2. Segelflug-Bundesliga

Eine Flugschülerin allein in der Luft

Stefan Harries

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28.7.2022, 13:00 Uhr
Eine glückliche Agnes Niller nach ihren ersten drei Alleinflügen und der damit bestandenen A-Prüfung auf dem Segelfluggelände Hersbruck. Der Brennnessel-Strauß zu diesem Anlass und weitere rustikale Rituale dienen der Verbesserung des Gefühls für die Thermik in Hand und Hosenboden

© Sebastian Billert Eine glückliche Agnes Niller nach ihren ersten drei Alleinflügen und der damit bestandenen A-Prüfung auf dem Segelfluggelände Hersbruck. Der Brennnessel-Strauß zu diesem Anlass und weitere rustikale Rituale dienen der Verbesserung des Gefühls für die Thermik in Hand und Hosenboden

Wochenenden wie das vergangene lassen die Herzen der Verantwortlichen bei der Luftsportgemeinschaft Hersbruck höher schlagen. Zuerst am Samstag Spannung und Emotionen bei einem weiteren ersten Alleinflug einer Flugschülerin und am Sonntag viele schnelle Flüge für die 2. Segelflug-Bundesliga.

Dabei überzeugten nicht nur die Durchschnittsgeschwindigkeiten in dem für die Liga relevanten 2,5-Stunden-Abschnitt. Auch die absoluten Strecken, die an diesem Tag geflogen wurden, waren außergewöhnlich groß. So kamen alleine am Sonntag über 5200 Kilometer zusammen. Die am weitesten von Hersbruck entfernt gelegenen Wendepunkte lagen bei Rottweil (Stefan Harries, insgesamt 802 km), Linz in Österreich (Gunther Münzenberg, 711 km) und Johanngeorgenstadt im Erzgebirge (Berthold Bär, 396 km).

Im alten Muster in der Luft

Einmal mehr begeistert die Leistung der Nachwuchspiloten: Einen neuen persönlichen Rekord stellte Nico Ziegler auf. Im Zweier-Team mit seinem Trainer Amir Treschau bewältigte er in seinem 50 Jahre alten Cirrus 621 Kilometer. Ebenfalls beeindruckten Maximilian Güttinger und Lukas Hempel, die unabhängig voneinander 412 beziehungsweise 423 Kilometer zurücklegten.

Sie flogen dabei weit nach Südosten im Bayerischen Wald. Ein Fluggebiet, das durchaus als anspruchsvoll bezeichnet werden kann. Weil die beiden sich schon die moderneren LS4-Flugzeuge des Vereins schnappten, musste Peter Bohne ebenfalls auf ein 50 Jahre altes Muster aus der Vereinsflotte zurückgreifen. Dennoch bewies er seine Klasse und lieferte den drittschnellsten Ligaschnitt für die LSG ab.

Das ergab den Rundenplatz acht und eine weitere Verbesserung auf Gesamtrang fünf unter 30 Vereinen in der 2. Segelflug-Bundesliga.

Der sechste Rundenplatz am Wochenende in der U25-Liga katapultierte zudem die Hersbrucker Youngster nun in der Tabelle auf Rang neun und damit unter die deutschen Top Ten.

Alle Ergebnisse und Tabellen im Internet unter www.onlinecontest.org

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