürnberg"

Mit Georg von Schuh nahm von 1892 bis 1913 ein Fürther die Zügel Nürnbergs in die Hand. Er war zuvor bereits als Bürgermeister Erlangens tätig gewesen. Schuh führte mit vielen kleinen Neuerungen und Bauvorhaben die Stadt Schritt für Schritt in die Moderne. Schulen, Krankenhäuser und Elektrizitätswerke entstanden ebenso, wie öffentliche Bäder. Die alten Straßen der Stadt erhielten ein neues Gesicht, indem sie gepflastert wurden. Aufgrund mangelnder Unterstützung seiner Partei, den Freisinnigen, trat er 1913 von seinem Amt zurück.
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Georg von Schuh (1846-1918)

© Repro Stümpel

Otto Geßler führte die Noris von 1913 bis 1919 in einer Zeit großer Umbrüche. Deutschland verlor den Ersten Weltkrieg und Bayerns Zeit als Königreich endete. Als erstes Stadtoberhaupt führte er den Titel
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Otto Geßler (1875-1955)

© Gemälde von Ludwig Kühn

Hermann Luppe regierte von 1920 bis zur Machtübernahme der Nazis 1933 die Stadt Nürnberg. In Erinnerung geblieben ist von seiner Amtszeit bis heute vor allem die rege Bautätigkeit rund um den Dutzendteich. Das Frankenstadion und die nahe gelegenen Kleingartenkolonien waren Höhepunkte des neuen Naherholungsgebietes. Der aus Kiel stammende Luppe musste sich jedoch auch mit den stärker werdenden radikalen Parteien herumschlagen. Sowohl NSDAP als auch KPD attackierten seine Politik fortwährend. Als die Nationalsozialisten die Macht in Nürnberg übernahmen, verhafteten sie den Bürgermeister umgehend. Er war gezwungen, nach seiner Freilassung sofort die Stadt zu verlassen. Er starb 1945 bei einem Bombenangriff der Alliierten in Kiel.
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Hermann Luppe (1874-1945)

© Stadtarchiv Nürnberg

Mit dem Nazi Willy Liebel übernahm die NSDAP in Nürnberg die Macht. Nach Außen pflegte er, wie hier mit dem Christkind, das Bild eines wohltätigen Stadtvaters. In Wahrheit war er jedoch an der Deportation und Ermordung der jüdischen Bevölkerung der Stadt wesentlich beteiligt. Zeit seiner Regierung, welche von 1933 bis 1945 dauerte, stand er stets im Konflikt mit den NSDAP-Gauleitern. Vor allem zwischen ihm und Julius Steicher gab es große persönliche Differenzen. Neben seinem Amt als Oberbürgermeister war Liebel Leiter des Zentralamts des Rüstungsministeriums in Berlin und zeichnete sich für die Organisation der Reichsparteitage verantwortlich. Gegen Ende des Krieges wurde er mit einer Schusswunde im Kopf tot aufgefunden. Ob es sich um Selbstmord handelte, konnte nie vollständig geklärt werden. Als Randnotiz sei vermerkt, dass er der erste Bürgermeister seit 1821 war, welcher auch in der Noris geboren wurde.
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Willy Liebel (1897-1945)

© Stadtarchiv Nürnberg

Julius Rühm regierte von April bis Juni 1945 im Auftrag der Alliierten die Stadt, welche in Nürnberg die Herrschaft der Nazis beendet hatten. Er verlor das Amt schon nach kurzer Zeit aufgrund seiner Vorbelastung aus dem Dritten Reich. Außerdem zeigte er selbst nach dem Ende der Nazi-Herrschaft, wie die meisten Nürnberger, wenig Engagement, die braune Vergangenheit aufzuarbeiten. Zur Einweihung einer Gedenkstätte für die Opfer des Faschismus kam er nicht freiwillig, sondern erst, nachdem ihn die Alliierten mehr oder weniger dazu gezwungen hatten.
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Julius Rühm (1882-1960)

© Stadtarchiv Nürnberg

Mit Martin Treu bekleidete zum ersten Mal ein SPD-Politiker das höchste Amt in der Stadt. Schnell zeigte sich während seiner kurzen Regierungszeit im Jahr 1945, dass er die rigorose Entnazifizierung nicht durchführen wollte. Ihm war eine geregelte Verwaltung mit vorbelasteten Beamten wichtiger als die schnelle Abrechnung mit der Vergangenheit. Verleumdungen von Seiten seiner eigenen Partei und der Unmut der Alliierten führten im Dezember dazu, dass Treu seines Amtes enthoben wurde.
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Martin Treu (1871-1952)

© Gertrud Gerardi

Hans Ziegler amtierte von 1945 bis 1948 als Oberbürgermeister. Er gehörte wie sein Vorgänger bei Amtsantritt der SPD an. In Zieglers Regierungszeit fällt der erste Schritt hin zum geregelten Wiederaufbau. Es gab mehrere Ideen, wie mit der Trümmerwüste in der Noris umgegangen werden müsse. Sollte die Altstadt 1:1 wieder aufgebaut werden, eine vollkommen neue und moderne Architektur im Herzen Nürnbergs entstehen oder die Ruinenlandschaft als Mahnmal für die Welt erhalten bleiben? Man entschied sich dazu, das wiederaufzubauen, was möglich war. Daneben entstanden jedoch auch zahlreiche Neubauten und manches stolze Bürgerhaus gehörte endgültig der Vergangenheit an. Unter Ziegler wurde der Schutt zum heutigen Silbersee im Süden der Stadt transportiert. Die SPD schloss Ziegler später aus der Partei aus. Ihrer Meinung nach brachte er der Sowjetunion zu große Sympathie entgegen.
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Hans Ziegler (1877-1957)

© Ludwig und Friedl Harren

Der aus Hamburg stammende Jurist Ziebill regierte in Nürnberg von 1948 bis 1951. Die Einführung der Deutschen Mark wirkte sich 1948 zunächst sehr negativ auf die Finanzen der Stadt aus. In Ziebills Regierung fallen jedoch auch erfreuliche Ereignisse. 1950 fand die erste Spielwarenmesse statt, welche bis heute jedes Jahr Menschen aus der ganzen Welt nach Franken lockt. Außerdem begannen die Vorbereitungen für die Gründung eines Vorgängers der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Ziebill wurde nach seiner Amtszeit Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages.
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Otto Ziebill (1896-1978)

Der aus Hamburg stammende Jurist Ziebill regierte in Nürnberg von 1948 bis 1951. Die Einführung der Deutschen Mark wirkte sich 1948 zunächst sehr negativ auf die Finanzen der Stadt aus. In Ziebills Regierung fallen jedoch auch erfreuliche Ereignisse. 1950 fand die erste Spielwarenmesse statt, welche bis heute jedes Jahr Menschen aus der ganzen Welt nach Franken lockt. Außerdem begannen die Vorbereitungen für die Gründung eines Vorgängers der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg. Ziebill wurde nach seiner Amtszeit Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städtetages. © Friedl Ulrich

Otto Bärnreuther stand von 1952 bis 1957 an der Spitze der Stadt. Er war der erste von der Bevölkerung direkt gewählte Bürgermeister nach dem Krieg und einer der Hauptakteure beim Wiederaufbau der Nürnberger SPD. In seiner Amtszeit wurde die Vorkriegs-Bevölkerungszahl der Stadt wieder erreicht. Auch der Flughafen wurde unter Bärnreuther eingeweiht. Viele für das deutsche Wirtschaftswunder wichtige Firmen siedelten sich in der Mitte der 50er Jahre in der Noris an. Zu diesen gehörten unter anderem Siemens, MAN, Diehl und das Versandhaus Quelle. Der für den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt bedeutende Bürgermeister starb 1957 überraschend mit nur 49 Jahren noch während seiner Amtszeit.
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Otto Bärnreuther (1908-1957)

Otto Bärnreuther stand von 1952 bis 1957 an der Spitze der Stadt. Er war der erste von der Bevölkerung direkt gewählte Bürgermeister nach dem Krieg und einer der Hauptakteure beim Wiederaufbau der Nürnberger SPD. In seiner Amtszeit wurde die Vorkriegs-Bevölkerungszahl der Stadt wieder erreicht. Auch der Flughafen wurde unter Bärnreuther eingeweiht. Viele für das deutsche Wirtschaftswunder wichtige Firmen siedelten sich in der Mitte der 50er Jahre in der Noris an. Zu diesen gehörten unter anderem Siemens, MAN, Diehl und das Versandhaus Quelle. Der für den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt bedeutende Bürgermeister starb 1957 überraschend mit nur 49 Jahren noch während seiner Amtszeit. © Ludwig Harren, NN

Andreas Urschlechter prägte zwischen 1957 und 1987 für eine ganze Generation das politische Leben in der Stadt: Aufgrund der langen Regierungszeit fielen unzählige wegweisende Entscheidungen und Veränderungen in die Ära Urschlechter. Die Plärrerumgestaltung wurde vollendet, die neue Meistersingerhalle gebaut und die Zerstörungen des Krieges verschwanden durch Neubauten und Wiederaufbaumaßnahmen fast vollständig. In Langwasser entstand fast aus dem Nichts eine neue Stadt. Nürnberg wurde unter dem
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Andreas Urschlechter (1919–2011)

Andreas Urschlechter prägte zwischen 1957 und 1987 für eine ganze Generation das politische Leben in der Stadt: Aufgrund der langen Regierungszeit fielen unzählige wegweisende Entscheidungen und Veränderungen in die Ära Urschlechter. Die Plärrerumgestaltung wurde vollendet, die neue Meistersingerhalle gebaut und die Zerstörungen des Krieges verschwanden durch Neubauten und Wiederaufbaumaßnahmen fast vollständig. In Langwasser entstand fast aus dem Nichts eine neue Stadt. Nürnberg wurde unter dem "Gesicht der Stadt", wie man Urschlechter auch nannte, ebenso zur Universitätsstadt. Mit seiner Partei brach der ehemalige SPD-Politiker allerdings, da ihm die Nürnberger Genossen zu radikal waren. Nach Ausscheiden aus dem Amt, war ihm noch ein langes Leben vergönnt: Er starb 2011 im Alter von 92 Jahren. © Gertrud Gerardi

Peter Schönlein saß von 1987 bis 1996 im Nürnberger Rathaus. Dem studierten Lehrer lag besonders die Kultur am Herzen, weswegen er in seiner Heimatstadt eine Kulturmeile ins Leben rief und die Museen der Stadt für die Zukunft rüstete. Mit dem Bau des Südklinikums verbesserte er die Gesundheitsinfrastruktur in der Noris enorm. Auch der bis heute verliehene Menschenrechtspreis gehört zu den Leistungen Schönleins. Nach dem Ende seiner Regierungszeit nahm er seine Lehrtätigkeit am Gymnasium wieder auf, nach schwerer Krankheit starb Schönlein im Jahr 2016.
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Peter Schönlein (1939-2016)

Peter Schönlein saß von 1987 bis 1996 im Nürnberger Rathaus. Dem studierten Lehrer lag besonders die Kultur am Herzen, weswegen er in seiner Heimatstadt eine Kulturmeile ins Leben rief und die Museen der Stadt für die Zukunft rüstete. Mit dem Bau des Südklinikums verbesserte er die Gesundheitsinfrastruktur in der Noris enorm. Auch der bis heute verliehene Menschenrechtspreis gehört zu den Leistungen Schönleins. Nach dem Ende seiner Regierungszeit nahm er seine Lehrtätigkeit am Gymnasium wieder auf, nach schwerer Krankheit starb Schönlein im Jahr 2016. © Günter Distler

Ludwig Scholz gewann als erster CSU-Politiker und Katholik die Wahlen im Jahr 1996 und regierte bis 2002 in der Noris. Ihm ist es zu verdanken, dass Nürnberg bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 sowie der Eishockeyweltmeisterschaft 2001 als Austragungsort berücksichtigt wurde. Auch die Einführung der Blauen Nacht und das Klassic Open Air fielen in seine Regierungszeit. Das Dokuzentrum am Dutzendteich gehört ebenso zu den Großprojekten, für deren Verwirklichung er sich stark machte. Mit ihm endete das kurze Intermezzo eines konservativ-regierten Nürnbergs.
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Ludwig Scholz (1937–2005)

Ludwig Scholz gewann als erster CSU-Politiker und Katholik die Wahlen im Jahr 1996 und regierte bis 2002 in der Noris. Ihm ist es zu verdanken, dass Nürnberg bei der Fußballweltmeisterschaft 2006 sowie der Eishockeyweltmeisterschaft 2001 als Austragungsort berücksichtigt wurde. Auch die Einführung der Blauen Nacht und das Klassic Open Air fielen in seine Regierungszeit. Das Dokuzentrum am Dutzendteich gehört ebenso zu den Großprojekten, für deren Verwirklichung er sich stark machte. Mit ihm endete das kurze Intermezzo eines konservativ-regierten Nürnbergs. © Sippel

Noch bis Ende April 2020 bekleidet Ulrich Maly das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg. Nach insgesamt 18 Jahren an der Spitze der Stadt entschied sich Maly, bei der Kommunalwahl 2020 nicht noch einmal anzutreten. Besonderes Augenmerk legte Maly auf die Integration von Familien in finanziell schwierigen Lebenssituationen. Als eine seiner wichtigen Leistungen muss die Gründung der Metropolregion Nürnberg genannt werden. Diese soll die Großstadt und ihr ländliches Umfeld näher zusammenbringen, um so Synergieeffekte zu erzeugen. Von April 2013 bis Juni 2015 war er zudem Präsident des Deutschen Städtetages. 2014 war er zuletzt mit großer Mehrheit im Amt des Oberbürgermeister bestätigt worden und genoss in Nürnberg weiterhin große Sympathie in der Bevölkerung.
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Ulrich Maly (1960 geboren)

Noch bis Ende April 2020 bekleidet Ulrich Maly das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Nürnberg. Nach insgesamt 18 Jahren an der Spitze der Stadt entschied sich Maly, bei der Kommunalwahl 2020 nicht noch einmal anzutreten. Besonderes Augenmerk legte Maly auf die Integration von Familien in finanziell schwierigen Lebenssituationen. Als eine seiner wichtigen Leistungen muss die Gründung der Metropolregion Nürnberg genannt werden. Diese soll die Großstadt und ihr ländliches Umfeld näher zusammenbringen, um so Synergieeffekte zu erzeugen. Von April 2013 bis Juni 2015 war er zudem Präsident des Deutschen Städtetages. 2014 war er zuletzt mit großer Mehrheit im Amt des Oberbürgermeister bestätigt worden und genoss in Nürnberg weiterhin große Sympathie in der Bevölkerung. © Michael Matejka

Nach 18 Jahren mit Ulrich Maly (SPD) als Stadtoberhaupt übernimmt im Mai 2020 Marcus König das Spitzenamt der Stadt Nürnberg. In der Stichwahl hatte sich König gegen seinen SPD-Kontrahenten Thorsten Brehm durchgesetzt. König ist nach Ludwig Scholz erst der zweite CSU-Oberbürgermeister der Frankenmetropole seit 1945. Der 39-Jährige wurde in Nürnberg geboren und ist auch dort aufgewachsen. Nach einem Abschluss der Wirtschaftsschule absolvierte er eine Lehre zum Bankkaufmann. In seinem Ausbildungsbetrieb stieg er bis zum Filialdirektor auf. Mit 14 Jahren wurde er Mitglied der Jungen Union, seit 2008 sitzt er im Nürnberger Stadtrat. 2017 übernahm er den Vorsitz der CSU-Stadtratsfraktion Nürnberg. Nun ist er bis 2026 zum Nürnberger Oberbürgermeister gewählt.
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Marcus König (1980 geboren)

© Stefan Hippel