Nürnberger Copyshops im Preis- und Leistungsvergleich

27.4.2009, 00:00 Uhr

© Fritz

Im Kopierzentrum Süd (Pillenreuther Straße 34) kann der Student selbst kopieren oder einen Kopierauftrag erteilen. Entscheidet er sich für die erste Variante, stehen im Vorraum 13 Maschinen zur Verfügung, die farbige oder schwarz-weiße Kopien anfertigen. Eine Schwarz-Weiß-Kopie kostet zehn Cent. Günstiger wird es, wenn der Kunde Wertkarten erwirbt. Drei stehen zur Auswahl. 36 Euro kostet die teuerste, die für 800 Ablichtungen reicht. Eine einzelne kostet dann nur noch 4,5 Cent. Beim Buchkopier-Service werden für eine Seite 15 Cent verlangt. Seine Aufzeichnungen kann der Student auf fünf verschiedene weiße Papiersorten – wie Elefantenhaut, Wasserzeichenpapier oder einem unzerreißbaren Papier – vervielfältigen.

Das Kopierzentrum Süd druckt auch digitale Daten, die auf CD, USB-Stick oder einer Memory-Card gespeichert sind, aus. Wer daheim noch mit Disketten arbeitet, hat Glück, denn auch der Ausdruck von der 3,5»-Zoll-Diskette ist hier möglich. «Unser Spektrum ist ziemlich weitläufig», erklärt Mitinhaber Achim Kunstmann. Wer in wenigen Stunden seine Abschlussarbeit als Leimbindung im Prüfungsamt abgeben möchte, muss einen anderen Laden aufsuchen. Das Kopierzentrum bietet nur Kaltleimbindungen an – und die benötigen fünf bis sechs Stunden zum Trocknen.

Innenstadt

Seit zehn Jahren gibt es bereits den OptoCopy (Oberer Bergauerplatz 1). Wer ein Frühaufsteher ist, kann montags bis freitags bereits ab 8 Uhr seine Bücher auf die vier Schwarz-Weiß-Kopierer legen. Auch einen Farbkopierer gibt es. Unter der Woche schließt das Geschäft um 18 Uhr. Am Samstag ist von 10 bis 14 Uhr geöffnet. Wer bis zu zehn Schwarz-Weiß-Kopien am Stück anfertigt, zahlt zehn Cent. Je mehr der Student durchgehend kopiert, desto weniger muss er in die Tasche greifen.

Ab 301 bis 5000 Ablichtungen werden sechs Cent pro Seite fällig. Bis zu zehn Farbkopien kosten 1,10 Euro pro Blatt. Auch der OptoCopy bietet Selbstkopierkarten für 150, 500 oder 1500 Kopien an. Letztgenannte kostet zwar 52,50 Euro, dafür verringert sich der Preis der einzelnen Kopie, für die dann nur noch 3,5 Cent verlangt werden. Wie im Kopierzentrum Süd können auch hier Blätter laminiert oder Skripte gebunden werden. «Die meisten Studenten lassen bei uns ihre Arbeit binden», sagt Diana Dotzauer, die für die Produktion zuständig ist. Neben dem Vervielfältigen kann der Student auch Buchstaben auf sein T-Shirt drucken lassen. Und für den politisch Motivierten ist auch der Druck auf Kunststoffplane möglich, die dann an Ösen aufgehängt werden kann.

Auf einer Fläche von 600 Quadratmetern bietet das Copyland Druckzentrum (Äußerer Laufer Platz 3–7) verschiedene Leistungen an. An zwölf Schwarz-Weiß-Kopierern und vier Farbmaschinen kann der Student nach Belieben vervielfältigen. Nimmt der Student den Buchkopier-Service in Anspruch, zahlt er zehn Cent. Halb so teuer ist es, wenn er selbst die Kopiertaste drückt. Entscheidet sich der Student für eine der drei Wertkarten, zahlt er noch weniger. Drei Cent kostet eine Seite, wenn er die teuerste Wertkarte, mit der 2000 Kopien möglich sind, nimmt. Auch für Farbkopien (Format DIN A4) wird eine Abo-Karte angeboten. Für 100 Farbkopien muss der Student sein Portemonnaie um 42,50 Euro erleichtern.

Neben dem üblichen Scanservice bietet dieser Copyshop nach Aussage des Geschäftsführers Norbert Riess eine besondere Leistung an: «Wir können farbig einscannen bis zur Größe DIN A0. Das hat, glaube ich, keiner.» Will der Student seine Abschlussarbeit unter die Kommilitonen bringen, kann er sie im Copyland Druckzentrum als Buch binden lassen, denn hier befindet sich auch eine Druckerei. Das wird dann aber ziemlich teuer. Studentenfreundlich zeigt sich dieser Copyshop bei den weiteren Angeboten. Neben Plastikheftern, Stiften, Bewerbungsmappen, Briefumschlägen und Clipboards im Laden stehen im Innenhof Kundenparkplätze zur Verfügung. Von allen getesteten Kopierläden hat dieser am längsten geöffnet: Montag bis Freitag von 9 bis 20 Uhr und am Samstag von 9 bis 16 Uhr.

Oststadt

Fünf Cent kostet eine Schwarz-Weiß-Kopie bei Magoschitz Druck & Kopier Service (Äußere Sulzbacher Straße 52). Beim Erwerb einer Kopierkarte für 1000 Ablichtungen, zahlt der Student nur noch 4,3 Cent. Für eine Farbkopie berechnet das Geschäft 95 Cent. Auch hier gilt: je mehr Farbkopien, desto günstiger wird es. Auch der Ausdruck von digitalen Daten ist möglich. Wer für einen Vortrag eine Overheadfolie benötigt, der erhält bei Magoschitz für 50 Cent eine. Auch der Druck von Seiten mit Übergröße ist kein Problem. Dafür steht ein Großflächenkopierer zur Verfügung. Der Preis ergibt sich aus der Größe des Ausdrucks und kann vorher nachgefragt werden. Geöffnet hat dieser Copyshop unter der Woche von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 13 Uhr.

Nordstadt

Im Copyshop (Uhlandstraße/Ecke Kobergerstraße) kann der Student laut Schaufenster unter anderem digitale Daten ausdrucken, Qualitätskopien oder Farblaserkopien erstellen, laminieren oder binden lassen. Auch einen Faxservice bietet das Geschäft an. Seine Preise wollte man auf Nachfrage nicht mitteilen, denn einen Preisvergleich wünsche man nicht. Geöffnet hat dieser Kopierladen von Montag bis Freitag von 9 bis 13 und von 14 bis 18 Uhr. Am Samstag stehen von 9.30 bis 12.30 Uhr die Türen offen.

Kahle analog + digital (Adam-Kraft-Straße 3) ist eher etwas für Architekturstudenten, denn zu den meisten Kunden zählt das Geschäft Architekturbüros und Ingenieure. «Zu uns kommen wenig Studenten», berichtet Hildegard Kahle. «Wenn, dann bringen sie uns große Baupläne zum Ausdrucken oder Aufmaßpläne zum Einscannen.» Diese können bis zu einer Breite von 1,20 Meter eingescannt werden. Wer unter Zeitdruck ist, kann einen besonderen Plotter, wie einige Drucker genannt werden, in Anspruch nehmen. Dieser druckt die meterlangen Baupläne dreimal so schnell wie ein handelsübliches Gerät, weil er die Farbe nicht aufspritzt, sondern aufrollt. Auf diese Ausdrucke erhält der Student zehn Prozent Rabatt. Für eine Schwarz-Weiß-Kopie gilt jedoch: Jeder zahlt das gleiche. Zehn Cent verlangt Kahle für eine Seite.

Weststadt

Die Copy Factory (Willstraße 4–6) bietet mehr als nur kopieren an. Auch farbige Großformate können hier ausgedruckt, laminiert oder kaschiert werden. Für den alltäglichen Kopierbedarf ist wichtig: Wer bis zu 20 Schwarz-Weiß-Kopien anfertigt, zahlt 15 Cent pro Blatt. Die erste Sparkarte gibt es für sechs Euro. Mit dieser sind 100 Kopien möglich. Wer am günstigsten vervielfältigen möchte, nämlich für 3,5 Cent pro Blatt, nimmt eine Sparkarte für 10 000 Seiten. Die kostet dann allerdings 350 Euro. Beim Binden seiner Bachelor- oder Masterarbeit hat der Student die Qual der Wahl zwischen Heißleim-, Klemmbuch-, Spiral- und Klemmschienenbindung. Die erste kostet für das Format DIN A4 4,90 Euro. Für die Spiralbindung aus Kunststoff zahlt der Student für das gleiche Format 70 Cent mehr. 6,30 Euro muss er für eine Metallspiralbindung berappen.

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