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1000 Ministranten mit Norbert Förster beim Papst

Der aus Büchenbach stammende Diözesanjugendpfarrer begleitete die Jugendlichen nach Rom - 02.08.2018 00:32 Uhr

Mit 1000 Ministranten aus der Erzdiözese fuhr Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster (r.) zum Treffen nach Rom. © Carina Blab


"Das ist ein Höhepunkt in jeder Mini-Karriere", sagt Tobias Bienert, der als Mini-Referent des Jugendamts der Erzdiözese die diesjährige Rom-Wallfahrt organisiert. "Deshalb freue ich mich, dass wir für alle Interessierten einen Platz gefunden haben. Auch für die, die erst mal auf der Warteliste standen.  Einfach war das nicht. Denn der Ansturm auf die Plätze der Rom-Reise war diesmal besonders stark. Die vorher reservierten Betten waren schon lange vor Anmeldeschluss belegt. Wir mussten daher noch ein weiteres Hotel finden", sagt Bienert.

Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster (im weißen Hemd mit Hut) jubelte zusammen mit den Ministranten aus der Erzdiözese in die Kameras. © Carina Blab


Beim Aussendungsgottesdient direkt vor der Abfahrt hat Erzbischof Ludwig Schick den Jugendlichen ein paar Tipps für ihre Rom-Wallfahrt gegeben. So riet er ihnen, sich für die Gemeinschaft einzubringen, sich ordentlich zu benehmen und in der heißen Stadt viel Wasser zu trinken.

Diese Ratschläge beherzigen die Jugendlichen auch. Vor den Brunnen Roms bildeten sich lange Schlangen: Ministranten füllten hier ihre Wasserflaschen wieder auf. Auch bei der Papstaudienz auf dem Petersplatz am Dienstagabend ließ der Vatikan Wasser verteilen. Bei den langen Wartezeiten am Einlass nahmen die Jugendlichen das gerne an.

Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick (Mitte) wurde beim Ministrantentreffen auf der Petersplatz von Papst Franziskus freundlich begrüßt. © Repro: Stefanie Reinl


Gegen 18 Uhr kam Papst Franziskus dann auf den Platz und fuhr durch die Reihen, bevor er die Fragen von fünf Ministranten aus Welt beantwortete. Zum Abschluss der Audienz segnete der Papst den Bayreuther Michael Eberl. Der 17-Jährige hat das Down-Syndrom. Weltweit war das genausoo live im Fernsehen zu verfolgen, wie vorher der Jubel von Norbert Förster bei der Vorbeifahrt des Heiligen Vaters.

 Am Mittwoch stand das gemeinsame Picknick aller Bamberger Minis auf dem Programm. Dabei falteten die Jugendlichen 1000 Kraniche. Laut einer alten japanischen Legende, darf man sich dafür etwas wünschen. Passend zum Motto der Wallfahrt wünschten sich die Minis eine friedlichere Welt. Erzbischof Schick wird die Kraniche bei seiner nächsten Reise nach Senegal in der Partnerdiözese Thiès übergeben. Am Rande des Picknicks erzählte Diözesanjugendpfarrer Norbert Förster den Minis aus seiner Heimatpfarrei Büchenbach, wie er den Bayreuther Ministranten an der Security vorbei zum Papst gelotst hat.

 "Wallfahrten haben eine lange Tradition, aber sie sind wichtiger denn je", sagt Förster. "Gerade in unserer schnelllebigen Zeit gibt es viel Kraft, wenn man sich auch mal die Zeit nimmt, zur Ruhe zu kommen und sich auf das wirklich Wichtige im Leben zu besinnen."

Die internationale Mini-Wallfahrt gibt es seit den 1960er Jahren. In der Regel wird sie alle vier Jahre angeboten. Mitfahren können alle Ministranten, die älter sind als 13 Jahre. Neben einem Unkostenbeitrag der Teilnehmenden bezuschusst das Erzbistum die Fahrt.

ANDREAS KRAFT

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