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Sonntag, 21.07.2019

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100 Lastwagen und Busse am Tag zu viel für Langen Berg

Straßenbauamt plant Stabilisierung der Felswand - Straße muss für rund sechs Wochen gesperrt werden - 19.06.2019 17:00 Uhr

Der Lange Berg bei Pottenstein steht unter ständiger Beobachtung. Nachdem ein Warnwert überschritten wurde, reagierte das Straßenbauamt und sperrte die Straße für den Schwerlastverkehr und Busse. © Archivfoto: Ralf Münch


Die angekündigten stabilisierenden Arbeiten lassen weiter auf sich warten. In einem Gespräch in Doos mit den CSU-Stadträten Birgit Haberberger und Erwin Sebald bestätigte Schnabel, dass angesichts des hohen Verkehrsaufkommens, vor allem in den Sommermonaten, die Verbreiterung der Straße angestrebt werde – um die Sicherheit zu gewährleisten. Inzwischen ist Juni – Hochsommer und Ferienzeit – und die großen Arbeiten lassen weiter auf sich warten.

Ununterbrochen wird die Straße überwacht – ein Messsystem prüft Bewegungen im Berg und in der Straße. Dadurch habe sich im vergangen Jahr gezeigt, dass es an einer Stelle eine größere gab, "die den definierten Warnwert erreicht" hatte. 100 Lastwagen und Busse pro Tag waren zu viel für den Langen Berg – die Wand aus Steinen gab nach. Um etwa zwei Zentimeter senkte sich die Straße. Das klingt erst mal nicht nach viel, zeigte sich aber recht deutlich durch Risse im Asphalt. "Eine Sperrung des gesamten Langen Berges für den Schwerlastverkehr wurde angeordnet", sagt Schnabel. Seitdem seien keine weiteren kritischen Bewegungen mehr aufgetreten.

"Es besteht keine akute Gefahr, aber es muss was getan werden", betonte Fritz Baumgärtel, Abteilungsleiter des Staatlichen Bauamts, bereits im November in einem Gespräch mit der Redaktion. Deshalb plante das Straßenbauamt mit einer Stabilisierung der Felsenwand in diesem Jahr. So soll der betroffene Bereich mit einer Spritzbetonsicherung gesichert werden. Bei dieser Methode wird Zement mit Hilfe von Druckluft durch einen Schlauch gepresst, zu einer Spritzdüse befördert und dann auf die Wand aufgetragen. Zudem seien weitere Felssicherungsmaßnahmen oberhalb der Straße vorgesehen.

In Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München werde aktuell noch ein Bauwerks-Konzept für einen Ersatz der vorhandenen alten Stützkonstruktion erarbeitet. Dabei werde eine möglichst natur- und landschaftsbildverträgliche Lösung angestrebt.

Zudem müsse man die Forderung der Stadt Pottenstein berücksichtigen, parallel einen Geh- und Radweg anzulegen. "Die Ausschreibungen dafür werden aktuell vorbereitet", berichtet Schnabel, "für die Maßnahmen ist eine Vollsperrung des Langen Berges von circa sechs Wochen Dauer erforderlich." Ein genaues Datum kann Schnabel auf Nachfrage nicht nennen, da die Termine erst noch mit den Firmen abgestimmt werden müssen und die Stadt Pottenstein einen Baubeginn nach den Sommerferien bevorzugt. 

MARTIN BURGER

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