24°

Samstag, 24.08.2019

|

Angelika Promberger unter deutschen Top-Sportlerinnen

Bogenschützin kommt bei der Deutschen Meisterschaft in Berlin weit nach oben - 06.08.2019 17:53 Uhr

Angelika Promberger ist mit Feld- und Recurvebogen in Deutschlands Top 10 der Damen. © Foto: Udo Schuster


Von den 33 Schützinnen in ihrer Klasse belegte die Schützin aus Leidenschaft mit 596 Ringen den achten Platz. Dabei musste Angelika Promberger alles selbst organisieren.

Mit dem olympischen Recurvebogen kämpfte aus den Mittelfränkischen Schützengauen nur noch Manuela Schwarz aus Feucht. Beide Schützinnen konnten ihre tollen Leistungen bis zur Pause – Promberger mit 309 Ringen, Schwarz mit 307 Ringen – anschließend nicht fortsetzen. Die Bogenkameraden vom BSC Schnaittach fieberten mit, als Promberger zur Pause Platz drei belegte.

Vom Stand 25 musste Promberger ihre Pfeile auf die Zielauflage in 60 Metern Entfernung lösen. Bei den anfänglichen Passen schaute es zunächst für die erfahrene Wettkampfschützin nicht gerade erfolgversprechend aus. Die Wettkampfbedingungen am Freitagvormittag waren von der Wetterseite her gesehen gut, nur leicht wechselnde Winde, sonnig, aber etwas diesig, so beschreibt es Karin Walter aus Moosbach, die nur als Zuschauerin nach Berlin fuhr, weil am Samstag drei Moosbacher Jugendschützen aktiv waren.

Nach der dritten Passe mit jeweils sechs Pfeilen belegte Angelika Promberger Rang 19. Zum gleichen Zeitpunkt lag Manuela Schwarz aus Feucht auf Rang drei. Promberger kämpfte um jeden Ring und rückte zunächst auf Platz 12 vor. Mit sehr guten Passen, in der vierten Sechser-Passe mit 57 vom 60 möglichen Ringen, schoss sie sich anschließend bis zur Pause auf Bronzekurs.

Danach klappte es mit den Goldtreffern nicht mehr so häufig. Irgendwie brachte es Promberger nicht mehr auf den Punkt. Schlüssig erklären kann sie es auch nicht, warum es in der zweiten Halbzeit nicht mehr so gut klappte. Rund 20 Ringe weniger standen auf dem Schusszettel. Insbesondere die zweite Passe nach der Pause ließ unter ihren heimischen BSC Kameraden, die den Wettkampf online verfolgten, erste Zweifel aufkommen, ob sich ihre Trefferquote noch ändert. Nur 40 Ringe – das konnte es doch nicht sein. Glücklicherweise bekam Promberger noch rechtzeitig die Kurve und konnte anschließend bessere Treffer landen.

Insgesamt nahmen an dieser 62. Deutschen Meisterschaft im Bogenschießen 714 Schützinnen und Schützen mit dem Recurvebogen, dem Compoundbogen oder einem Blankbogen teil. Die jüngsten Sportschützen waren gerade einmal zwölf Jahre alt. Der älteste Teilnehmer war aus dem Jahrgang 1938 und bewies seine Leistung in der Seniorenklasse.

Die meisten Bogenschützen aus den 20 Landesverbänden kamen aus Württemberg, gefolgt von Bayern mit 107 Teilnehmern. 90 Scheiben wurden gestellt. "Die Verantwortlichen des DSB gaben sich viel Mühe, diese Meisterschaft vor der mächtigen Kulisse am Maifeld aufzubauen", sagte Klaus Schwarz aus Feucht, der seit rund 40 Jahren bei Deutschen Meisterschaften mit dabei ist.

Rund 2000 Zuschauer verfolgten das Finale des Bogenschießens in den unterschiedlichen Klassen. Öffentlich-rechtliche Fernsehsender berichteten ebenfalls von dieser Meisterschaft. Bundestrainer Oliver Haidn lobte die Organisation und den Ablauf der Meisterschaft – wie auch viele der teilnehmenden Sportschützen.

Allen Respekt zollten Angelika Promberger bekannte Schützinnen, die auch wussten, dass die Architektin als sehr gute Feldbogenschützin noch nicht einmal eine Woche vorher bei der Deutschen Meisterschaft im Feldbogen ebenfalls mit einer Platzierung unter den Top 10 in der Damenklasse zu finden war. Das Feldbogenschießen ist eine Disziplin im Bogensport, bei der man mit vielen unterschiedlichen Varianten zu kämpfen hat. Mal bergauf mal bergab auf teilweise unbekannte Entfernungen. Bei solchen Meisterschaften muss man sein Sportgerät sehr gut kennen und auch seinen Erfahrungsschatz herauskramen wenn man hier vorne mit dabei sein will.

Angelika Promberger erkämpfte sich bei der DM Feldbogen Platz sieben unter den Damen. Hilfreich dazu war sicherlich auch das vorherige Training in einem entsprechenden Feldbogen-Parcours bei Gößweinstein, den die BSC-Schützin Promberger zusammen mit Johannes Wiesheier, einem Vereinskameraden aus Kleingesee, geplant hatte. Promberger hat zwar den Bogen raus, aber ohne regelmäßiges Training geht es auch bei ihr nicht. 

nn VON UDO SCHUSTER

Seite drucken

Seite versenden



Um selbst einen Kommentar abgeben oder empfehlen zu können, müssen Sie sich einloggen oder sich zuvor registrieren

Ihr Kommentar

Ihr Kommentar:

Bitte beachten Sie unsere Netiquette.

weitere Meldungen aus: Pegnitz