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Nürnberg: Bald fahren extraschnelle Sprinterzüge nach Frankfurt Flughafen

Die Deutsche Bahn und Lufthansa kooperieren künftig stärker miteinander - 12.03.2021 15:21 Uhr

Berthold Huber, Vorstand für den Personenverkehr bei der Deutschen Bahn (links) und Lufthansa-Vorstandsmitglied Harry Hohmeister haben eine neue Kooperation vereinbart, von der auch Nürnberg profititert.

08.03.2021 © Frank Rumpenhorst, dpa


Zug statt Flug: Neu ist das Thema nicht, ganz im Gegenteil. Schon Anfang der 1980er Jahre ließ die Lufthansa, damals noch ein Staatskonzern, Fluggäste als Ersatz für Kurzstreckenflüge von Düsseldorf und Stuttgart nach Frankfurt Flughafen über die Schiene reisen.

Bis 1993 betrieb die Lufthansa dafür sogar einen eigenen Zug, den "Lufthansa-Airport-Express", der im Innern in den selben Farben gehalten war wie ein Flieger.

Eine Umgestaltung des ICE-Wagendesigns wird es im Rahmen der neuen Kooperation zwischen der schwer angeschlagenen Fluglinie und der Deutschen Bahn nicht geben. Erweitert wird hingegen das Lufthansa Express-Rail-Netz.

Neue Verbindungen

Bereits heute bieten Deutsche Bahn und Lufthansa täglich 134 Zubringerzüge aus 17 deutschen Städten an den Flughafen Frankfurt.

Im zweiten Halbjahr 2021 kommen weitere fünf Städte hinzu. Erstmalig wird ab Juli die Anreise zum Frankfurter Flughafen mit Lufthansa Express Rail von Hamburg und München möglich sein, wovon auch Nürnberg profitiert.

Von und nach München und Nürnberg geht es zweimal am Tag in drei beziehungsweise zwei Stunden direkt und ohne weitere Zwischenhalte an den Flughafen Frankfurt – eine halbe Stunde schneller als heute.

Mehr Sprinter-Verbindungen

Zudem feiern neue Sprinter-Verbindungen ab Dezember Premiere. Die Bahnfahrt zwischen München über Nürnberg nach Köln verkürzt sich auf unter vier Stunden.

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Ab Dezember werden dann auch Berlin, Bremen und Münster mit Sprinter-ICE nach Frankfurt Flughafen eingebunden.

„Aus einer guten Kooperation wird jetzt eine umfassende Partnerschaft, wie es sie zwischen Lufthansa und Deutscher Bahn noch nicht gegeben hat", so DB-Personenverkehrsvorstand Berthold Huber.

Reservierte Plätze

Die Kunden sollen dabei wie bisher auch von reservierten Sitzplätze im Zug, Anschluss-Sicherung, Meilengutschrift für die Zugfahrt sowie 1.-Klasse-Fahrt und Zugang zu den DB-Lounges für Business- und First-Class-Kunden profitieren.

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Dazu werden die Express Rail-Züge künftig durch ein gemeinsames DB-LH-Branding an vielen Triebzügen leichter zu identifizieren sein.

Über das kostenfreie WLAN kann bereits im Zug auch auf LH-Informationsinhalte zugegriffen werden. Wer Business oder First Class bucht, bekommt den DB-Premium-Service in der 1. Klasse und erhält ein kostenfreies gastronomisches Angebot am Platz.

Günstiger als Zubringerflüge

Die Lufthansa profitiert wohl vor allem, weil die Kooperation die eigene Bilanz entlastet. Der Transport der eigenen Fluggäste zum Drehkreuz Frankfurt ist auf der Schiene deutlich günstiger als mit einem Zubringerflug.

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