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Dienstag, 23.07.2019

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Abbrennen der Johannisfeuer in Sicherheit

Am Wochenende ist es wieder soweit: Fast überall in der Region werden Feuerstöße entzündet - 19.06.2019 09:00 Uhr

So schön kann unbehandeltes Holz als Sonnwendfeuer brennen. Das Abbrennen von Müll wie Altreifen, Kunststoffen oder behandelten Hölzern ist dagegen strengstens verboten. © Symbolbild: privat


Passender ist deshalb der Begriff Sonnenwendfeuer. Wenige Minuten vor sechs Uhr am Abend, genauer gesagt um 17.54 Uhr, erreicht die Sonne den nördlichen Wendekreis. Der 21. Juni, an dem viele Gemeinden ihre Sonnenwendfeuer entzünden, ist damit der längste Tag des Jahres.

Zur Feier des Tages werden traditionell große Feuer abgebrannt. "Ob das Abbrennen der Johannisfeuer möglich ist, muss immer relativ kurzfristig, je nach Wetterlage entschieden werden", sagt Tanja Tauber vom Ordnungsamt in Auerbach. "Hier erfolgt im Zweifelsfall ein enger Austausch mit der Feuerwehrführung, aber auch den örtlichen Kommandanten."

Als Brennstoff ist nur naturbelassenes Holz zugelassen. Das Abbrennen von Müll wie Altreifen, Kunststoffen oder behandelten Hölzern sei strengstens verboten, so Tauber. Und: "Das Holz muss grundsätzlich so kurzfristig wie möglich aufgeschlichtet werden", erklärt der Pegnitzer Bürgermeister Uwe Raab. Dies diene dem Schutz wilder Tiere, die sich teilweise in länger aufgeschichteten Holzhaufen einnisten. Diese müssten rechtzeitig umgeschichtet werden.

Die Feuer müssen nicht angemeldet werden, wenn sie mindestens 100 Meter entfernt vom nächsten Waldgebiet entfacht werden. Allerdings werden sie laut Stefan Pickelmann von der Verwaltungsgemeinschaft Betzenstein meistens in der Nähe eines Waldes entzündet. Dies ist dann mit verschiedenen Auflagen verbunden: Ein spatentiefer Graben um die Feuerstelle, das Löschen des Feuers bei starken Winden oder die ständige Überwachung der Feuerstelle durch mindestens zwei Personen sind nur einige davon.

Regen sorgt für Entspannung

Bezüglich der Hitzewoche ist Pickelmann optimistisch: "Aktuell ist die Waldbrandgefahr sehr niedrig, bis zum Mittwoch steigt sie jedoch auf Stufe vier." Der Regen ab Donnerstag werde allerdings wieder für Entspannung sorgen.

Das Wetter sorgt auch bei der Feuerwehr in Pegnitz nicht für Unruhe, wie der stellvertretende Kommandant Timo Pohl sagt: "Wir bereiten uns nicht besonders auf dieses Wochenende vor." Bei den Festen sei es in der Regel so, dass die Veranstalter selbst die Vorkehrungen treffen. "Das machen die meistens auch." In Pegnitz habe es in der Vergangenheit kaum Zwischenfälle gegeben, lediglich ein Mal habe ein Baum Feuer gefangen. "Da wurde der Sicherheitsabstand nicht eingehalten", erklärt Pohl. Dass für das Wochenende möglicherweise Regen vorhergesagt ist, ändert nichts an seiner Einschätzung: "Wir sind am Wochenende hier in der Wache auf Bereitschaft."

Der Regen muss nicht zwingend ein Faktor für die Sicherheit eines Johannisfestes sein. Das beweist eine Geschichte, die Alexander Lehner erzählt. Lehner ist Kommandant der Feuerwehr in Bronn, wo das Sonnenwendfeuer bereits am vergangenen Wochenende stattfand. "Nachts gegen halb drei hat es angefangen zu regnen."

Der Effekt auf die Flammen? Gleich null. "Das hat dem Feuer nichts ausgemacht. Es war so heiß, dass das Wasser nicht in die Nähe des Feuers kam. Vorher ist der Regen verdampft." 

JULIAN SEIFERTH

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