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Zurück in die 80er: "Flashdance" kommt nach Nürnberg

Die Musical-Version des Erfolgsfilms kommt in die Frankenhalle - 05.02.2020 17:24 Uhr

Viel Haarspray, viel Tanz: Die Berlinerin Maria Danaé Bansen steht in dem Musical „Flashdance“ als Alex Owens auf der Bühne. © Foto: Thomas Brill/PR


Frau Bansen, mussten Sie für "Flashdance" eigentlich schweißen lernen?

Wir waren tatsächlich in einem Schweißerbetrieb, da habe ich das mal kurz ausprobiert, um zu gucken, wie das ist. Aber auf der Bühne kommt schweißen dann doch nicht so oft vor — und da ist das Ganze natürlich auch nicht echt.

Musical ist ein Genre, das die Menschen spaltet. Die einen lieben es inbrünstig, die anderen hassen es leidenschaftlich. Was fasziniert Sie so daran?

Für mich gibt es diese Trennung von Musical und Schauspiel nicht. Schauspielen, tanzen und singen gehören für mich zusammen. Und dafür ist das Genre Musical schlichtweg am besten geeignet. Ich liebe es, dass man sich hier in allen drei Bereichen ausdrücken kann.

Was war der Auslöser für Ihre Liebe zum Musical?

Ich bin mit neun in Berlin in eine Theatergruppe gegangen, auch mit dem Tanzen und Singen habe ich früh angefangen. Ich wusste einfach sofort: Jawohl, das will ich machen.

Sie sind Jahrgang 1990. Mit "Flashdance" sind Sie also gar nicht sozialisiert.

Das stimmt, aber durch meine Eltern kannte ich die Musik. Kassetten mit Musik der 80er Jahre waren in meiner Kindheit allgegenwärtig. Ich kann mich mit den Liedern voll identifizieren, man kennt sie und hat sie einfach im Ohr.

Sie sind als Alex fast das ganze Stück über auf der Bühne präsent und müssen singen und tanzen. Das ist Leistungssport, oder?

Ja, das ist absolut richtig. Der Abend geht los und man weiß: So, jetzt fängt man an zu rennen! Das ist ein absoluter Adrenalinkick.

Die berühmte Wasserszene kommt im Musical auch vor. Alex sitzt auf einem Stuhl und von oben setzt quasi die Sintflut ein. Wie fühlt sich das auf der Bühne an?

Tja, ich bin dann klatschnass und in der Pause muss die Perücke wieder neu gemacht werden. (lacht)

Was spricht Sie an der Figur der Alex besonders an?

Sie ist ein einfaches Mädchen, das einen Traum hat und Angst hat, dass er nicht wahr wird. Sie kommt aus keinem privilegierten Elternhaus und muss hart arbeiten für die Erfüllung ihrer Wünsche. Ich denke, vielen von uns geht es so, dass wir Träume hatten und diese vielleicht nicht so verfolgt haben. Deswegen berührt es einen, dieser jungen Frau auf der Bühne zuzusehen, wie sie für ihr Ziel kämpft. Und dass sie Menschen hat, die sie dabei unterstützen.

Auf Ihrer Website steht ein Zitat aus dem Buch "Pu der Bär". "Welchen Tag haben wir?", fragte Pu. "Es ist heute", antwortete Ferkel. "Mein Lieblingstag!", sagte Pu.

Ja, dieses Zitat passt einfach so zu meinem Leben und zu den Momenten auf der Bühne. Ich finde, es ist immer wichtig, im Hier und Jetzt zu sein.

Wo kommt denn Ihr schöner Name Danaé her?

Der hat gar nichts mit meiner Herkunft zu tun, ich trage ihn, weil meine Eltern ihn schön fanden. Danaé ist eine Figur aus der griechischen Mythologie. Sie hat mit Zeus den Perseus gezeugt.

15. Februar, 19.30 Uhr, 16. Februar, 14 und 18.30 Uhr, Frankenhalle, Karten mit ZAC-Rabatt für Zeitungsabonnenten in den Geschäftsstellen unter der Telefonnummer 09 11/2 16-27 77.

INTERVIEW: SUSANNE HELMER

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