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Zähes Ringen um Nacht-S-Bahnen in der Region geht weiter

Finanzielle Mittel würden laut Bayerischer Eisenbahngesellschaft nicht ausreichen - 17.07.2019 07:09 Uhr

Auch der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) hält die Nacht-S-Bahnen weiter für sinnvoll. © dpa


Anlass des Beschlusses ist der Wunsch der Nürnberger SPD-Stadtratsfraktion, das Thema voranzutreiben. Thorsten Brehm, Vorsitzender der Nürnberger SPD und Oberbürgermeisterkandidat, erinnerte bei der Sitzung des ZVGN im Nürnberger Rathaus am Montag an das "harte und zähe Ringen" um einen Nachtbus in der Stadt. Der sei dann ein "Erfolg" geworden.

Auch der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) hält die Nacht-S-Bahnen weiter für sinnvoll. "Viele sind bereit, das Auto stehen zu lassen", sagt VGN-Geschäftsführer Andreas Mäder. Doch gibt es ein Problem: Kämen die jungen Menschen abends noch bequem aus dem Umland in die Stadt, sei der Heimweg am frühen Morgen nicht mehr so einfach. Eigentlich müsste die S-Bahn seiner Meinung nach daher auch "Früh-S-Bahn" heißen.

Umsetzung steht nicht fest

Zuständig für die Planung des Schienenpersonennahverkehrs im Freistaat ist die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG). Sie hatte bei der Ausschreibung des Nürnberger S-Bahn-Netzes einen Fahrplan für eine Nacht-S-Bahn auf jeder Linie hinterlegt. So sollte eine S-Bahn etwa den Nürnberger Hauptbahnhof um 2.21 Uhr verlassen und Neumarkt um 2.54 Uhr erreichen. Eine Stunde später wäre erneut eine Schnellbahn gefahren. Doch dieser Fahrplan, der den Freistaat jährlich unter zwei Millionen Euro gekostet hätte, galt als "Eventualposition" – also als ein Projekt, dessen Umsetzung noch nicht genau feststeht.


Tausende dafür: Nürnbergs S-Bahn soll zum Nightliner werden


Dass aus der Idee noch keine Realität wurde, begründet die BEG nach Aussage Mäders damit, dass die finanziellen Mittel nicht ausreichen würden. "Wir verweisen darauf, dass die BEG vom Bund mehr Geld erhält, um Züge zu bestellen." Die BEG verweise wiederum darauf, dass ihre Kosten stiegen und sie zusätzliche Mittel benötige, sagt Mäder. "Wir werden einen neuen Vorstoß unternehmen." Grund ist auch, dass der Freistaat der Münchner S-Bahn 15 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat für Verbesserungen in den Außenästen. Im Vergleich dazu seien die Mittel für den hiesigen Nachtverkehr – in München fahren die S-Bahnen seit Jahren nachts – "bescheiden", sagt Mäder.


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Christiane Krodel

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