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Oberpfalz: Hohe Haftstrafen gegen zwei Mitglieder einer Schleuserbande

Internationale Kooperation brachte Ermittlungen voran - 14.04.2021 10:43 Uhr

Dem Urteil zufolge hatten die beiden Männer Anfang 2018 rund 130 Menschen ohne Einreisepapiere über die Grenze von Tschechien nach Deutschland gebracht, darunter auch Minderjährige.

Gegen den 40-Jährigen erging am Dienstag wegen banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern in fünf Fällen eine Freiheitsstrafe von neun Jahren, gegen den 31-Jährigen von neun Jahren und sechs Monaten. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Die Geflüchteten stammten nach Auskunft des Landgerichts vor allem aus dem Irak, aber auch aus dem Iran und aus Syrien. Der 40-Jährige habe eine leitende Funktion in der Hierarchie der Bande gehabt und die Schleusungsabschnitte von der Türkei bis nach Deutschland von London aus organisiert. Dabei habe er eine Spedition und Fahrer damit beauftragt, die Menschen über die Grenze zu bringen. Der 31-Jährige dagegen organisierte dem Urteil zufolge die Schleusung von Serbien bis nach Rumänien.

Auf die Spur der Männer kamen die Ermittler auch mit Hilfe einer internationalen Kooperation vor allem mit den britischen Behörden. Weitere Ermittlungen laufen noch.


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dpa

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