Nürnberg startet Kita-Portal: Was Eltern wissen müssen

Sabine Stoll
Sabine Stoll

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3.2.2019, 05:48 Uhr
Eltern wissen: Die Suche nach einem Kita-Platz ist schwer. Jetzt soll's in Nürnberg einfacher werden.

© dpa Eltern wissen: Die Suche nach einem Kita-Platz ist schwer. Jetzt soll's in Nürnberg einfacher werden.

Was bringt das Kita-Portal?

"Wir hoffen, dass sich Eltern damit leichter tun und weniger Wege haben" als bislang bei der Suche nach einem Kita-Platz, sagt Georg Reif, Vize-Chef des Jugendamts. Der Vorteil: Eltern könnten sich die Informationen ins Haus holen und vom Sofa aus einen Betreuungsplatz buchen.

Welche Plätze sind unter www.kita-portal.nuernberg.de zu finden?

Familien erhalten einen Überblick über Kinderkrippen, Kindergärten, Horte und Häuser für Kinder für gemischte Altersstufen sowie über Plätze bei Tagesmüttern oder -vätern für Kinder bis drei Jahre. Insgesamt stellen sich rund 500 Kitas der Stadt und der freien Träger sowie die Kindertagespflege mit rund 230 Plätzen vor.

Wie läuft die Suche?

Eltern können verschiedene Kriterien angeben, die ihnen wichtig sind, zum Beispiel den Startmonat für die Betreuung, die Betreuungsart oder die Nähe zum Wohnort. Das Portal bietet dann laut Jugendamt passende freie Plätze an.

Kann man sich dann auch gleich anmelden?

Ja. Am Anfang geht das aber nur bei Krippenplätzen in Kinderkrippen und bei Krippenplätzen in Häusern für Kinder. Die Einführung des Kita-Portals erfolge stufenweise, sagt Lisa Hueber, zuständige Projektkoordinatorin im Jugendamt. Läuft alles wie geplant, dann ist die Online-Anmeldung für Kindergärten zum Herbst 2019 möglich. Zum Herbst 2020 soll dann auch die Anmeldung für Kinderhorte online möglich sein.

Eine Ausnahme gibt es allerdings: Tagespflegeeltern stellen sich zwar auf dem Kita-Portal vor. Die Anmeldung verläuft aber aus Gründen des Datenschutzes wie gehabt über die persönliche Kontaktaufnahme bei den Tagespflege-Vermittlungsstellen.

Lisa Hueber ist im Jugendamt für das Kita-Portal zuständig.

Lisa Hueber ist im Jugendamt für das Kita-Portal zuständig. © Foto: Stoll

Machen wirklich alle Einrichtungen beim Kita-Portal mit?

Nicht ganz. Alle städtischen Einrichtungen sind online präsent. Laut Reif machen aber elf von insgesamt rund 170 freien Trägern nicht bei der Online-Anmeldung mit, auch wenn sie ihre Einrichtungen auf dem Portal vorstellen. Eine hundertprozentige Beteiligung gebe es auch in anderen Städten nicht, sagt Jugendamt-Vize Reif, der mit der Nürnberger Beteiligungsquote sehr zufrieden ist. "Die großen Träger sind alle dabei."

Kann man sich bei mehreren Einrichtungen gleichzeitig anmelden?

Ja, das geht nach wie vor. Erhält man eine Zusage einer Einrichtung und nimmt diese innerhalb der vorgegebenen zweiwöchigen Frist an, erkennt das System das jedoch. Die Folge: Man wird automatisch von den Wartelisten anderer Einrichtungen gestrichen.

Was macht die Stadt mit meinen Daten?

Die persönlichen Daten können nur die Einrichtungen sehen, bei denen man sich angemeldet hat, sowie der System-Administrator. Die Stadtverwaltung kann nicht nachverfolgen, welches Kind wo angemeldet wird. Sie bekommt laut Reif nur anonymisierte Daten, die sie zum Beispiel für die Kita-Bedarfsplanung verwenden kann.

Kann ich mich weiterhin auch direkt in der Einrichtung anmelden?

Ja. Und wer online oder offline Hilfe bei Suche und Anmeldung braucht, kann auch zur Servicestelle Kita-Platz im Jugendamt (Dietzstraße 4) gehen. Dort wurde das Personal zum Start des Kita-Portals verstärkt. Kontakt unter Telefon: (09 11) 23 11 04 44.

Können sich Eltern vor Ort auch erst einmal umschauen?

Ja, zum Kennenlernen der städtischen Kinderkrippen finden am Samstag, 9. Februar, von 9 bis 16 Uhr und am Montag, 11. Februar, 15 bis 18 Uhr, erstmals Tage der offenen Tür statt. Zu denselben Terminen finden Anmeldetage in städtischen Kindergärten und Horten statt.

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