Dienstag, 12.11.2019

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330 "Neubürger" in Pegnitz

Einzelhandel, Bahn, Kinderbetreuung: Neubürger lernen beim Empfang für sie Einiges über die Stadt. - 22.10.2019 13:55 Uhr

Rund 330 „Neubürger“ wurden in der Wiesweiherhalle von Bürgermeister Uwe Raab (links) begrüßt. Dazu zählen auch 90 Neugeborene und Ehemalige, die nun wieder in Pegnitz wohnen. © Foto: Ralf Münch


Laut Angelika Maier von der Stadt sei es schwierig, herauszufiltern, wie viele echte Neubürger es sind. Maier schätzt deren Zahl auf etwa 100. Diese kommen nicht unbedingt von weit her, so etwa aus Krottensee, Kirchenbirkig oder Kühlenfels. Manchmal entschieden ein paar Kilometer zwischen Nicht-Pegnitzer und Pegnitzer.

"Schön, dass wir Sie als Neubürger begrüßen dürfen", sagte Raab bei seiner Präsentation der Stadt. Er sprach deren Geschichte an, zeigte Zahlen und Daten. Sprach über die Wirtschaft, Einzelhandelsstrukturen, die medizinische wie pflegerische Versorgung. "Wir liegen sehr gut an der A 9", resümierte Raab. "Sind auch mit dem VGN sehr gut über die Bahn erreichbar. Und – Gott sei dank – wird nach vielen Verhandlungen der Bahnhof jetzt barrierefrei umgebaut." Bayreuth sei gerade mal 25 Kilometer entfernt, der Flughafen in Nürnberg rund 58 Kilometer. Was aber am Wichtigsten sei, sei die Familienfreundlichkeit: "Mit 85 Plätzen in Kinderkrippen und 430 in Kindergärten sind wir gut aufgestellt. Jedes Kind hat einen Platz. Aber immer mehr Eltern wollen ihr Kind betreuen lassen. Deshalb wissen wir auch, dass wir mit Tempo neue Plätze schaffen müssen", so der Rathauschef. Was noch fehle, sei eine Ferienbetreuung, die aber in Planung sei.

Raab sprach auch die Freizeitgestaltung an. Das "Tor zu Fränkischen Schweiz", wie sich Pegnitz ja nennt, biete viele Möglichkeiten für sportliche Aktivitäten – seien es Wandern, Klettern oder Mountainbiken. Viele Urlauber wüssten das zu schätzen.

"Unglaublicher Murks"

Raab machte aber auch keinen Hehl ums Sorgenkind der Stadt: das Cabriosol. "Natürlich würde ich gerne hier stehen und Ihnen ein intaktes Schwimmbad vorstellen", sagte Raab. "Aber wir schlittern von einer Panne in die nächste. Einmal gab es einen Ammoniakaustritt im Eisstation, dann gab es einen Saunabrand, dessen Folgen immer noch nicht behoben sind, und dann hat das Solebecken einen Schaden. Ich muss es sagen wie es ist: Es ist unglaublich, welcher Murks hier gemacht wurde."

 

RALF MÜNCH

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