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Nürnberger Einzelhandels-Beschäftigte streiken

In ganz Bayern kam es am Wochenende zu Kundgebungen und Protesten - 05.10.2013 19:54 Uhr

Bereits im Mai kam es in Nürnberg zu Streiks im Einzelhandel. © Stefan Hippel


Rund 170 Mitarbeiter haben sich nach Medienberichten an einer zentralen Kundgebung an der Marktkauf-Filiale in der Wilhelmshavener Straße im Stadtteil Thon eingefunden. Die Streiks an diesem Samstag haben sich bereits Freitag angekündigt, als bereits mehrere hundert Supermarkt- und Kaufhausmitarbeiter in Bayern gestreikt hatten.

Im Tarifstreit um höhere Löhne und Gehälter im bayerischen Einzelhandel, hatten am Freitag neben Beschäftigten der Kette Marktkauf auch Mitarbeiter im Großostheimer Zentrallager des Textilhändlers H&M die Arbeit niedergelegt, berichtete Verdi.

Zum Streik aufgerufen hatte die Gewerkschaft außerdem H&M-Beschäftigte in Augsburg. In Nürnberg hatten knapp 200 der mehr als 300 Mitarbeiter der Supermarktkette Marktkauf für mehr Geld gestreikt. Bei einer Kundgebung vor einer Filiale im Nürnberger Stadtteil Mögeldorf protestierten Beschäftigte außerdem gegen Einschnitte bei Nacht- und Spätzuschlagen, die die Arbeitgeberseite bei den Tarifverhandlungen gefordert hatte. Auf Spruchtafeln hieß es auch: „Keine Öffnung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten“. Die Marktkauf-Mitarbeiter haben ihre Aktionen an diesem Samstag fortgesetzen.

Die Tarifverhandlungen für die rund 335.000 Beschäftigten der Branche waren Mitte September auch in der vierten Verhandlungsrunde ohne Einigung geblieben. Die Arbeitgeber boten von August 2013 an 2,5 Prozent und von Mai kommenden Jahres an 1,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, verlangen aber zugleich Abstriche beim Manteltarif. Die Gewerkschaft fordert hingegen 6,5 Prozent mehr Geld für die Beschäftigten. Die von den Arbeitgebern in die Diskussion gebrachten Kürzungen bei den Zuschlägen hält die Gewerkschaft für nicht akzeptabel. Auch gegen flexiblere Arbeitszeiten wehrt sie sich.

dpa

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