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Weiterer Fall der Blauzungenkrankheit: Sperrzone in Franken erweitert

Bereits Anfang Februar war die Krankheit in einem Betrieb ausgebrochen - 21.02.2019 17:04 Uhr

Eine Veterinärin impft beim Auftakt einer Impfaktion ein Rind gegen die Blauzungenkrankheit. Nachdem sich die Blauzungenkrankheit in Baden-Württemberg immer weiter ausbreitet, erfolgt landesweit eine flächendeckende Impfung, insbesondere bei Rindern, Schafen und Ziegen. © Marijan Murat/dpa


Vor drei Wochen war in einem landwirtschaftlichen Betrieb im baden-württembergischen Lankdreis Calw der Ausbruch der Blauzungenkrankheit festgestellt worden. Das Landratsamt Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim reagierte prompt und legte zum 2. Februar eine Sperrzone zum Schutz gegen die Blauzungenkrankheit fest. Der Radius überstreckte sich über 150 Kilometer, betroffen waren die Stadt Uffenheim mit allen Stadtteilen, sowie die Gemeinde Hemmersheim und die Gemeinde Simmershofen, beide ebenfalls mit allen Gemeindeteilen. 

Nun, drei Wochen später, ist das Landratsamt erneut zum Handeln gezwungen. Denn: Ein weiterer Ausbruch der Blauzungenkrankheit wurde festgestellt, dieses Mal im Rems-Murr-Kreis, ebenfalls in Baden-Württemberg. Um eine Verbreitung zu verhindern, haben die Landratsämter jetzt mit einer Allgemeinverfügung ein Sperrgebiet für den gesamten Landkreis Neustadt an der Aisch/Bad Windsheim und den Landkreis Roth festgelegt. Innerhalb dieser Sperrzonen gelten ab sofort einige Beschränkungen, die dabei helfen sollen, die Tiererkrankung einzudämmen. 

+++ Stadt Nürnberg richtet ebenfalls Sperrzone ein +++

Am Donnerstagnachmittag reagierte dann auch die Stadt Nürnberg. Das gesamte Stadtgebiet ist am 21. Februar ebenfalls zum Sperrgebiet erklärt worden, in der Frankenmetropole gibt es 48 Tierhaltungen mit 240 Schafen, 123 Rindern und 103 Ziegen. 

Die Blauzungenkrankheit hat ihren Namen von einem häufig auftretenden Symptom - einer bläulichen Färbung der Zunge bei infizierten Tieren. Bei der Blauzungenkrankheit entzünden sich die Schleimhäute von Tieren, Gefäßstauungen, Schwellungen und Blutungen kommen ebenfalls häufig vor.

Die Sterblichkeitsrate ist je nach betroffenem Tier unterschiedlich hoch. Menschen können sich mit der Krankheit allerdings nicht infizieren. Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung, da die Erreger nicht über Fleisch, Milch oder Wolle übertragen werden können. Landwirtschaftliche Betriebe können ihre Tiere mit Impfungen vor dem Ausbruch der Krankheit schützen.


Informationen zu den tierseuchenrechtlichen Beschränkungen erhalten Sie auf der Internetseite des Landkreises (www.kreis-nea.de) oder beim Veterinäramt unter der Telefonnummer 09161/92-3503.

Der Artikel wurde um 17.04 Uhr aktualisiert. 

vah

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