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Donnerstag, 04.03.2021

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Ahorntaler Blasmusik aus Probenraum ausquartiert

Die Ahorntaler Blasmusik ist auf der Suche nach einem neuen Domizil - 13.02.2021 11:55 Uhr

Hier war noch alles in Ordnung und die Proben der Bläserklasse konnten stattfinden. Das wird künftig nicht mehr möglich sein, weil ab September die Schulkindbetreuung einziehen soll.

12.02.2021 © Foto: Ahorntaler Blasmusik


Seit zwei Jahren werden die Schulkinder im benachbarten Kindergarten betreut. Nun ist der Bedarf gestiegen und so wurde in der vergangenen Gemeinderatssitzung darüber informiert, dass die von der Blaskapelle genutzten Räume dafür gebraucht werden und die Ahorntaler Blasmusik sich nach einer Alternativlösung umschauen soll.

Gemeinsame Nutzung

Die Ahorntaler Blasmusik und die Musikschüler aus dem Gemeinschaftsprojekt "Bläserklasse" – Projekt der Grundschule und der Ahorntaler Blasmusik – nutzen den Raum in der Schule gemeinsam. Insgesamt sind es 26 Erwachsene im Orchester und 36 Kinder in der Bläserklasse. Der Einzelunterricht findet drei- bis viermal die Woche statt. "Die Kinder können die Instrumente teilweise bereits mit dem Schulbus in die Schule bringen und nach dem Schulunterricht zum Musikunterricht im gleichen Gebäude gehen", sagt Zeilmann.

Darüber hinaus sei dies für die Schüler sowie für die Eltern immer ein zentraler und vertrauter Anlaufpunkt. In Sachen kultureller Jugendausbildung sei die Ahorntaler Blasmusik in der Gemeinde führend, so Zeilmann. Über 150 Kinder haben in den vergangenen Jahren die Ausbildung in der Bläserklasse durchlaufen. Derzeit sind für die Registerproben der Schüler zusätzlich drei Musiklehrer engagiert. Die Orchesterprobe der Bläserklasse wird vom Verein geleitet.

Zudem bestehe mit solch einem Proben- und Ausbildungsraum auch die Möglichkeit, die benötigten Gegenstände wie Schlagzeug, Notenständer, Noten, weiteres Material und Vereinsbedarf aufzubewahren. "Das bringt ein zusätzliches Problem mit sich und nicht jeder Alternativraum ist geeignet", ergänzt Zeilmann. Auch die umliegenden Musikvereine würden von den Nachwuchsmusikern profitieren.

"Im Interesse aller Bürger, Vereine, Eltern und vor allem der Kinder sollte hier das Engagement des Vereins für die Kultur nicht zerstört werden, was durch Corona ohnehin auf eine Zerreißprobe gestellt wird."

Skeptisch äußert sich Zeilmann auch gegenüber dem Vorschlag aus dem Gemeinderat, entweder in die Mehrzweckhalle oder das Pfarrzentrum in Poppendorf zu wechseln. "Diese Räume sind doch auch schon anderweitig belegt", sagt er.

Wie auch immer die Entscheidung im Gemeinderat letztendlich ausfalle, gebe er zu bedenken, dass man neben der obdachlos werdenden Ahorntaler Blasmusik auch die Musikausbildung für die derzeit 36 Kinder gefährde.

"Für die Schulkindbetreuung gibt es bestimmt auch noch andere Möglichkeiten im Schulgebäude", ist Zeilmann überzeugt. Er hoffe auf "Einsicht mit Weitblick" im Gemeinderat und plädiere für den Erhalt des Proben- und Ausbildungsraumes.

FRAUKE ENGELBRECHT

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