Schienenersatzverkehr

Bahn lässt Schüler am Gleis stehen

Anna-Lena Kopp
Anna-Lena Kopp

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23.7.2022, 13:00 Uhr
Auf Züge und auch einen funktionierenden Schienenersatzverkehr wartet man im oberen Pegnitztal gerade vergebens. Hier ein Symbolbild einer Zugbegegnung an der Einfahrt des Bahnhofes Neunkirchen.

© Deutsche Bahn/ Uwe Miethe Auf Züge und auch einen funktionierenden Schienenersatzverkehr wartet man im oberen Pegnitztal gerade vergebens. Hier ein Symbolbild einer Zugbegegnung an der Einfahrt des Bahnhofes Neunkirchen.

Die Bahn entschuldigt sich auf Nachfrage der HZ und bittet um Verständnis. Schon in der Woche vorher sei der SEV schleppend gewesen, erzählt Petra Meyer der HZ. Dass der dann ganz ausfallen sollte, erfuhr sie über den WhatsApp-Status einer Bekannten. Zwar sei das auf der Webseite der Deutschen Bahn gestanden, nicht aber auf der des VGN. Auch in der Woche zuvor war nichts dergleichen kommuniziert worden.

Änderungen im SEV

Auf ihrer Webseite kündigte die Bahn ab 17. Juli auf der Strecke Nürnberg und Hersbruck Anpassungen des Schienenersatzverkehrs an, außerdem sollten Pendelbusse zwischen Neuhaus und Hersbruck und Neunkirchen und Simmelsdorf-Hüttenbach zum Einsatz kommen. Um von der rechten Pegnitzstrecke zur linken zu gelangen, sollten Reisende SEV-Busse nutzen und ab Hersbruck links mit der Regional- oder S-Bahn weiter nach Nürnberg fahren.

Doch laut Schülern und Eltern fuhren weder der Schienenersatzverkehr noch Pendelbusse. Für alle, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, bedeutete das, sich schnell umzuorganisieren und entweder Fahrgemeinschaften zu bilden oder mit dem Auto nach Neuhaus zu fahren, von wo aus die Regionalbahn weiterfährt.

Sie seien nun auf das Auto angewiesen - ein Problem, wie Meyer findet. „Nicht jeder hat ein Auto“, sagt sie. Eine weitere Mutter ergänzt: „Auch wenn es nur noch einige Tage bis zu den Sommerferien sind, diese Situation ist für die Eltern eine große Herausforderung.“

Keine Kapazitäten

Auf Anfrage der HZ sagt die DB dazu: „Aufgrund von zahlreichen Baustellen mit Schienenersatzverkehr in ganz Bayern, allgemeinen Engpässen bei Buskapazitäten auf dem Markt sowie kurzfristig erhöhtem Krankenstand konnten trotz intensiver und bundesweiter Suche und Anfragen in Nachbarländern bislang nicht ausreichend Busse für das ursprünglich geplante Angebot organisiert werden.“ An der Bereitstellung von zusätzlichen Bussen arbeite die Bahn mit Hochdruck. Reisende sollten sich vor Fahrbeginn auf den Auskunftsmedien informieren.

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