13°

Freitag, 05.06.2020

|

zum Thema

Aleksandrs Kercs wechselt zu DEL-Verein

Torjäger der Ice Dogs wird hauptamtlicher Nachwuchstrainer. Auf Pegnitz will seine Familie aber nicht verzichten. - 23.04.2020 17:42 Uhr

Aleksandrs Kercs junior war für vier Jahre ein Ice Dog. Nun schließt er sich als Nachwuchstrainer einem DEL-Verein an. Er bleibt aber mit seiner Familie in Pegnitz wohnhaft. © Foto: Andreas Beil


Der 29-Jährige lacht am Telefon viel, wenn er Selbstkritik übt. Was auch daran liegen kann, dass es eben doch geklappt hat mit der DEL: Wenn schon nicht als Spieler, dann eben als Trainer. "Ich habe mein Ziel erreicht", findet Kercs. Das Ziel, von seinem Hobby leben zu können.

Wo er das tun wird, kann Kercs noch nicht sagen. DEL-Vereine mögen es nicht, wenn der neue Mann seinen neuen Arbeitgeber in der Zeitung verkündet, bevor der Vertrag unterschrieben ist und der Verein eine Pressemitteilung herausgegeben hat. Nur so viel: Kercs wird auf unbefristete Dauer angestellt, um zwei Jugendmannschaften zu übernehmen. Und die Ice Tigers aus Nürnberg sind es nicht.

Trotzdem wird er mit seiner Familie in Pegnitz wohnhaft bleiben, die Durchgangsstation ist über die Jahre zum Wunschort geworden. Die beiden Kinder besuchen hier den Kindergarten, Frau Kercs fühlt sich wohl, der Ehemann auch: "Pegnitz ist ruhig und sehr schön. Ich kenne hier jedes Eck. Und wenn ich Hilfe brauche, gibt es sofort Leute, die mir helfen wollen." Also wird Aleksandrs Kercs es mit Pendeln versuchen.

Beim EVP wird er nicht nur in der ersten Mannschaft eine Lücke hinterlassen, sondern auch im Nachwuchsbereich. So wie sich die Ice Dogs auf Kercs Tore und Zuspiele verlassen konnten, war er auch im Nachwuchsbereich eine feste Größe. Zuletzt trainierte Kercs hauptverantwortlich die U 15 und U 20 der Pegnitzer. Er hat Eindruck hinterlassen und Begehrlichkeiten geweckt.

"Wir bedauern, dass er uns verlässt, weil er sehr gute Arbeit geleistet hat, für die wir uns bedanken wollen", sagt Jugendleiter Sascha Fitzek, "aber mit seinem Können hat er sich eben für höhere Aufgaben empfohlen." Kercs gibt das Kompliment zurück: "Es hat mir super beim Verein gefallen, unsere Fans haben uns toll unterstützt."

Nun müssen die momentan Verantwortlichen überlegen, wie sie diesen Weggang kompensieren. Momentan Verantwortliche deshalb, weil beim EVP im Mai der Vorstand neu gewählt werden soll und die Karten dann neu gemischt werden könnten.

Mindestens bis zur Wahl ist Alexander Herbst der Sportliche Leiter. "Ich hätte Aleks sehr gerne gehalten", sagt Herbst, als ehemaliger Eishockeyprofi hat er aber Verständnis für dessen Entscheidung. "Wir werden versuchen, seinen Weggang aus dem eigenen Trainerbestand zu kompensieren."

Stefan Hagen bleibt

Klarheit, aber im positiven Sinne, besteht bei einer weiteren Personalie: Stefan Hagen, Kapitän der ersten Mannschaft, bleibt den Ice Dogs erhalten. Ansonsten befindet sich Herbst mitten in Gesprächen, den Kader habe er bereits einmal durchtelefoniert. "Ich habe von jedem Spieler eine grundsätzlich positive Rückmeldung bekommen, aber noch keine feste Zusage", sagt Herbst. Das betrifft auch Trainer Marco Bär, der die Mannschaft erst in der Abstiegsrunde der abgelaufenen Saison von Josef Hefner übernommen und auf Platz eins geführt hatte.

Neuverpflichtungen gibt es noch keine zu vermelden, doch ein bestimmtes Kriterium ist klar: "Ich erwarte, dass jeder Spieler der ersten Mannschaft monatlich ein Nachwuchstraining mitmacht. Die Bindung muss wieder enger werden, die Jungs brauchen Idole." Aleksandrs Kercs junior hat in Pegnitz ganz ähnlich angefangen. Die Entwicklung ist bekannt.

MARCEL STAUDT

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz