Wegen hoher Corona-Zahlen

Diese Weihnachtsmärkte sind abgesagt

18.11.2021, 10:55 Uhr
Viele Kommunen im Landkreis haben sich dazu entschieden, die geplanten Weihnachtsmärkte abzusagen.

Viele Kommunen im Landkreis haben sich dazu entschieden, die geplanten Weihnachtsmärkte abzusagen. © Herbert Bauer

Vorausgegangen waren Absagen unter anderem aus Ottensoos, Hersbruck, Altdorf und Feucht. Zudem fand am Mittwoch eine Videoschalte mehrerer Bürgermeister statt.

"Wir haben alles versucht", so der Bürgermeister der Stadt Lauf, Thomas Lang. Angesichts der hohen Infektionszahlen habe sich die Stadt aber gemeinsam mit Horst Fischer, dem Sprecher der Budenbetreiber, gegen einen Markt entschieden. Die Idee, diesen einzuzäunen, um Besucher besser kontrollieren zu können, sei wegen der Rettungswege verworfen worden. Zuletzt hatte Lauf überlegt, einzelne Buden dezentral zuzulassen, dafür fehlten aber Wasser- und Stromanschlüsse. "Wir sind niedergeschlagen", sagt Lang.

"Lässt sich nicht darstellen"

Der Röthenbacher Rathauschef Klaus Hacker meint: "Bei den momentanen Werten lässt sich ein Weihnachtsmarkt nicht darstellen, auch wenn mir das leid tut." Anders als in Lauf wurden in Röthenbach noch keine Buden aufgebaut, "und auch unser Metzger hat noch nichts vorproduziert", so Hacker. Doch die Vorbereitungen für den ersten Markt auf dem Hubert-Munkert-Platz hätten nun beginnen müssen.

Die "Notbremse" hat laut Hacker auch damit zu tun, dass andere Kommunen bereits Absagen verkündet hatten: "Es ist ja davon auszugehen, dass sich die Leute dort konzentrieren, wo Weihnachtsmärkte stattfinden." Er kündigt Alternativangebote an, etwa eine Videobotschaft des Christkinds.

So hält es auch Rückersdorf: Das Gemeinde hat ebenfalls am Mittwoch mitgeteilt, auf ihren Adventsmarkt am Schmidtbauernhof zu verzichten. Doch es wird wieder Buden vor dem Rathaus geben. Dort wird an allen Adventssonntagen Gebasteltes, Gestricktes, Schmuck oder Eingemachtes angeboten. Die Buden werden von wechselnden Anbietern besetzt. Offenes Essen oder Getränke soll es aber nicht geben. An der B  14 will die Gemeinde Krippen aufstellen.

"Mit schwerem Herzen aber nach langer, reiflicher Überlegung", wie die Marktgemeinde es formuliert, sagt schließlich auch die Werbegemeinschaft Schnaittach den Adventsmarkt ab.

Bürgermeister Frank Pitterlein: "Mit dem Wissen, dass schon sehr viel ehrenamtliche Arbeit in das Konzept und die Planung eingeflossen ist, ist es umso trauriger, jetzt doch noch abzusagen." Geht es nach Matthias Weickmann von der Werbegemeinschaft, soll in Schnaittach aber ein "Glühwein-To-Go-Stand" aufgestellt werden.