Zu wenig Klos, super Crowd und geile Acts - das war Rock im Park 2018!

4.6.2018, 13:35 Uhr
Ein massives Problem stellte die Toilettenlage dar, erzählt Stacey (18).
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"Soweit wir wissen, gab's nicht mal 'ne Schlägerei"

Ein massives Problem stellte die Toilettenlage dar, erzählt Stacey (18). "Es waren viel, viel zu wenige, und die, die vorhanden waren, waren dann natürlich mega eklig. Ansonsten war's aber echt chillig, die Leute waren dieses Jahr richtig ruhig und vernünftig. Soweit wir wissen, gab es nicht mal 'ne Schlägerei. Ein bisschen enttäuscht war ich von 30 Seconds to Mars – das war so 'ne Einmannshow, echt nicht gut." Stacey war übrigens zum ersten Mal hier – aber bestimmt nicht zum letzten Mal, wie sie sagt. © Marina Hochholzner

Avenged Sevenfold haben Aaron, 20, ziemlich begeistert.
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"Ein großes Lob verdienen die Securityleute!"

Avenged Sevenfold haben Aaron, 20, ziemlich begeistert. "Das ist ne Hammer-Band, die hammer abgeliefert hat. Was mir am Festival echt voll gefallen hat, war, dass man so schnell und einfach an die Wellenbrecher vor kam. Fünf Minuten Warten war echt das längste, das mir in Erinnerung geblieben ist. Da waren die Schlangen vor den Dixies länger!" Loben möchte er vor allem auch die Security-Mitarbeiter. "Die waren total entspannt und verständnisvoll und überhaupt nicht penetrant oder pingelig. Hätten wir nicht so blöde Nachbarn gehabt, wär's echt ein rundum perfektes Festival gewesen – gut, 30 Seconds waren zwei Stunden meines Lebens, die ich nicht mehr wiederkriege, aber das war ein vergleichsweise kleiner Preis für ein fantastisches Festival!" © Marina Hochholzner

Alessandro (29) ist für Rock im Park extra aus Italien angereist.
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"Ich bin für RiP extra aus Italien angereist"

Alessandro (29) ist für Rock im Park extra aus Italien angereist. "Ich war zum ersten Mal auf Rock im Park, es war außerdem das erste Rockfestival meines Lebens. Die Bands waren echt genial gut, die Leute waren wirklich cool drauf. Jeder hat voll mitgemacht, hat mitgesungen, die Stimmung war einfach der Burner." Nächstes Jahr will Alessandro wiederkommen. "Was ich auch echt angenehm fand, war, dass es überhaupt kein Problem war, kein Deutsch zu können – jeder am Festival konnte Englisch und auch in Nürnberg wurde mir der Weg zum Festivalgelände von den Einwohnern super easy erklärt." (Die Unterhaltung wurde auf Englisch geführt und von der Redaktion übersetzt.) © Marina Hochholzner

Es war bereits ihr zweites Mal auf Rock im Park: Anna (23) fand die Band Muse am besten von allen Acts.
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"Das Green Camping war ein Witz!"

Es war bereits ihr zweites Mal auf Rock im Park: Anna (23) fand die Band Muse am besten von allen Acts. "Es war eine tolle Show, die Band ist einfach genial. Foo Fighters wollte ich auch unbedingt sehen, genauso wie Aveneged Sevenfold. Babymetal ist 'ne abgedrehte Kombi, ich fand die aber übelst cool. So zum Abfeiern gehen die immer." Von den Konzerten her war für sie also alles genauso, wie gewünscht, aber einen Kritikpunkt hatte sie dann doch - und zwar an der Location: "Ich hatte Green Camping gebucht, was irgendwie ein Witz war. Der Zeltplatz war nur durch ein Metallgitter vom General Camping getrennt. Wir haben also logischerweise trotzdem den Lärm der anderen gehört – da hat uns die Nachtruhe beim Green Camping echt nichts gebracht. Und ihren Müll haben die Nachbarn auch noch zu uns rüber geworfen." © Marina Hochholzner

Auch Jennifer (20) war nicht ganz glücklich darüber, wie das beim Green Camping abgelaufen ist:
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"Rise Against haben nicht so abgeliefert"

Auch Jennifer (20) war nicht ganz glücklich darüber, wie das beim Green Camping abgelaufen ist: "Man bucht ja nicht umsonst das Green Camping dazu. Was hat man denn davon, wenn man dann trotzdem den Lärm der anderen mitkriegt?" Angereist ist sie aus Chemnitz, unter anderem für Muse und die Gorillaz. "Meine Bands haben mich auch echt nicht enttäuscht – mit einer Ausnahme, Rise Against haben nicht so abgeliefert. War ein bisschen ärgerlich, weil ich auch wegen denen hergefahren bin. Aber das Feeling und einfach Rock im Park itself machen das gleich wieder wett – ich bin einfach sau gerne hier und komme bestimmt wieder!" © Marina Hochholzner

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"Die Toilettensituation war echt dramatisch"

"Ich war bisher nur bei Rock am Ring und beim Hurricane", erzählt Jenny (20). "Jetzt hab ich aber von Rock am Ring auf Rock im Park umgeschwenkt – weil in der Eifel nämlich immer alles absäuft. Das kann man in Nürnberg einfach irgendwie besser koordinieren und sich auch auf das Wetter einstellen, das angekündigt ist." Die Stimmung dieses Jahr fand sie super, die Leute waren super cool drauf. "Am besten hat mir Muse gefallen. Das einzige, was mir negativ im Gedächtnis bleiben wird, ist die Toilettensituation – die war schon echt dramatisch. Wenn man so viel Geld zahlt, dann sollen sie gefälligst ein paar Dixies mehr hinstellen!" © Marina Hochholzner

Maciej (19) ist aus Polen nach Deutschland gekommen - weniger für Rock im Park, als für eine bestimmte Band.
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"30 Seconds to Mars waren enttäuschend"

Maciej (19) ist aus Polen nach Deutschland gekommen - weniger für Rock im Park, als für eine bestimmte Band. "Ich liebe nämlich Rise Against und würde hunderte von Kilometern für sie auf mich nehmen. Schade war dann allerdings, dass man ausgerechnet bei Rise Against fast erdrückt wurde an den Wellenbrechern. Ne totale Enttäuschung waren 30 Seconds to Mars – als Headliner darf man wirklich einiges von ihnen erwarten, finde ich. Jared hat aber fast nur gelabert und ich bin mir sicher, die ersten Lieder waren Playback. Das hat viele Leute genervt, das hat man gesehen, weil die nämlich scharenweise abgedampft sind während des Auftritts." © Marina Hochholzner

Rock im Park 2018 war Natalies (19) allererstes Festival.
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"Statt dem Bus nehme ich das nächste Mal das Auto"

Rock im Park 2018 war Natalies (19) allererstes Festival. "Wir sind hellauf begeistert! Was wir allerdings das nächste Mal ändern würden: Wir würden nicht mehr mit dem Bus, sondern mit dem Auto anreisen. Es ist nämlich echt anstrengend, das ganze Zeug zu schleppen. Super gefallen hat uns Parkway Drive – auch wenn es ein bisschen schade war, dass wir deswegen nicht zu Asking Alexandria konnten, weil sie zeitgleich gespielt haben. Ansonsten aber waren wir wirklich mega begeistert, wir kommen definitiv wieder!" © Marina Hochholzner

Freundlich und verrückt, den Eindruck hat Rock im Park bei Nikita (l., 25) und Tanja (22) hinterlassen.
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"In Litauen gibt es nichts Vergleichbares"

Freundlich und verrückt, den Eindruck hat Rock im Park bei Nikita (l., 25) und Tanja (22) hinterlassen. "Ich habe es echt genossen! Wir kommen aus Litauen, da haben wir keine Festivals, die auch nur vergleichbar sind. Von den Foo Fighters habe ich leider nur die Hälfte mitbekommen, weil ich einen Hitzschlag hatte – bei uns zuhause ist die Sonne nicht so krass." Und Tanja ergänzt: "Uns ist außerdem was Witzig-Tragisches passiert: Wir haben hier vor Ort ein Zelt gekauft – welches allerdings undicht war, wie wir nach den Regenfällen am Donnerstag festgestellt haben. Es ist nämlich voll Wasser gelaufen. Wir haben also am Freitag ein zweites, teures, gutes und regendichtes Zelt gekauft – nur dass es von da an nicht mehr einen einzigen Tropfen geregnet hat." © Marina Hochholzner

Paul (19) bemängelt:
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"Es hätte mehr Wasserstellen geben sollen"

Paul (19) bemängelt: "Es hätte definitiv mehr Wasserstellen geben sollen. Bei der Hitze und dem großen Gelände gab es halt nur zwei oder drei – das war schon arg wenig für so viele Leute. Die Food Trucks dafür waren echt mega gut – viel Angebot und echt lecker. Dass das Bier so teuer war, hatten wir schon erwartet. Rock im Park ist für die gesalzenen Preise bekannt, auch in meinem Heimatsort Potsdam." Besonders gut gefallen hat ihm der Auftritt von Babymetal: "Der war mega. Witzig, schrullig, niedlich und doch so krasser Metal – ich hab niemanden gesehen, der da nicht mit abgegangen ist!" © Marina Hochholzner

Sebastian (25) ist schon ein alteingesessener Rock im Parkler. Sechsmal war er schon auf dem Festival.
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"Rock im Park ist mir viel lieber als Rock am Ring"

Sebastian (25) ist schon ein alteingesessener Rock im Parkler. Sechsmal war er schon auf dem Festival. "Ich bin Harcore Rock im Parkler, das ist tausendmal besser als Rock am Ring. Es ist nicht so groß und viel familiärer. Gekommen bin ich diesmal wegen vieler Bands, unter anderem A Perfect Circle – die sind zum ersten Mal seit langem wieder in Deutschland. Auch Muse war überragend, das zweitbeste, das ich je auf dem Festival gesehen habe – nach Rammstein." Viele Acts haben Sebastian echt überrascht. Was ihn aber gestört hat, sind die Preise. "Ich musste das Ticket familienbedingt recht kurzfristig kaufen und kam auf 260 Euro. Aber naja, dann war das halt dann dieses Jahr mein Sommerurlaub, ich bereue nichts!" (lacht) © Marina Hochholzner

Auch Paula (20) ist Rock im Park viel lieber als Rock am Ring.
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"Es gab ein paar kleinere, technische Schwierigkeiten"

Auch Paula (20) ist Rock im Park viel lieber als Rock am Ring. "Rock im Park ist erstens kleiner als Rock am Ring und zweitens geht bei am Ring immer so mega viel schief. Bands fallen aus, werden kurzfristig abgesagt oder die Technik spinnt komplett. Vor ein paar Jahren ist da ja beim Manson ein Elektriker bei einem Unwetter vom Blitz erschlagen worden – das muss ich echt nicht haben. Dieses Jahr hat zwar auch hier bei einigen wenigen Acts auch mal kurz die Technik gesponnen, aber alles geht ja nie zu 100 Prozent gut." Die Stimmung und auch die Auftritte fand sie allerdings so genial, dass sie kleinere Pannen dann natürlich gerne verzeiht, sagt sie. © Marina Hochholzner

Francesco (19) war vor allem von den Besuchern begeistert.
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"Die Hitze war kein Problem für mich"

Francesco (19) war vor allem von den Besuchern begeistert. "Die Leute waren echt genial. Total nett, gut drauf, und auch relativ ruhig – also anders, wie man es sich von so vielen Leuten erwartet. Ich bin aus Sizilien hergekommen, weil ich endlich mal auf mein ersten Rockkonzert gehen wollte. Nürnberg war wirklich eine gute Wahl dafür – das Line Up war echt Bombe, viele Bands waren noch nie in Italien." Rock im Park war alles in allem eine tolle Erfahrung für ihn - trotz der Hitze. "Als Sizilianer bin ich die Temperaturen aber natürlich auch gewohnt, es war also kein Problem, bei der Hitze mitzusingen!" © Marina Hochholzner