Montag, 18.01.2021

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Wieder Brandbombe im Knoblauchsland - Sprengkommando rückt an

Metallsucher stieß auf Weltkriegsmunition - Feld abgesperrt - 11.01.2021 18:44 Uhr

Dieses Foto zeigt die Brandbombe, die am Montag gefunden wurde. 

11.01.2021 © ToMa


Es ist nicht das erste Mal, dass das Sprengstoffteam um Bettina Jurga und Tobias Oelsner nach Kraftshof ausrücken muss. Erst Mitte Dezember stieß fast exakt an derselben Stelle im Nürnberger Knoblauchsland ein Passant auf eine Brandbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Gut vier Wochen später schlug erneut ein Metallsucher Alarm - auch er fand eine sogenannte INC30. Das Überbleibsel aus dem Zweiten Weltkrieg war noch mit Phosphor gefüllt. Die Brandbomben haben keinen Zünder, sie detonieren beim Aufschlag auf dem Boden - oder eben nicht, wie die am Montag gefundene Munition.

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Alarmsirene und Bombenhagel: Spätestens seit 1941 bekamen die Nürnberger die Schrecken des Zweiten Weltkrieges hautnah zu spüren. Immer wieder drangen alliierte Flugzeugverbände in den Luftraum über der Noris ein, um die Stadt zu bombardieren. Der Krieg ist seit 1945 beendet, doch seine Zeugnisse liegen noch im Erdreich unter der Frankenmetropole begraben. Immer wieder tauchen bei Bauarbeiten und Erdrutschen verrostete Fliegerbomben auf.


Die Sprengstoffexperten Bettina Jurga und Tobias Oelsner im Einsatz. 

11.01.2021 © ToMa


Auch wenn Einsätze wie dieser für die Sprengstoffexperten zum täglichen Geschäft gehören, gelten strenge Sicherheitsvorkehrungen. Der Metallsucher legte mit einer Schaufel eine Brandbombe frei, stieß aber nur 300 Meter entfernt auf ein weiteres, verdächtiges Objekt. Er alarmierte die Polizei und die Feuerwehr, die den Fundort im Umkreis von rund 100 Metern absperrte. In unmittelbarer Umgebung befanden sich aber keine Wohnhäuser, eine Evakuierung war nicht notwendig.

Die Brandbombe vom Typ INC30 wurde geborgen und fachgerecht entsorgt. Oelsner und Jurga inspizierten den zweiten Fundort - gaben aber Entwarnung. Bei den Objekten, die unter der Erde lauern, handelt es sich lediglich um Rohre. Auch die Berufsfeuerwehr war im Einsatz, leuchtete unter anderem das Feld aus, auf dem die Weltkriegsmunition gefunden wurde.


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