Freitag, 14.05.2021

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Paketbote auf Drogen lädt sich selbst in fremde Wohnung ein

Der Zusteller konsumierte psychoaktive Substanzen - 20.04.2021 18:27 Uhr

In Erwartung eines Handwerkers öffnete der 16-Jährige am Montag gegen 15.30 Uhr die Wohnungstür. Vor dem Jugendlichen stand dann aber ein Paketzusteller, bepackt mit Süßigkeiten und Bier. Der 40-jährige Bote aus Mittelfranken drängelte sich an dem verdutzen Jungen vorbei und machte es sich wie selbstverständlich im Wohnzimmer gemütlich.

Zu dieser Zeit war der 16-Jährige gemeinsam mit seiner 18-jährigen Schwester alleine in der Wohnung. Die mitgebrachten Süßigkeiten wollte der Paketzusteller gemeinsam mit den beiden genießen. Die Geschwister hatten darauf jedoch keine Lust und forderten den ungebetenen Gast nachdrücklich und wiederholt auf, die Wohnung wieder zu verlassen.

Da der Paketzusteller aber der Aufforderung nicht nachkam, verständigte der 16-Jährige über den Notruf die Polizei. Als der 40-Jährige mitbekommen hatte, dass die Einsatzkräfte auf dem Weg sind, flüchtete er unverzüglich. Die eintreffende Streife konnte den Mann in seinem Paketfahrzeug antreffen und die Flucht via Dienstwagen verhindern. Im Fahrzeug fanden die Beamten auch geringe Mengen Betäubungsmittel.

Zu weiteren Klärung des Sachverhalts wurde der 40-Jährige mit auf die Polizeiinspektion genommen. Dort angelangt bekam der Mann verstärkt Gefühlsausbrüche, diese bestätigten den zurückliegenden Drogenkonsum, heißt es in der Pressemeldung der Polizeiinspektion Sulzbach-Rosenberg am Dienstag. Der Mann habe synthetische Drogen, also psychoaktive Substanzen zu sich genommen.

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Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde der 40-Jährige an seine inzwischen eingetroffene Frau übergeben, die ihn in Empfang nahm und sich weiterhin um ihn kümmerte. Die Polizei hat Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz und Hausfriedensbruch sowie des Fahrens unter Einfluss von Betäubungsmitteln aufgenommen.


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Die beiden Geschwister kamen bei der ganzen Sache mit dem Schrecken davon und werden künftig an der Haustüre wohl besser aufpassen. Neben dem verwunderlichen Verhalten kam es zu keinen weiteren Übergriffen durch den friedlichen Eindringling.


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eli

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