Von Bahn erfasst: Jugendliche sterben am Frankenstadion

28.1.2019, 16:49 Uhr
Eigentlich sollte es ein ausgelassener Abend werden. Beendet wurde er mit einer Tragödie. Mit Kerzen und Bildern gedenken Freunde, aber auch andere Bürger der Marktgemeinde Heroldsberg den beiden getöteten Jugendlichen.
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An der Nürnberger S-Bahnhaltestelle Frankenstadion kommt es an einem Wochenende Ende Januar zu einem furchtbaren Unglück, drei Personen fallen ins Gleisbett. Einer von ihnen kann sich retten, die anderen beiden werden von einem einfahrenden Zug überrollt und getötet. Eine Rekonstruktion der Ereignisse. © NEWS5 / Merzbach

Versuchtes Tötungsdelikt Nürnberg S-Bahnhaltestelle Frankenstadion, nach Schlägerei 3 Personen im Gleisbett, 2 Personen wurden durch S-Bahn getötet, 26.01.2019, ToMa-Fotografie
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Die beiden 16-Jährigen waren am frühen Samstagmorgen zum Feiern in eine Nürnberger Diskothek gefahren. Mit der S-Bahn wollten sie von der Haltestelle Frankenstadion nach Hause fahren. © ToMa-Fotografie

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Dort gerieten sie mit zwei 17-Jährigen in einen handfesten Streit - "aus nichtigem Anlass", wie die Polizei am Samstagnachmittag mitteilte. © ToMa

Eine Schlägerei am Nürnberger S-Bahn Bahnhof Frankenstation fand in den frühen Morgenstunden des Samstags (26.01.2019) ein schreckliches Ende. Aus noch unbekannten Gründen eskalierte eine Auseinandersetzungen zwischen mehreren Männern derart, dass drei Personen ins Gleisbett stürzten. Kurze Zeit später wurden zwei von ihnen von einem Zug erfasst und tödlich verletzt. Die Mordkommission der Nürnberger Polizei hat noch in der Nacht ihre Ermittlungen aufgenommen. Weitere Informationen folgen.  Foto: NEWS5 / Oßwald Weitere Informationen... https://www.news5.de/news/news/read/14817
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Das Unglück endete damit, dass drei der Beteiligten in dem Moment auf das Gleis fielen, als eine S-Bahn in den Bahnhof einfuhr. © NEWS5 / Oßwald

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Zwei 16-jährige Jugendliche aus dem Landkreis Erlangen-Höchstadt wurden vom Zug erfasst und waren auf der Stelle tot. © ToMa

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Der ebenfalls ins Gleisbett gestürzte Dritte, ein 16-Jähriger aus dem Landkreis Fürth, konnte sich retten und blieb unverletzt. © ToMa

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Mehrere Jugendliche, die sich zu dem Zeitpunkt ebenfalls an der S-Bahn-Station aufhielten, mussten die Tragödie direkt mitansehen. Sie alle wurden von der Polizei zu der Tat verhört. © ToMa

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Für die Befragung der vielen Leute stellte die VAG zwei Busse bereit, Rettungskräfte reichten den Frierenden heiße Getränke. © ToMa

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Bereits am Sonntagnachmittag nahm die Polizei zwei Jugendliche im Zusammenhang mit der Tat fest. Beide sind laut den Angaben 17 Jahre alt und stammen aus dem Landkreis Fürth. © ToMa

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Ob die Jugendlichen in das Gleisbett gestoßen wurden oder im Verlauf der Prügelei auf die Schienen gefallen waren, wird derzeit überprüft. Die Staatsanwaltschaft wirft den beiden 17-Jährigen allerdings Vorsatz vor. Dem bisherigen Kenntnisstand zufolge hätten sie billigend in Kauf genommen, dass ihre Kontrahenten von einem herannahenden Zug erfasst werden. © ToMa

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Zweifacher Totschlag lautet der Vorwurf der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth gegen die beiden 17-Jährigen. © ToMa

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Mit weiteren Details hält sich die Polizei bislang zurück. © ToMa-Fotografie

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Ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren, kann Oberstaatsanwältin Antje Gabriels-Gorsolke noch nicht sagen. Den Verdächtigen wurde Blut abgenommen, das Ergebnis über Alkoholwerte und das chemisch-toxikologische Gutachten stehen noch aus. © Brock

Fast zwei Drittel aller Straftaten würden aufgeklärt, erklärte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am Montag.
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Während einer Veranstaltung für "Coolrider" - Schülerinnen und Schüler, die sich couragiert in öffentlichen Verkehrsmitteln gegen Vandalismus und Gewalt einsetzen - äußerte sich Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) zu dem Fall: "Nach derzeitigem Ermittlungsstand wurden die Opfer ins Gleisbett gestoßen." © dpa

Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage wird am am Samstag (26.01.2019) in Nürnberg wohl mehr als einmal gestellt werden. Fest steht: Nach einer Auseinandersetzung wurden zwei Männer von einer S-Bahn erfasst und getötet, die Mordkommission ermittelt.
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Johannes Schalwig, Bürgermeister der Marktgemeinde Heroldsberg (Kreis Erlangen-Höchstadt), aus der die beiden getöteten Jugendlichen stammten, reagierte am Sonntag bestürzt. © NEWS5 / Friedrich

Johannes Schalwig, Bürgermeister Heroldsberg
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"Man hört und liest ja immer von solchen Unfällen, aber wenn es dann im unmittelbar eigenen Umfeld passiert, ist das grausam", sagte der CSU-Kommunalpolitiker im Gespräch mit der Nürnberger Zeitung. Dass die zwei getöteten Jugendlichen aus seiner Gemeinde kommen, hatte Schalwig am Samstag erfahren. © privat

rathaus heroldsberg
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Am Samstagabend sollte im Bürgersaal des Heroldsberger Rathauses eigentlich eine Benefiz-Veranstaltung stattfinden, mit der der Bau eines Kunstrasenplatzes auf dem Gelände des Tuspo Heroldsberg unterstützt werden sollte. Die Veranstaltung wurde abgesagt. Stattdessen kamen etwa 500 Bürger zu einer Gedenkveranstaltung zusammen. © Harald Hofmann

Wie konnte es dazu kommen? Diese Frage wird am am Samstag (26.01.2019) in Nürnberg wohl mehr als einmal gestellt werden. Fest steht: Nach einer Auseinandersetzung wurden zwei Männer von einer S-Bahn erfasst und getötet, die Mordkommission ermittelt.
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Beide Jugendliche waren im Ort sehr beliebt. Sie spielten in der A-Jugend von Tuspo Heroldsberg Fußball, einer der betroffenen Väter ist im Verein als Abteilungsleiter engagiert, sein Sohn war aber auch musikalisch begabt und spielte Kontrabass bei den "Heroldsberger Landstreichern". © NEWS5 / Friedrich