Sonntag, 08.12.2019

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Angelika Promberger zielt am besten

Ottenhoferin erreicht bei der Gaumeisterschaft stärkstes Ergebnis. Für Gastgeber Bronn trauen sich Anfänger in den ersten Wettkampf. - 22.11.2019 21:44 Uhr

Mit dem Recurvebogen erzielte die Ottenhoferin Angelika Promberger, am Start für den BSC Schnaittach, 545 Ringe. Kein anderer Teilnehmer, egal in welcher Klasse, egal mit welchem Bogen, schaffte mehr. © Foto: Udo Schsuter


Gaubogenreferent Roland Treutlein aus Velden freute sich über den regen Zuspruch aus den Vereinen im Schützengau. So viele Teilnehmer — 53 Schützen — habe es schon lange nicht mehr gegeben. Deshalb war es auch nötig, den Wettbewerb an zwei Tagen auszutragen. Die höchste Ringzahl unter allen Teilnehmern schoss die Ottenhoferin Angelika Promberger mit ihrem Recurvebogen.

Promberger, in Diensten des BSC Schnaittach, siegte in der Klasse Master weiblich mit 545 Ringen. Diese Ringzahl erreichten nicht einmal die Wettkampfteilnehmer in der Compoundbogenklasse — obwohl hier, durch die Zielsicherheit des Bogens, im Regelfall die besten Ergebnisse geschossen werden.

Mit einem solchen Compoundbogen, bei dem ein enormer Kraftaufwand zum Spannen der Sehne erforderlich ist, der dann aber den Pfeil zum ruhigen Zielen mit deutlich weniger Kraft halten lässt, haben sich Erhard Adelhardt und sein Sohn Matthias vom SV Tüchersfeld in der jeweiligen Klasse den ersten Platz der Gaumeisterschaft gesichert. Vater Adelhardt hatte kurz vor Ende des Wettkampfes noch einen Pfeil außerhalb der Zielauflage geschossen. Damit zeigte sich einmal wieder: Erst wenn der letzte Pfeil gelöst ist, kann gerechnet werden. Adelhardt hatte Glück, da sein direkter Wettkampfgegner aus Henfenfeld auch nicht gerade seinen zielsichersten Tag hatte. Mit nur einem einzigen Ring Vorsprung sicherte er sich gerade noch den Sieg mit 510 Ringen in der Compoundmasterklasse.

Sohn Matthias traf indes deutlich öfter ins Gold als der Vater. Bei ihm standen am Ende 531 Ringe auf dem Schusszettel, was den ersten Platz in der Klasse Compound Herren bedeutete.

Essbare Bogentaler — auch das gab es bei der Gaumeisterschaft. © Foto: Udo Schuster


Allein vom SV Bronn kämpften neun Bogenschützen, um sich durch die Gaumeisterschaft für weitere Meisterschaften zu qualifizieren. Insbesondere der Mut der Neueinsteiger sei lobenswert, sagte Sportleiter Lothes. Hierbei stand Sigrid Gropengießer von SV Bronn zum ersten Mal an der Schießlinie bei einem Wettkampf. Bereits kurz nach der Gründung der Bogenabteilung in Bronn entschied sich die 50-Jährige aus Pegnitz — nicht nur wegen der guten Kameradschaft, sondern auch zur Stärkung der Rückenmuskulatur — für den Bogensport. Es fehlte ihr aber bisher immer die Zeit bei Wettkämpfen aktiv dabei zu sein.

Bei der Gaumeisterschaft hat es endlich geklappt. Dabei beobachtete ihre Familie als Zuschauer genau, welche Treffer Gropengießer mit ihrem Recurvebogen landete. Mit 304 Ringen lag sie zwar unter ihren Trainingsergebnissen, jedoch war die Ringzahl für Platz drei in der weiblichen Masterklasse ausreichend. Nur knapp dahinter positionierte sich ihre Vereinskameradin Kerstin Fischer mit 296 Ringen. Fischer hatte auch die Idee von Karl Zapf umgesetzt und essbare Bogentaler als Gebäck mitgebracht. Die Form dazu konstruierte Zapf selbst.

Ebenfalls als Neuling versuchte sich Wolfgang Dietz von der KpSG Pegnitz bei einer Meisterschaft. Der 48-jähriger Plecher suchte als Ausgleich zu seinem Bürojob nach einer Sportart zum Entspannen. "Ein Arbeitskollege, der früher selbst Bogensport betrieben hatte, gab den Tipp dazu", sagte der Blankbogenschütze, der nun seit einem halben Jahr versucht seine Pfeile möglichst ins Gold zu treffen.

Weitere Platzierungen (bis Platz drei) der Schützen aus dem Verbreitungsgebiet der Nordbayerischen Nachrichten Pegnitz/Auerbach:Herren: 1. Markus Kolb (SG Velden 514 Ringe), 3. Thomas Zapf (SV Bronn, 496). Damen: 2. Kerstin Dürtler (SV Bronn, 387), Senioren: 2. Karl Lothes (SV Bronn 473). 3. Roland Beck (SG Velden, 437). Schüler A: 1. Sascha Bergen (KpSG Pegnitz, 454, einziger Teilnhemer) Jugend: 1. Bastian Kolb (SG Velden, 441). Jugend weiblich: 2. Bianca Ottmann (SG Velden, 282). Compound Senioren: 1. Hartmut Krug (KpSG Pegnitz 509). Compound Jugend: 1. Philip Baumann (SV Enzian Kirchenbirkig, 516, einziger Teilnehmer). Compound Junioren: 1. Katja Baumann (SV Enzian Kirchenbirkig, 420). Blankbogen Herren: 2. Martin Ludwig (SV Bronn, 410), 3. Maximilian Grau (SV Bronn, 230). Blankbogen Damen: 2. Elfriede Stromberger (SV Bronn, 369). Blankbogen Master: 2. Hartmut Jäkel (KpSG Pegnitz, 401).

UDO SCHUSTER

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