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Amberg-Sulzbach: Süden im Kreistag stark vertreten

Stellvertreter von Landrat Richard Reisinger gewählt - 25.05.2020 16:30 Uhr

Die Führungsriege im Landkreis Amberg-Sulzbach ist seit der Stellvertreterwahl am Montag komplett. Im Bild von rechts Stefan Braun, Franz Mädler, Landrat Richard Reisinger und Michael Rischke. © Brigitte Grüner


Erster Stellvertreter wurde Stefan Braun aus Kastl. Der 48-Jährige ist seit 2002 Bürgermeister in seiner Heimatgemeinde und war in der vergangenen Wahlperiode Vorsitzender der CSU-Kreistagsfraktion. Braun war vom neuen Fraktionssprecher Bernhard Lindner (Hahnbach) vorgeschlagen worden. Er war der einzige Kandidat. Für Stefan Braun votierten in geheimer Wahl 57 Kreistagsmitglieder. Vier Stimmen waren ungültig.

Er ist damit Nachfolger von Hans Kummert aus Hahnbach, der im Februar 2018 den vorherigen Stellvertreter im Amt, Franz Birkl aus Poppenricht, abgelöst hatte. Weitere Stellvertreter von Richard Reisinger waren von 2014 bis 2020 Brigitte Bachmann (SPD) aus Birgland und Martin Weiß (FW) aus Auerbach, der auch schon in der Periode ab 2008 als weiterer Stellvertreter fungiert hatte (siehe Interview auf Seite 21). Beide verabschieden sich nun von ihren Ämtern.

Die SPD-Fraktion hatte sich bereits vorab entschieden, den zweimaligen Landrats-Kandidaten Michael Rischke (58) aus Ursensollen vorzuschlagen. Brigitte Bachmann hätte sich auch wieder zur Verfügung gestellt, unterlag jedoch knapp bei der Abstimmung innerhalb der Fraktion. Auch die Freien Wähler schickten einen Kreisrat aus Ursensollen ins Rennen. Die FW-Fraktion hatte den ehemaligen Bürgermeister Franz Mädler (67) auserkoren.

51 Ja-Stimmen für Rischke

Bei der Abstimmung gab es für Rischke 51 Ja-Stimmen. Peter Eckert (Grüne) aus Auerbach hatte auch Karl-Heinz Herbst vorgeschlagen, der jedoch nur zehn Stimmen erhielt. FW-Mann Mädler — vorgeschlagen von Peter Dotzler — bekam 54 Ja-Stimmen. Der Kreistag hatte sich zuvor dafür entschieden, wieder zwei weitere Stellvertreter zu bestellen. Grüne (6) und Linke (1) wollen einen mehr.

Richard Reisinger sagte auf NN-Nachfrage, dass sich die Fraktionen unabhängig voreinander darauf verständigen, wer aus ihren Reihen als weiterer Stellvertreter vorgeschlagen wird. "Ich habe lediglich meinen Willen bekundet, dass die drei größten Fraktionen zum Zug kommen sollen", so Reisinger, der schon immer darauf Wert legte, alle großen Fraktionen mit ins Boot zu nehmen. Er vereidigte nach der Wahl seinen Stellvertreter im Amt, Stefan Braun, und die beiden weiteren Vertreter Rischke und Mädler.

BRIGITTE GRÜNER

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