Freitag, 22.11.2019

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300 Einsatzkräfte konnten Vierseithof in Thurnau nicht retten

Großbrand forderte zehn Verletzte und Schaden im Millionenbereich - 120 Tiere gerettet - 11.10.2019 10:18 Uhr

Das verheerende Großfeuer richtete Sachschaden im hohen sechsstelligen Bereich an. © News5/Merzbach


Kurz nach 14.30 Uhr ging bei der Polizeieinsatzzentrale die Mitteilung über den Brand in dem Vierseithof in Menchau ein. Die umliegenden Feuerwehren rückten daraufhin mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften und zwei Drehleitern zum Brandort aus. Bei ihrem Eintreffen standen bereits die Stallung des Hofes sowie weitere Anbauten des Anwesens in Flammen und brannten nahezu vollständig nieder.

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Flammenhölle in Thurnau: Vierseithof brannte total nieder

Schaden in Millionenhöhe entstand am Donnerstag beim Brand eines Vierseithofes im Thurnauer Ortsteil Menchau im Landkreis Kulmbach. Als die insgesamt 300 Einsatzkräfte am Brandort eintrafen, erwartete sie schon eine Flammenhölle. Unter größten Anstrengungen gelang es dennoch, etwa 120 Tiere und benachbarte Anwesen zu retten. Der Vierseithof indessen brannte bis auf die Grundmauern nieder.


Auch das Wohnhaus des Bauernhofes und weitere unmittelbar an die Stallung angrenzende Gebäude wurden durch die Flammen zerstört. Durch ihr rasches Eingreifen konnte die Feuerwehr ein weiteres Ausbreiten der Flammen auf Nachbaranwesen verhindern.

Bei dem Brand erlitt der 42-jährige Bewohner des landwirtschaftlichen Anwesens schwere Brandverletzungen und kam mit einem Rettungshubschrauber in eine Spezialklinik. Seine 36 Jahre alte Ehefrau und zwei Helfer atmeten Rauchgase ein und mussten medizinisch behandelt werden. Auch mehrere Feuerwehrmänner verletzten sich bei den Löscharbeiten leicht.

Die Einsatzkräfte konnten mit beherzter Unterstützung von Nachbarn einen Großteil der insgesamt über 120 Rinder und Schweine aus der brennenden Stallung retten. Dennoch verendeten einige der Tiere. Die Rettung der Tiere gestaltete sich für die Feuerwehrkräfte nicht einfach. "Da haben wir Stahlteile herausschneiden müssen, unter Atemschutz, im Stall selber, dass wir die Kühe rausgebracht haben", erklärt der Jörg Schneider, Kommandant der Feuerwehr Thurnau. 

Insgesamt waren rund 300 Einsatzkräfte der Feuerwehr, des Technischen Hilfswerks, des Rettungsdienstes und der Polizei im Einsatz. Nach ersten Maßnahmen durch Beamte der Polizeiinspektion Kulmbach haben Brandfahnder der Kripo Bayreuth die Ermittlungen zur bislang noch unbekannten Ursache des Feuers aufgenommen. Die Löscharbeiten dauerten bis in die späten Nachtstunden an, weshalb auch die Ortsdurchfahrt von Menchau für diese Zeit gesperrt bleiben musste.

Am Freitagfrüh setzte die Polizei einen Hubschrauber ein, um Luftbilder für die Ermittlung der Brandursache anzufertigen. Nach derzeitigem Ermittlungsstand der Brandfahnder dürfte das Feuer entstanden sein, als der 42-jährige Hofbewohner Arbeiten mit einem Strohhäcksler durchführte. Die weiteren kriminalpolizeilichen Ermittlungen hierzu dauern allerdings noch an.

Der Bericht wurde um 10.15 Uhr aktualisiert.

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